UpCloud zieht heute den Vorhang zurück: am 2. Mai 2026 startet der finnische Cloud-Anbieter zwei neue Server-Linien, die die bisherigen Developer-Plans ablösen. Die Starter-Reihe beginnt bei 3 €/Monat und richtet sich an Hobbyisten, Self-Hoster und Dev-/Staging-Umgebungen. Die Premium-Reihe sitzt am anderen Ende der Skala: AMD EPYC, MaxIOPS-Storage, 99,999 %-SLA. Dazwischen das bekannte Standard-Lineup.
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HAMMER 1: Starter ab 3 € – billiger als der Vorgänger
Die neuen Starter-Plans sind im Schnitt rund 25 % günstiger als die bisherigen Developer-Plans und übernehmen deren Rolle. Damit stellt sich UpCloud preislich in die Liga von Hetzner Cloud Standard* und DigitalOcean Basic – mit dem Unterschied, dass die SLA bei 99,99 % bleibt und der berühmte „Zero-Cost Data Transfer“ weiterhin gilt. Für ein einfaches WordPress, einen Mastodon-Account oder einen Vaultwarden-Server ist 3 € im Monat eine sehr scharfe Marke.
HAMMER 2: Premium mit AMD EPYC und 99,999 %-SLA
Premium ist die andere Seite der Medaille. UpCloud kombiniert dort die hauseigene MaxIOPS-Storage-Schicht (NVMe mit Replikation) mit AMD-EPYC-Cores und gibt die fünfte Neun in der Verfügbarkeit – das sind statistisch gut 5 Minuten Downtime pro Jahr. Das ist ein Marketing-Versprechen, klar – aber die Vorgängergeneration hat in unabhängigen Benchmarks schon im obersten Drittel mitgespielt.
SCHOCK: Was das für den Markt bedeutet
Im April 2026 hat Hetzner die Preise quer durch das Portfolio um bis zu 35 % angehoben – getrieben vom globalen RAM-Engpass durch die KI-Hardware-Welle. UpCloud setzt dagegen die Einstiegsmarke nach unten. Das wird Druck machen, vor allem bei kleinen VPS-Käufern und Bildungseinrichtungen, die jetzt sehr genau auf den €/GB-RAM und €/CPU-Core schauen.
EXTRA-TIPP: So ziehst du sauber um
Wenn du heute auf einem Developer-Plan sitzt, prüf zuerst, ob der Starter-Plan bei deiner Kombi (RAM, Storage, Bandbreite) wirklich günstiger ist – die Tarif-Kurve verschiebt sich, Storage-lastige Workloads können teurer werden. Image und Snapshots lassen sich in der gleichen Zone in wenigen Minuten kopieren; bei einem Wechsel auf Premium würde ich vorher 24 Stunden mit synthetischen IO-Tests messen, ob die fünfte Neun deinem Workload überhaupt etwas bringt.
FAZIT: Frischer Wind im EU-Cloud-Segment
UpCloud ist nicht der Größte, aber im EU-Cloud-Segment einer der konsistentesten Anbieter. Die heutige Tarifrunde ist ein klares „Wir sehen den Hetzner-Hebel und wir sehen den AI-Capex-Druck – und wir wollen den Mittelstand nicht verlieren“. Für Self-Hoster und Homelabber, die einen Public-Cloud-Anker brauchen, ist der 3-€-Starter ein neues Pflicht-Angebot zum Vergleich.