#Hardware · 3 Min. Lesezeit · Tim Rinkel

GADGET-PREMIERE! OpenAI baut ein 230-Dollar-Tastenbrett für KI-Agenten — und Bastler klonen es SOFORT

GADGET-PREMIERE! OpenAI baut ein 230-Dollar-Tastenbrett für KI-Agenten — und Bastler klonen es SOFORT

OpenAI verkauft jetzt Hardware — und es ist NICHT das mysteriöse Gerät aus der Jony-Ive-Übernahme. Der Codex Micro ist ein mechanisches Tastenpad für 230 Dollar, gebaut mit dem Keyboard-Spezialisten Work Louder. Sein Zweck: deine KI-Coding-Agenten steuern, ohne die Hände von der Tastatur zu nehmen — beziehungsweise: auf eine ZWEITE, kleinere Tastatur zu legen.

SO funktioniert das Agenten-Pad

Das Herzstück sind sechs „Agent Keys“ mit durchleuchteten Kappen. Jede Taste steht für einen laufenden Codex-Agenten, die Farbe verrät den Zustand auf einen Blick: Weiß heißt untätig, Blau denkt nach, Grün ist fertig, Rot meldet einen Fehler. Einmal tippen wählt den Agenten aus, Doppel-Tipp holt ihn in den Vordergrund.

Dazu kommen insgesamt 13 mechanische Switches, ein Touch-Sensor, ein Analog-Stick — und das vielleicht schrägste Bauteil des Jahres: ein Drehregler für die Reasoning-Stufe. Du drehst also buchstäblich am Rad, um festzulegen, wie gründlich die KI nachdenken soll.

ERSTES Gadget — mitten im Apple-Streit

Pikant ist der Zeitpunkt: OpenAI steckt gerade in einem handfesten Hardware-Rechtsstreit mit Apple, das Dutzende Ex-Mitarbeiter mit Anwaltsschreiben eindeckt. Während das große, gemeinsam mit Jony Ive entwickelte KI-Gerät weiter auf sich warten lässt, schiebt OpenAI mit dem Codex Micro ein kleines, limitiertes Lifestyle-Produkt dazwischen. Es passt zur Strategie, Codex überall hinzubringen — erst kürzlich wanderten Codex und ChatGPT in eine gemeinsame App.

HAMMER: Die Community klont es in TAGEN

Fast noch spannender als das Produkt selbst: Schon am 18. Juli tauchte eine Open-Source-Firmware auf, die die Codex-Micro-Funktionen auf dem günstigen M5Stack Core2 nachbaut — einem ESP32-Bastelmodul mit Touchscreen für einen Bruchteil des Preises. Wer also 230 Dollar zu viel findet oder bei der limitierten Auflage leer ausgeht, lötet sich die Agenten-Steuerung einfach selbst zusammen. Genau die Art von Antwort, die man von der Maker-Szene erwarten darf.

FAZIT: Spielzeug? Ja. Zeichen? Auch.

Man kann den Codex Micro als überteuertes Gimmick abtun. Aber er markiert einen Wendepunkt: KI-Agenten sind so alltäglich geworden, dass sie eigene EINGABEGERÄTE bekommen. Wenn du heute schon mehrere Agenten parallel laufen lässt, ist die Idee einer Status-Ampel auf dem Schreibtisch gar nicht so abwegig — ob von OpenAI oder aus dem 3D-Drucker.

Häufige Fragen

Wann ist der Codex Micro verfügbar?
Vorbestellungen laufen bereits, die ersten Geräte sollen noch im Juli 2026 ausgeliefert werden. OpenAI bezeichnet das Keypad ausdrücklich als Produkt in limitierter Auflage — wer es haben will, sollte also nicht lange warten. Ob es eine zweite Produktionsrunde gibt, ist offen.
Was kostet das Gerät und was bekomme ich dafür?
Der Codex Micro kostet 230 Dollar. Dafür gibt es ein mechanisches Macropad mit 13 Switches, sechs beleuchteten Agent-Tasten mit Status-Farben, einem Touch-Sensor, einem Analog-Stick und einem Drehregler, mit dem sich die Reasoning-Stufe des KI-Agenten einstellen lässt. Entwickelt wurde es zusammen mit dem Keyboard-Hersteller Work Louder.
Brauche ich ein Codex-Abo, damit das Keypad funktioniert?
Das Keypad ist als Zubehör für OpenAIs Codex-Plattform konzipiert — ohne Zugang zu Codex-Agenten bleibt es ein hübsches Macropad. Sinnvoll ist es vor allem für Entwickler, die regelmäßig mehrere Agenten parallel laufen lassen und deren Status im Blick behalten wollen, ohne ständig Fenster zu wechseln.
Gibt es eine günstigere Alternative?
Ja — die Community war schnell: Für das M5Stack Core2, ein ESP32-Entwicklermodul mit Touchscreen, gibt es seit dem 18. Juli eine Open-Source-Firmware, die die Kernfunktionen des Codex Micro nachbildet. Das Modul kostet nur einen Bruchteil des Originals und lässt sich frei anpassen — Bastelarbeit inklusive.

Quellen: TechCrunch, The New Stack, gHacks, CNX Software

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