Ubiquiti hat seine Netzwerk-Videorecorder runderneuert. Zusammen mit dem Software-Update UniFi Protect 7.1 sind die neue UNVR G2 und die größere UNVR G2 Pro aufgeschlagen — und der spannendste Teil sitzt nicht im Gehäuse, sondern im Chip: KI läuft jetzt direkt auf dem Recorder.
UNVR G2: doppelter RAM, 10G-Port, KI an Bord
Die kleine G2 behält die kompakte 1U-Bauform mit vier Einschüben für 2,5″- oder 3,5″-Platten, bekommt aber kräftig Innenleben. Der RAM verdoppelt sich von 4 auf 8 GB, als CPU steckt jetzt ein 8-Kern-Qualcomm-Kyro mit getrennten Performance-, Effizienz- und Prime-Kernen drin. Beim Netzwerk gibt es endlich Tempo: einen 2,5-GbE-Port und einen 10G-SFP+-Glasfaser-Anschluss. Dazu kommt ein HDMI-Ausgang. Bis zu 30 Kameras in 4K oder 60 in Full HD stemmt die G2 — Preis: 699 US-Dollar.
UNVR G2 Pro: 8 Bays für die großen Setups
Die Pro-Variante übernimmt das frische Design, lässt aber das kleine LCM-Display weg und packt dafür einen zusätzlichen Laufwerksschacht oben drauf — jetzt acht statt sieben Bays. Der RAM steigt von 8 auf 16 GB, die CPU ist derselbe 8-Kern-Kyro. Damit verwaltet die Pro bis zu 100 HD-, 70 2K- oder 50 4K-Kameras. Sie kostet 999 US-Dollar.
UNGLAUBLICH: Der AI Key wird überflüssig
Die wichtigste funktionale Änderung ist die On-Device-KI. Mehrere Funktionen, die früher einen separaten AI Key brauchten, laufen jetzt nativ auf dem Recorder. Heißt für dich: weniger Zubehör, weniger Stromfresser im Rack — und die schlauen Erkennungen sind direkt eingebaut.
Protect 7.1: Video-Wände und neue Erkennung
Parallel rollt UniFi Protect 7.1 aus — und das auch für bestehende Hardware. Die Highlights:
Custom Video Walls im Site Manager bauen dir aus vielen Kamera-Feeds eine zentrale, frei anpassbare Übersichts-Wand — ideal für mehrere Standorte. Die komplett neu trainierte Smart-Detection-Engine erkennt Objekte über alle unterstützten Kameras spürbar präziser. Per Edge-KI mit On-Device-Vektor-Indexierung durchsuchst du Aufnahmen blitzschnell forensisch und matchst Identitäten direkt auf dem Gerät. Und das Dashboard wird zur Kommandozentrale: Live-Ansichten lösen über schlanke Webhooks direkt Automationen aus.
FAZIT: Für wen lohnt sich das?
Wenn du einen lokalen, lizenzfreien Kamera-Recorder ohne Cloud-Zwang suchst, ist die G2-Linie ein dickes Upgrade — vor allem wegen 10G-Port und eingebauter KI. Wer schon eine UNVR im Rack hat, muss nicht sofort neu kaufen: Protect 7.1 bringt die Software-Neuerungen auch auf bestehende Geräte. Die neue Hardware lohnt vor allem, wenn dir bisher der separate AI Key oder die Netzwerk-Bandbreite gefehlt hat.
Häufige Fragen
Was kosten UNVR G2 und G2 Pro?
Was ist der größte Unterschied zur ersten Generation?
Brauche ich neue Hardware für Protect 7.1?
Wie viele Kameras schaffen die neuen Recorder?
Quellen