Frisches Futter für deinen Server: Das Debian-Projekt hat am Samstag Debian 13.6 veröffentlicht — das sechste Punkt-Update der stabilen Version „Trixie“. Im Gepäck: 120 Sicherheitskorrekturen und 124 Stabilitäts-Updates, quer durch die Distribution.
Das eigentliche Highlight: Secure Boot wird gerettet
Der wichtigste Punkt versteckt sich im Kleingedruckten: Die UEFI-Secure-Boot-Zertifizierungsstelle von 2013 — auf den meisten PCs ab Werk installiert und zum Signieren von Bootloadern genutzt — ist abgelaufen. Bliebe das unbehandelt, könnten künftige Updates des signierten Shim-Bootloaders dazu führen, dass Systeme mit aktiviertem Secure Boot nicht mehr starten.
Debian 13.6 löst das elegant: Das Update bringt fwupd 2.0.20 mit, das die Secure-Boot-CA, den Key-Exchange-Key (KEK) und die Sperrliste (DBX) direkt aus dem laufenden System aktualisieren kann. Ein Firmware-Gefrickel im BIOS-Menü bleibt dir damit erspart.
Was noch drinsteckt
Die Sicherheitsupdates betreffen unter anderem den Linux-Kernel, Nginx, Redis, FFmpeg, Thunderbird, Chromium und PHP — also ziemlich genau den Werkzeugkasten, der auf Homelab-Servern und Webhosts täglich läuft. Außerdem wurde die zuletzt problematische GeoIP-Datenbank zurückgerollt. Wie immer gilt: Ein Punkt-Release ist keine neue Debian-Version, sondern aktualisiert nur Pakete — eine Neuinstallation brauchst du nicht.
Abschied von Bookworm: 12.15 ist das Finale
Parallel erschien Debian 12.15 — und das ist ein kleiner Meilenstein: Es ist das letzte reguläre Punkt-Release für „Bookworm“. Die Version wandert damit endgültig in die Obhut des LTS-Teams, das nur noch Sicherheitsupdates liefert. Wer noch produktive Bookworm-Systeme betreibt, sollte die Migration auf Trixie jetzt ernsthaft einplanen — der Umstieg per apt ist bei Debian traditionell gut dokumentiert und erprobt.
So updatest du richtig
Für bestehende Systeme reicht das bewährte Duo: sudo apt update gefolgt von sudo apt full-upgrade — danach einmal neu starten, fertig. Prüfe anschließend mit cat /etc/debian_version, ob dein System auf 13.6 steht. Auf Proxmox-Hosts (die auf Debian aufsetzen) kommen die Pakete wie gewohnt über die Proxmox-eigenen Repositories.