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Vor drei Tagen war es hier noch die gute Nachricht: Das optionale Update KB5120998 lässt die Taskleiste in Windows 11 endlich wieder an jeden Bildschirmrand wandern. 35 Änderungen, viele davon Wünsche aus der Nutzerschaft. Jetzt kommt die Rechnung — und sie ist ärgerlicher, als sie klingt.
WAS SCHIEFGEHT
Microsoft hat bestätigt: Nach der Installation von KB5120998 werden auf betroffenen Systemen die Mauseinstellungen zurückgesetzt oder verändert. Berichte beschreiben vor allem zwei Muster. Erstens werden fein abgestimmte Zeiger für hochauflösende Bildschirme durch größere weiße Standardzeiger ersetzt. Zweitens fallen eigene Zeigeranimationen auf die Voreinstellung zurück.
Betroffen sind Windows 11 in den Versionen 25H2 und 24H2. Zusätzlich gibt es Berichte über schwarz gewordene Hintergrundbilder — bestätigt ist von Microsoft bislang der Punkt mit den Mauseinstellungen.
DER TEIL, DER WIRKLICH NERVT
Ein zurückgesetzter Mauszeiger ist Kosmetik. Man klickt sich einmal durch die Einstellungen und gut. Genau das ist hier das Problem: Es geht nicht. Betroffene berichten, dass sich die vorherigen Einstellungen nach dem Zurücksetzen nicht wiederherstellen lassen.
Für die meisten ist das ein Ärgernis. Für alle, die aus Gründen der Sichtbarkeit einen kontrastreichen oder besonders großen Zeiger eingestellt haben — bei eingeschränkter Sehkraft, bei sehr hoch auflösenden Bildschirmen, bei Arbeit mit mehreren Monitoren —, ist es deutlich mehr als das.
WIE DU DAS UPDATE ÜBERHAUPT BEKOMMST
Kurze Entwarnung: KB5120998 ist ein optionales Vorschau-Update ohne Sicherheitsinhalte. Es landet nicht von allein auf deinem Rechner. Du bekommst es nur, wenn du in Windows Update aktiv auf Herunterladen und installieren klickst — oder wenn du die Option Neueste Updates erhalten, sobald sie verfügbar sind eingeschaltet hast.
Genau diese Option ist der Punkt, den du dir heute anschauen solltest. Sie ist bequem und in Fällen wie diesem der Grund, warum ein Vorschau-Update ungefragt auf einem Arbeitsrechner landet.
SO WIRST DU DAS PROBLEM LOS
Der einzige verlässliche Weg ist derzeit die Deinstallation: Einstellungen → Windows Update → Updateverlauf → Updates deinstallieren. Dort KB5120998 auswählen und entfernen. Anschließend prüfen, ob deine Zeigereinstellungen wieder greifen.
Wer das Update noch nicht hat: einfach warten. Die Verbesserungen an Startmenü, Taskleiste und Suche kommen ohnehin mit dem nächsten regulären Sammelupdate — dann voraussichtlich ohne diesen Nebeneffekt.
EXTRA-TIPP: Ein Abbild kostet zehn Minuten
Der Vorfall ist ein gutes Beispiel für eine simple Regel: Vor optionalen Vorschau-Updates ein Systemabbild ziehen. Nicht, weil Windows-Updates grundsätzlich gefährlich wären — sondern weil eine Rücksetzung im Zweifel Minuten statt eines Abends kostet. Windows bringt dafür eigene Bordmittel mit; wer es bequemer und planbar mag, nimmt ein Werkzeug wie Acronis True Image* und legt einen festen Zeitplan an. Der beste Zeitpunkt für ein Backup ist immer der Moment, bevor du es brauchst.
FAZIT: Vorschau bleibt Vorschau
Optionale Vorschau-Updates sind genau das — eine Vorabversion. Wer sie einspielt, testet mit. Das ist völlig in Ordnung, solange man es bewusst tut und ein Rückweg existiert. Bei KB5120998 ist der Rückweg momentan die Deinstallation.