#Hardware · 3 Min. Lesezeit · Tim Rinkel

PREIS-SCHOCK fürs Homelab! Der Raspberry Pi kostet plötzlich so viel wie ein echter Mini-PC

PREIS-SCHOCK fürs Homelab! Der Raspberry Pi kostet plötzlich so viel wie ein echter Mini-PC

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Der Raspberry Pi war jahrelang die günstige Basis fürs Homelab. Damit ist es vorerst vorbei. Weil die Preise für Arbeitsspeicher (DRAM) durch die Decke gehen, ist ein komplett ausgestatteter Pi 5 inzwischen fast so teuer wie ein fertiger Mini-PC mit Intel-Chip.

DIE ZAHLEN: Vier Cent Unterschied

Bekannt gemacht hat den Fall der Bastler und Autor Jeff Geerling, Tom’s Hardware hat unabhängig nachgerechnet. Das Ergebnis ist verblüffend: Ein voll bestücktes Pi-5-Kit mit 16 GB lag bei rund 246,95 US-Dollar — ein vergleichbarer Mini-PC mit N100, 16 GB RAM und 512 GB SSD bei 246,99 Dollar. Vier Cent Unterschied. Vor einem Jahr trennten die beiden noch rund 50 Dollar.

Schuld ist die DRAM-Krise: Der Speicher, der auf dem Pi verbaut ist, ist dramatisch teurer geworden. Rechnet man Gehäuse, Netzteil und einen NVMe-HAT dazu, landet ein brauchbarer Pi-5-Aufbau schnell bei rund 150 Dollar aufwärts — der Ruf als Billig-Fundament ist dahin.

DAS BEDEUTET ES FÜR DEIN HOMELAB

Bei nahezu gleichem Preis stellt sich die Frage neu: Rechenpower oder Sparsamkeit? Ein Intel-Mini-PC liefert deutlich mehr Leistung, Docker-Container und mehrere virtuelle Maschinen laufen entspannter. Der Pi bleibt dagegen ungeschlagen beim Stromverbrauch — für einen Dauerläufer, der nur Home Assistant oder ein, zwei Dienste hostet, ist das ein echtes Argument.

Suchst du eine kompakte, sparsame Basis für ein einzelnes Projekt, ist der Raspberry Pi 5* weiter eine runde Sache — nur eben nicht mehr konkurrenzlos billig. Willst du dagegen mehrere Dienste, VMs oder einen kleinen Proxmox-Knoten betreiben, holst du fürs gleiche Geld mit einem Mini-PC wie dem Minisforum UM790 Pro* spürbar mehr Rechenleistung ins Rack.

EXTRA-TIPP: Alte Hardware schlägt Neukauf

Geerlings Fazit für 2026: Vorhandenes wiederverwenden. Ein ausgemusterter Büro-PC oder ein alter Laptop hat oft mehr Dampf als ein neuer Pi — und kostet nichts. Wer den Homelab-Einstieg sucht, sollte erst den Keller durchforsten, bevor er neu bestellt.

FAZIT: Die Wahl ist wieder spannend

Der Pi ist nicht schlechter geworden — die Konkurrenz ist nur billiger im Vergleich. Kläre vor dem Kauf drei Dinge: Wie viel Leistung brauchst du wirklich? Wie wichtig ist dir niedriger Stromverbrauch? Und was liegt vielleicht schon ungenutzt herum? Danach fällt die Entscheidung fast von allein.

Häufige Fragen

Ist der Raspberry Pi jetzt überflüssig?
Nein. Beim Stromverbrauch, der Größe und dem riesigen Zubehör-Ökosystem bleibt der Pi stark. Für sparsame Dauerläufer mit ein, zwei Diensten ist er weiter erste Wahl. Nur der frühere Preisvorteil gegenüber Mini-PCs ist geschrumpft.
Warum sind die Preise 2026 so gestiegen?
Der Hauptgrund ist die DRAM-Krise: Arbeitsspeicher ist stark teurer geworden. Da der Pi seinen RAM fest verlötet hat, schlägt das voll auf den Endpreis durch — besonders bei den großen 16-GB-Varianten.
Wann lohnt sich ein Mini-PC mehr als ein Pi?
Sobald du mehrere Container, virtuelle Maschinen oder einen kleinen Proxmox-Knoten fahren willst. Ein Intel-N100- oder Ryzen-Mini-PC bietet dann fürs gleiche Geld deutlich mehr Rechenleistung — auf Kosten eines etwas höheren Stromverbrauchs.
Gibt es eine noch günstigere Alternative?
Ja: vorhandene Hardware. Ein ausgemusterter Office-PC oder alter Laptop ist oft leistungsfähiger als ein neuer Pi und kostet nichts. Für den Einstieg ins Homelab ist Wiederverwenden 2026 fast immer die wirtschaftlichste Wahl.

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