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Die selbst gehostete Foto-Cloud macht den nächsten Schritt: Immich 3.2.0 ist am 31. August 2026 erschienen. Nach der Umstellung auf stabile Veröffentlichungen ist das ein normales Funktionsupdate — und trotzdem eines mit zwei Neuerungen, die den Alltag verändern.
SEARCH V2: Endlich wiederfinden
Das Herzstück ist die überarbeitete Suche, intern Search v2. Wer 60.000 Bilder in einer Sammlung hat, weiß, warum das die wichtigste Funktion überhaupt ist: Ein Fotoarchiv, in dem du nichts wiederfindest, ist ein Datenfriedhof mit hübscher Oberfläche.
Genau an diesem Punkt haben sich viele beim Umzug von Google Fotos schwergetan. Die Suche war da, aber sie fühlte sich zäh an. Der Umbau adressiert das direkt.
GESICHTER ÜBER KONTOGRENZEN HINWEG
Die zweite große Neuerung heißt Cross-User-Clustering — und sie ist genau das, was Familien und Wohngemeinschaften seit Langem vermissen. Bisher lief die Gesichtserkennung sauber getrennt pro Konto. Dieselbe Person wurde in jedem Konto neu erkannt, neu benannt, neu gepflegt.
Künftig lassen sich diese Gruppen kontoübergreifend zusammenführen. Dazu passt die zweite Verbesserung: Du siehst eigene Personen auch in geteilten Inhalten. Wenn dein Partner ein Album teilt, erkennt Immich dort die Personen, die du schon benannt hast.
NEUE WORKFLOW-AKTIONEN
Dazu kommen neue Aktionen für Automatisierungen. Der Grundgedanke: Regeln definieren, die beim Import greifen — sortieren, verschlagworten, in Alben einsortieren. Wer regelmäßig große Mengen einspielt, spart damit die stumpfe Handarbeit hinterher. Plus die übliche Sammlung an Fehlerbehebungen und Aufräumarbeiten.
WORAUF DU VOR DEM UPDATE ACHTEN SOLLTEST
Erstens: der Arbeitsspeicher. Seit Version 3.1 nennt das Projekt 6 GB RAM als Mindestanforderung. Auf einem knapp bemessenen Kleinrechner wird es damit eng — vor allem, wenn maschinelle Aufgaben wie Gesichtserkennung laufen.
Zweitens: der Versions-Tag. Verwende in deiner Compose-Datei :v3 statt :latest. So bekommst du Aktualisierungen innerhalb der Hauptversion, aber keinen unangekündigten Sprung auf einen Nachfolger.
Drittens: das Backup. Vor jedem Update die Datenbank sichern. Die Fotos selbst liegen im Dateisystem, aber Alben, Personen und Verschlagwortung stecken in der Datenbank. Geht die verloren, sind zwar die Bilder da — die ganze Ordnung aber nicht.
EXTRA-TIPP: Ein Backup ist kein zweiter Server
Bei aller Freude über die eigene Cloud: Immich ist ein Foto-Verwalter, keine Sicherungslösung. Wer seine Bibliothek nur auf einem Gerät liegen hat, hat kein Backup, sondern eine einzige Festplatte mit vielen Erinnerungen. Ein Mehrschacht-Gerät wie das UGREEN NASync DXP4800 Plus* nimmt dir zumindest den Ausfall einer einzelnen Platte ab. Für die Kopie außer Haus reicht eine robuste externe SSD wie die Samsung T7 Shield 2 TB*, die du regelmäßig mitnimmst und woanders lagerst.
FAZIT: Das Update, auf das viele gewartet haben
Search v2 und die kontoübergreifende Gesichtserkennung sind keine Randnotizen, sondern genau die zwei Punkte, an denen Immich im Vergleich zu Google Fotos bisher zurücklag. Wer die Systemanforderungen erfüllt und ein Backup hat, sollte das Update einplanen.