#Künstliche Intelligenz · 4 Min. Lesezeit · Tim Rinkel

KI-HAMMER! Google kündigt Gemini 4 Carbon an — das stärkste Modell, das du noch nicht benutzen darfst

KI-HAMMER! Google kündigt Gemini 4 Carbon an — das stärkste Modell, das du noch nicht benutzen darfst

Zwei Wochen nach Gemini 4 Argon legt Google nach: Gemini 4 Carbon ist angekündigt. Laut Ars Technica ist es nicht das lang erwartete Flash-Pendant, sondern eine Verbesserung von Argon. Und wie bei Argon gilt: Google hält das Modell erst einmal zurück.

WAS GOOGLE VERSPRICHT

Google nennt einen „signifikanten Sprung“ bei Programmieren, agentischen Aufgaben und wissenschaftlicher Analyse. Besonders betont wird die IT-Sicherheit:

  • Deutliche Fortschritte beim Finden, Prüfen und Beheben von Schwachstellen.
  • Doppelt so oft Code ohne Sicherheitslücken wie Argon.
  • Laut dem Chrome-Team zehnmal bessere Patches als Modelle anderer Anbieter.
  • Plus 89 Punkte bei der WebDev Arena, jetzt Platz vier der Bestenliste.

DIE BENCHMARKS: KNAPP VORN

Google zeigt Zahlen, nach denen Carbon an der Spitze liegt. Es schlägt Argon in jedem veröffentlichten Test, aber mit schmalen Abständen. Auch gegen GPT-6 Astra, Claude Opus 5.5 und Claude Fable 5.1 liegt Carbon in fast jedem Test vorn. Ars Technica merkt an: Alle Spitzenmodelle landen in diesen Tests in derselben Nachbarschaft, der Vorsprung beträgt nur wenige Punkte. Ob Carbon wirklich ein neues Modell ist oder ein verbessertes Argon nach dem Training, bleibt offen.

PROMPT-INJECTION: NULL PROZENT

Im Grey-Swan-Test widerstand Carbon laut Google jedem Prompt-Injection-Angriff. Das ergibt 0 Prozent Erfolgsquote für Angreifer. Zum Vergleich nennt Google Argon mit 0,7 Prozent, Claude Opus 5.5 mit 1 Prozent und GPT-6 Astra mit 8,5 Prozent. Das sind Herstellerangaben aus einem einzelnen Test.

WARUM DU ES NICHT SOFORT NUTZEN KANNST

Google begründet die Zurückhaltung mit den Fähigkeiten bei Coding und Cybersecurity. Das Modell brauche einen „deliberativen Ansatz“. Google arbeitet dafür im freiwilligen Testrahmen der US-Regierung. Danach soll Carbon über das Fairwinds-Programm für Cyberverteidigung ausgerollt werden. Einen Termin für die breite Freigabe nennt Google nicht. Bei Argon dauerte es etwa zwei Wochen.

WAS ES KOSTEN SOLL

Wahrscheinlich kommt Carbon zuerst für AI-Ultra-Abonnenten und Entwickler über die Gemini-API. Wie bei Argon gibt es zunächst einen Einführungspreis von 2 Dollar pro Million Eingabe-Token und 10 Dollar pro Million Ausgabe-Token. Nach der Einführungsphase verdoppelt sich der Preis. Argons Rabatt gilt bis Ende November. Für Carbon nennt Google kein Enddatum und wollte auf Nachfrage keines nennen.

WAS DAS FÜR DICH BEDEUTET

  • Nichts überstürzen: Es gibt noch keinen Zugang, plane noch nicht um.
  • Eigene Tests: Ein Vorsprung von wenigen Punkten sagt wenig über deine Aufgaben. Teste mit echten Fällen.
  • Kosten: Rechne mit dem doppelten Preis nach der Einführungsphase.
  • Sicherheit: Prompt-Injection bleibt ein Risiko, auch wenn ein Test 0 Prozent zeigt.

FAZIT: Rennen ohne Zielband

Die Spitzenmodelle rücken eng zusammen, und Freigaben werden vorsichtiger. Für Anwender zählt weniger der Benchmark als die Verfügbarkeit, der Preis und die eigene Aufgabe. Sobald Google das Modell öffnet, lohnt sich ein eigener Vergleich.

Häufige Fragen

Was ist Gemini 4 Carbon?
Gemini 4 Carbon ist Googles neues Spitzenmodell, angekündigt zwei Wochen nach Gemini 4 Argon. Laut Ars Technica ist es kein Flash-Modell, sondern eine Verbesserung von Argon mit Fokus auf Coding, agentische Aufgaben, wissenschaftliche Analyse und Cybersecurity. Ob es technisch ein komplett neues Modell ist, geht aus den Angaben nicht hervor.
Kann ich Gemini 4 Carbon schon nutzen?
Nein, noch nicht. Google rollt das Modell gestaffelt aus und will es zunächst über das Fairwinds-Programm für Cyberverteidigung bereitstellen, nachdem die Tests im freiwilligen US-Rahmen abgeschlossen sind. Einen Termin für die breite Freigabe nennt Google nicht. Bei Argon vergingen etwa zwei Wochen bis zur Verfügbarkeit.
Was soll Gemini 4 Carbon kosten?
Google bietet vorübergehend einen Einführungspreis von 2 Dollar pro Million Eingabe-Token und 10 Dollar pro Million Ausgabe-Token. Nach Ablauf verdoppelt sich der Preis. Für Argon gilt der Rabatt bis Ende November. Ein Enddatum für Carbon hat Google nicht genannt, auch nicht auf Nachfrage von Ars Technica.
Wie belastbar sind die Benchmark-Zahlen?
Es sind Herstellerangaben. Carbon liegt laut Google in fast allen Tests vor GPT-6 Astra, Claude Opus 5.5 und Claude Fable 5.1, aber nur um wenige Punkte. Ars Technica weist darauf hin, dass alle Spitzenmodelle in diesen Tests ähnlich abschneiden. Unabhängige Messungen stehen noch aus.

Quellen

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