ENTERPRISE-HAMMER aus Palo Alto! Broadcom hat VMware Cloud Foundation 9.1 angekündigt — und positioniert das Release deutlich anders als die Vorgänger. Schlagwort: „Production AI”. Heißt frei übersetzt: Wer Modelle in der eigenen DC hostet, soll es jetzt mit VCF tun.
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Gleichzeitig brodelt es im Markt: Gartner prognostiziert, dass VMware in den nächsten zwei Jahren 35 % seiner Workloads verliert. Wir ordnen ein, ob 9.1 die Wende ist — oder nur ein hübscher Bremsklotz.
UNGLAUBLICH: Stack-Verschmelzung statt Modulkasten
VCF ist seit dem Lizenz-Umbau von 2024 die einzige Form, wie Broadcom VMware noch verkauft. Module wie vSphere, vSAN, NSX kommen nur noch im Bundle. Die 9.1er-Welle bringt:
- Optimierter AI-Workload-Pfad für GPU-Cluster und Inference-Pools
- Erweitertes Hardware-Ökosystem — Broadcom öffnet vorsichtig wieder Richtung mehrerer Server-Hersteller
- Neue Sicherheits-Layer mit Workload-Isolation und Confidential-Computing-Optionen
- Kostenargument (Broadcom-Marketing-Sprech): gleiche Hardware, mehr Workloads
Übersetzt: Wenn du sowieso schon VCF-Kunde bist, kriegst du mit 9.1 ein technisch konsistentes Upgrade. Wer aussteigen wollte, findet hier keinen frischen Grund zu bleiben — die Lizenz-Kosten-Erhöhungen von 300 bis 400 Prozent stehen weiter im Raum.
SCHOCK: Der Exit-Markt brodelt
Drei Klartext-Optionen, die 2026 ernsthaft auf den Tisch kommen:
- Proxmox VE 9.1: Open Source, läuft im Heim-Lab wie im Mittelstand, hat Snapshot-Migration, kommt mit Storage- und SDN-Stack — und kostet keine Lizenz.
- Nutanix AHV: Der Eins-zu-eins-Ersatz für klassische VMware-Shops. HCI-Stack, Acropolis-Hypervisor, eigene Storage-Integration.
- Public Cloud / HCI-Hybrid: AWS, Azure, GCP oder Scale Computing. Wer eh schon halb in der Cloud ist, beschleunigt den Schritt jetzt.
Das Pikante: The Register warnt am 12. Mai 2026 öffentlich, dass viele Abwanderer aus Komplexitätsgründen zurück in den Lock-in schwenken. Eine Migration ist nicht trivial — Storage-Layout, Netzwerk-Topologie, Backup-Workflows hängen tief im VMware-Stack.
GEFAHR! Lizenz-Knipps in 12 Monaten
Wer 2024 von perpetual auf Subscription gewechselt ist, hat oft 3-Jahres-Term-Lizenzen. Halt JETZT den Vertragsablauf nach. 6 Monate vor Auslauf willst du wissen, ob du verlängerst — und zu welchem Preis. Das ist die Verhandlungs-Position. Wer im letzten Quartal verhandelt, zahlt unmittelbar mehr.
Für Homelab-Bastler ist die Sache simpler: Proxmox VE 9.1 hat in der jüngsten Welle so viel an Bord, dass eine Migration aus dem freien VMware-ESXi-Camp inzwischen weniger Schmerzen macht als ein Major-Upgrade auf VCF.
EXTRA-TIPP: PoC mit Proxmox vor der Vertragsverlängerung
Wenn du im Mittelstand sitzt: Setz dir parallel zur VCF-9.1-Eval einen Proxmox-PoC auf 3-Node-Cluster. Migrier eine Test-Workload rüber, miss Performance, miss Operations-Aufwand. Bevor Broadcom dir die nächste Lizenz vor die Nase legt. Das gibt dir Verhandlungs-Hebel — und im Zweifel echten Exit-Plan.
FAZIT: 9.1 ist eine saubere Wartung — kein Befreiungsschlag
Broadcom liefert technisch — VCF 9.1 ist konsistent und AI-tauglich. Strategisch ändert es nichts: Lizenz-Druck bleibt, Abwanderung läuft, Alternativen reifen. Wer drin bleibt, plant gut. Wer raus will, plant noch gründlicher.