UGOS schiebt JETZT die Cloud nativ rein
Am 16. Mai 2026 hat UGREEN für seine NAS-Reihe (DXP2800, DXP4800, DXP6800, iDX-Linie) das Update UGOS 1.15.12 freigegeben. Im Mittelpunkt: native Cloud-Integration, Dropbox-Sync und Offline-Video-Playback.
Klingt nach Synology-Kopie? Ja, aber das ist genau der Punkt. UGREEN hat sich vorgenommen, das Synology-DSM-Ökosystem in eigenen Worten nachzubilden — und mit jedem Update kommt ein neues Feature, das den Abstand schrumpfen lässt.
SO neu ist das Cloud-Storage-Alias
Das Alias-Konzept funktioniert wie ein virtueller Mount für entfernte Buckets. Du legst in der UGOS-Console einen Alias für deinen S3-Bucket, Backblaze B2 oder OneDrive an — der erscheint dann wie ein lokaler Ordner. File-Manager, Media-Player und Backup-Jobs sprechen den Alias an, ohne dass du etwas anpassen musst.
Konkrete Use-Cases:
- Backblaze B2 als Cold-Storage: Archiv-Ordner zeigt direkt auf den B2-Bucket, Photos aus 2018 liegen im Cloud-Speicher, sind aber im UGREEN-File-Manager sichtbar
- OneDrive-Bridging: Office-Dokumente im OneDrive-Ordner, lokaler NAS macht Backup-Sync
- Dropbox-Migration: alter Dropbox-Ordner als Alias, gleichzeitig lokaler Spiegel
Latenz ist klar — Cloud-Aliase sind nicht so schnell wie lokales NVMe. Aber für „Selten gebrauchte Dateien direkt sichtbar“-Szenarien ist das praktisch.
OFFLINE VIDEO PLAYBACK — gegen Synology-Photos punkten
Der zweite grosse Bug-Fix: Offline-Video-Wiedergabe. Du kannst Videos auf der Mobile-App vorab in lokalem Cache puffern und sie offline im Zug abspielen. Was bei Synology Photos seit Jahren funktioniert, bekommt UGREEN jetzt nach.
Die Cache-Steuerung sitzt in der Mobile-App: Album auswählen, „Offline verfügbar“ antippen, App lädt Videos im Hintergrund herunter. Auflösungs-Stufen sind einstellbar — wer Speicher auf dem Handy sparen will, lässt die 720p-Variante runter.
UND noch mehr Kleinigkeiten
- Favoriten: Fotos und Videos mit Stern markieren — saubere Smart-Album-Logik
- PC-Client: direkter Cloud-Resource-Playback ohne Vorab-Download
- Mobile-Client: Cloud-Resourcen direkt streamen, statt erst zu kopieren
- HDD-Enclosure-Integration: externe USB-Gehäuse erscheinen jetzt als gemanagte Volumes
- Bekannte Bugs gefixt: div. WebUI-Hänger und SMB-Disconnect-Themen aus 1.15.10
SO updatest du sauber
UGOS bietet das Update über die System-Settings → System Update an. Bei aktivierter Auto-Update ist es vermutlich schon durchgelaufen. Manuell: Settings → System Update → Check for Updates → 1.15.12 wählen → Reboot.
Wichtig: Vor dem Update einen vollständigen Snapshot der wichtigsten Shares ziehen. UGOS-Updates waren in der Vergangenheit selten problematisch, aber bei einer Major-Feature-Welle wie Cloud-Aliasing kann auf älteren NAS-Modellen mal ein Service-Restart hängen.
WAS UGREEN als nächstes plant
Die UGOS-Roadmap für Q2/Q3 2026 spricht von:
- Container Manager 2.0 mit Compose-V2-Default und besserer GPU-Pass-Through
- Photo AI für Gesichts-Erkennung lokal (ohne Cloud)
- AD/LDAP-Integration für Enterprise-Setups
- SSO über OIDC — Login via Authentik, Keycloak, Pocket-ID
Wer NAS-Markt im DACH-Raum beobachtet: UGREEN holt schneller auf, als die meisten erwartet haben. Synology bleibt vorne, aber der Abstand schrumpft.
Häufige Fragen
Welche UGREEN-NAS-Modelle bekommen 1.15.12?
Funktioniert Cloud-Alias mit selbst-gehostetem S3 (MinIO, Garage)?
Wie steht UGREEN gegenüber Synology beim Stromverbrauch?
Quellen: UGREEN NAS Update-Plan · UGREEN NAS EU Downloads · Marius Hosting zu UGOS