OpenAI verkauft jetzt Hardware — und es ist NICHT das mysteriöse Gerät aus der Jony-Ive-Übernahme. Der Codex Micro ist ein mechanisches Tastenpad für 230 Dollar, gebaut mit dem Keyboard-Spezialisten Work Louder. Sein Zweck: deine KI-Coding-Agenten steuern, ohne die Hände von der Tastatur zu nehmen — beziehungsweise: auf eine ZWEITE, kleinere Tastatur zu legen.
SO funktioniert das Agenten-Pad
Das Herzstück sind sechs „Agent Keys“ mit durchleuchteten Kappen. Jede Taste steht für einen laufenden Codex-Agenten, die Farbe verrät den Zustand auf einen Blick: Weiß heißt untätig, Blau denkt nach, Grün ist fertig, Rot meldet einen Fehler. Einmal tippen wählt den Agenten aus, Doppel-Tipp holt ihn in den Vordergrund.
Dazu kommen insgesamt 13 mechanische Switches, ein Touch-Sensor, ein Analog-Stick — und das vielleicht schrägste Bauteil des Jahres: ein Drehregler für die Reasoning-Stufe. Du drehst also buchstäblich am Rad, um festzulegen, wie gründlich die KI nachdenken soll.
ERSTES Gadget — mitten im Apple-Streit
Pikant ist der Zeitpunkt: OpenAI steckt gerade in einem handfesten Hardware-Rechtsstreit mit Apple, das Dutzende Ex-Mitarbeiter mit Anwaltsschreiben eindeckt. Während das große, gemeinsam mit Jony Ive entwickelte KI-Gerät weiter auf sich warten lässt, schiebt OpenAI mit dem Codex Micro ein kleines, limitiertes Lifestyle-Produkt dazwischen. Es passt zur Strategie, Codex überall hinzubringen — erst kürzlich wanderten Codex und ChatGPT in eine gemeinsame App.
HAMMER: Die Community klont es in TAGEN
Fast noch spannender als das Produkt selbst: Schon am 18. Juli tauchte eine Open-Source-Firmware auf, die die Codex-Micro-Funktionen auf dem günstigen M5Stack Core2 nachbaut — einem ESP32-Bastelmodul mit Touchscreen für einen Bruchteil des Preises. Wer also 230 Dollar zu viel findet oder bei der limitierten Auflage leer ausgeht, lötet sich die Agenten-Steuerung einfach selbst zusammen. Genau die Art von Antwort, die man von der Maker-Szene erwarten darf.
FAZIT: Spielzeug? Ja. Zeichen? Auch.
Man kann den Codex Micro als überteuertes Gimmick abtun. Aber er markiert einen Wendepunkt: KI-Agenten sind so alltäglich geworden, dass sie eigene EINGABEGERÄTE bekommen. Wenn du heute schon mehrere Agenten parallel laufen lässt, ist die Idee einer Status-Ampel auf dem Schreibtisch gar nicht so abwegig — ob von OpenAI oder aus dem 3D-Drucker.
Häufige Fragen
Wann ist der Codex Micro verfügbar?
Was kostet das Gerät und was bekomme ich dafür?
Brauche ich ein Codex-Abo, damit das Keypad funktioniert?
Gibt es eine günstigere Alternative?
Quellen: TechCrunch, The New Stack, gHacks, CNX Software