#Hardware · 4 Min. Lesezeit · Tim Rinkel

BASTLER-GERÜCHT! Raspberry Pi Zero 3 W und Pi 4 Model A tauchen in Kernel-Dateien auf — das ist bisher bekannt

BASTLER-GERÜCHT! Raspberry Pi Zero 3 W und Pi 4 Model A tauchen in Kernel-Dateien auf — das ist bisher bekannt

Neue Raspberry Pis könnten unterwegs sein. In Linux-Kernel-Patches haben Beobachter Hinweise auf den Raspberry Pi Zero 3 W und das Raspberry Pi 4 Model A entdeckt. heise online beruft sich auf Device-Tree-Dateien (dts) und eine Zusammenfassung auf bret.dk. Auch Phoronix meldete das Auftauchen in den Patches.

Wichtig: Das ist keine Ankündigung. Die Raspberry Pi Foundation hat sich laut den Berichten nicht geäußert.

RASPBERRY PI ZERO 3 W

Der Zero 3 W wäre der wahrscheinliche Nachfolger des Zero 2 W von 2021. Laut Heise nutzen beide neuen Modelle offenbar den Broadcom BCM2711 oder eine Variante. Der Chip hat vier Cortex-A72-Kerne und debütierte 2019 im Pi 4 Model B.

Zum Vergleich: Der Zero 2 W setzt auf einen Kombichip (RP3A0) aus einem BCM2837-basierten SoC mit vier Cortex-A53-Kernen und 512 MB LPDDR2-RAM. Ob der Zero 3 W ein ähnliches Gehäuse mit LPDDR4-Speicher bekommt, ist offen. Ebenso unklar: Die Dateien verraten nicht, ob statt des veralteten Micro-USB-Anschlusses USB-C kommt.

RASPBERRY PI 4 MODEL A

Das Pi 4 Model A wäre wohl eine abgespeckte Version des Pi 4 Model B mit weniger Anschlüssen und kleinerer Platine. Das würde die Fertigung verbilligen. Laut den dts-Dateien hätte es:

  • einen HDMI-Port statt zwei,
  • kein Ethernet,
  • keine analoge Audio-Buchse.

WAS NOCH FEHLT

  • Erscheinungstermin
  • RAM-Ausstattung
  • Preis

Gerade beim Preis ist die Lage heikel. Der Zero 2 W kam 2021 für etwa 16 Euro, ist laut Heise aber heute schwer zu bekommen. Das günstigste Pi 4 Model B mit 1 GB kostet rund 40 Euro, Versionen mit 2, 4 oder 8 GB etwa 80 bis 165 Euro. Heise führt steigende Raspberry-Pi-Preise auf hohe RAM-Kosten zurück.

WAS DAS FÜR DEIN HOMELAB HEISSEN KÖNNTE

Das ist Spekulation, aber naheliegend:

  • Ein Zero 3 W mit A72-Kernen wäre deutlich schneller als der Zero 2 W. Das würde kleine Dienste wie Pi-hole, DNS-Filter oder Sensor-Gateways entspannen.
  • Ein Pi 4 Model A ohne Ethernet taugt eher für Displays, Media-Player oder Kioske als für Netzwerkdienste.
  • Alles hängt am Preis. Bei knappem RAM könnte er höher liegen, als du hoffst.

Eigene Messwerte gibt es nicht, die Bewertung bleibt daher offen, bis echte Geräte vorliegen.

WIE BELASTBAR SIND DIE HINWEISE?

Device-Tree-Dateien im Kernel sind meist ein ernstzunehmendes Zeichen, dass Hardware in Arbeit ist. Sie sagen aber nichts über Marktstart, Ausstattung oder Preis. Ob und wann diese kommen, weiß nur die Foundation.

FAZIT: Vorfreude mit Vorbehalt

Zwei neue Pi-Varianten wären eine gute Nachricht für alle, die kleine, sparsame Boards suchen. Kaufen kannst du nichts, planen solltest du noch nichts. Wir melden uns, sobald die Foundation offiziell wird.

Häufige Fragen

Sind der Raspberry Pi Zero 3 W und das Pi 4 Model A offiziell angekündigt?
Nein. Die Modelle tauchen in Device-Tree-Dateien von Linux-Kernel-Patches auf, auf die heise online und Phoronix verweisen. Eine offizielle Ankündigung der Raspberry Pi Foundation gibt es laut den Berichten nicht. Erscheinungstermin, RAM-Ausstattung und Preis sind deshalb ebenfalls unbekannt.
Welchen Chip sollen die neuen Modelle nutzen?
Laut Heise offenbar den Broadcom BCM2711 oder eine Variante davon. Der Chip hat vier Cortex-A72-Kerne und debütierte 2019 im Raspberry Pi 4 Model B. Der Zero 2 W nutzt dagegen einen Kombichip mit BCM2837-basiertem SoC und vier Cortex-A53-Kernen sowie 512 MB LPDDR2-RAM.
Was unterscheidet das Pi 4 Model A vom Model B?
Den dts-Dateien zufolge hätte das Model A einen HDMI-Port statt zwei, kein Ethernet und keine analoge Audio-Buchse. Die Platine wäre vermutlich kleiner und günstiger zu fertigen. Für klassische Netzwerkdienste wäre das Model A damit weniger geeignet, für Displays und Media-Anwendungen dagegen interessant.
Was kosten Raspberry Pis aktuell?
Laut Heise kostet das günstigste Pi 4 Model B mit 1 GB etwa 40 Euro, Versionen mit 2, 4 oder 8 GB etwa 80 bis 165 Euro. Der Zero 2 W kam 2021 für rund 16 Euro und ist schwer erhältlich. Heise führt die steigenden Preise auf hohe RAM-Kosten zurück.

Quellen

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