MariaDB 11.4.11 ist als Stable-Release am 18. Mai 2026 erschienen. Das Update bringt einen Schub an Bugfixes für InnoDB, Galera-Replication und die JSON-Funktionen. Für jeden Galera-Cluster-Betreiber lohnt sich das Update.
WAS IM PAKET STECKT: InnoDB-Korrekturen im Zentrum
Die InnoDB-Storage-Engine bekommt mehrere Korrekturen rund um Tablespace-Handling, Recovery-Pfade und Statistikberechnung. In Galera-Clustern wurden Edge-Cases beim SST (State Snapshot Transfer) und IST entschärft, die in seltenen Konstellationen zu inkonsistenten Replikaten führen konnten.
JSON-FIXES: Saubere Ergebnisse statt NULL-Salat
Mehrere JSON-Funktionen haben in bestimmten Konstellationen falsche Ergebnisse geliefert — etwa bei verschachtelten Arrays. 11.4.11 räumt das auf. Für API-Backends, die JSON direkt in MariaDB ablegen, ein wichtiger Patch.
WAS DAS UPDATE NICHT BRINGT: Keine neuen Features
11.4 ist die LTS-Schiene — neue Features wandern in 12.x. Wer auf neue Capabilities wartet, sollte sich MariaDB 12.3 anschauen (frisch zur LTS gekürt). 11.4 bleibt bis 2029 unterstützt — viel Zeit für planvolle Migration.
WIE DU SAUBER UPDATEST: Galera rollend, Backup zuerst
Bei Galera-Clustern: rolling update Node für Node. Vorher mysqldump --single-transaction oder ein Filesystem-Snapshot. Nach dem Update auf jedem Knoten mariadb_upgrade laufen lassen und die Logs auf Auffälligkeiten prüfen.
EXTRA-TIPP: Bei Docker-Setups auf das Image-Tag achten
Im offiziellen Docker-Image hängt es vom Tag ab, wann 11.4.11 ankommt — mariadb:11.4 rollt automatisch, mariadb:11.4.10 bleibt pinned. Für Reproduzierbarkeit sollte man Versionen pinnen, fürs Patchen explizit auf 11.4.11 hochziehen.
Häufige Fragen
Welche Versionen sind betroffen?
Lohnt sich das Update sofort oder kann ich warten?
Bricht das Update meine bestehende Konfiguration?
Wie führe ich das Update durch?
mariadb_upgrade ausführen, das prüft Tabellenstruktur und passt System-Tabellen an.