Linus Torvalds hat den dritten Release Candidate von Linux 7.1 veröffentlicht. Auffällig: Rund ein Drittel aller Patches betrifft das Networking-Subsystem — viel Detailarbeit, die für Server-Workloads zählt. Dazu kommt ein konkretes Hardware-Upgrade von Intel.
WAS DRIN IST: Networking-Schwerpunkt
Mit rund 33 % aller rc3-Patches im net/-Verzeichnis ist das Networking-Subsystem klar dominant. Das ist gut für alle, die Linux als Router, Firewall, Reverse-Proxy oder Container-Host fahren — viele Fixes betreffen Edge-Cases im TCP-Stack, Performance-Tuning und Treiberkorrekturen.
INTEL DIAMOND RAPIDS: Auto Counter Reload aktiviert
Intel schaltet mit 7.1 den Auto Counter Reload (ACR) für die kommenden Xeon Diamond Rapids-Plattformen frei. ACR hilft Performance-Monitoring-Counters, sich automatisch nachzuladen — wichtig für saubere Telemetrie in HPC-Workloads und Observability-Stacks wie eBPF oder Perf.
DER REST: Bugfixes, Regressionen, Security
Wie üblich in der rc-Phase: viel Stabilisierungs-Arbeit. Bug- und Regression-Fixes, dazu einige Security-Patches. Spektakuläre neue Features sind nicht drin — das war 7.0 im April. 7.1 wird ein Polish-Release.
ZEITPLAN: Stable im Juni 2026
Wenn keine schweren Bugs auftauchen, kommt Linux 7.1 stable Mitte Juni 2026. Distros wie Fedora 45 (Herbst), Ubuntu 26.10 oder Debian Testing werden den neuen Kernel kurz darauf integrieren.
EXTRA-TIPP: rc-Kernel niemals auf Prod
Klar, aber muss gesagt sein: RC-Kernel gehören auf Test-Hardware, in VMs oder Container — nicht auf den Produktiv-Server. Wer Netzwerk-Hotpath testet, ist über jedes Feedback an LKML froh — der Kernel-Stable lebt vom Test in der RC-Phase.