EILMELDUNG aus dem Lime-Lager
Lime Technology hat am 27. Mai 2026 ohne grosses Trommeln Unraid 7.3.1 als stabiles Maintenance-Release geschoben. Knapp zwei Wochen nach 7.3.0 (12. Mai) räumen die Macher auf, was im ersten grossen Release noch geklemmt hat.
Klingt wie ein Mini-Update, ist aber für jeden NAS-Bauer Pflichtprogramm. Du bekommst gleich mehrere Sicherheits-Patches, neuen Linux-Kernel und endlich wieder einen Update-Hinweis, der nicht im Sand stecken bleibt.
SO WICHTIG sind die Pool-Fixes
In 7.3.0 hat Unraid bei bestimmten ZFS-Pool-Namen die Validierung verbogen — Pools mit Sonderzeichen oder Zahlen am Anfang flogen schlicht raus. Genau das ist jetzt korrigiert. Wer Pools mit Namen wie „archive2026“ oder „data-cold“ betreibt, kann den Patch bedenkenlos einspielen.
Zusätzlich kommt die Version-Check-Logik zurück: 7.3.0 hatte den Update-Notifier zerlegt, weshalb manche Server keine „Neue Version verfügbar“-Meldung mehr gezeigt haben. Das ist genau der Grund, warum DU das Update überhaupt nicht mitbekommen hast.
WAS sonst noch im Patch steckt
- Security: Mehrere Distro-Pakete bekommen frische CVE-Patches — keine konkreten 9er-Lücken, aber wer Internet-exponierte Container fährt, sollte zeitnah einspielen.
- Linux-Kernel: Bugfix-Bump auf die nächste 6.18-Punktversion, plus Treiber-Aktualisierung für aktuelle Realtek- und Intel-NICs.
- Docker: Kleine Fixes für Netzwerk-Container, die nach einem Reboot manchmal nicht sauber starten wollten.
- ZFS: Bleibt auf 2.4.1, aber mit Backport-Fixes für die „Corrupted Files in Pool Status“-Anzeige aus 7.3.0.
- WebGUI: System-Checks zeigen Pool-Status präziser, weniger falsche „Degraded“-Warnungen.
SO updatest du SICHER
Wenn du noch auf 7.2.x bist, mach kein Sprung-Update direkt auf 7.3.1. Geh zuerst über 7.3.0, lass die Pool-Migration laufen, dann erst auf 7.3.1. Lime-Tech weist explizit darauf hin: Plugins wie Community Applications, Unassigned Devices und Dynamix File Manager müssen aktuell sein, sonst hängt der Restart.
Reihenfolge: VMs herunterfahren, Docker-Container stoppen, Settings → Disk Settings → Auto Start: No, dann über Tools → Update OS einspielen. Reboot, kontrollieren ob die Pools sauber wieder eingehängt sind. Erst danach Container und VMs starten.
UNRAID INTERNAL BOOT — kommt JETZT durch
Der Star-Feature aus 7.3.0 — Boot von interner SSD/NVMe statt USB-Stick — bleibt in 7.3.1 stabil. Wer den Schritt noch nicht gewagt hat: jetzt ist der richtige Moment. USB-Sticks waren bei Unraid jahrelang ein Single-Point-of-Failure, das ist endlich Geschichte.
TPM-basierte Lizenzierung läuft ebenfalls weiter — wer den Stick gegen eine NVMe getauscht hat, hat das Setup an die TPM gebunden und ist sauber durch.
FAZIT
Unraid 7.3.1 ist kein optionales Update. Pool-Validation, Update-Notifier und Kernel-Patches gehören auf jeden Homelab-Server, der 7.3 fährt. Wer noch nicht migriert ist, sollte das Wochenende nutzen.
Häufige Fragen
Lohnt sich das Sprung-Update von 7.2.7 auf 7.3.1 direkt?
Bricht das Update meine Docker-Container?
Muss ich was an meiner ZFS-Konfig anpassen?
Was ist mit dem Boot von interner SSD — funktioniert das jetzt sauber?
Quellen: docs.unraid.net 7.3.1 · unraid.net Blog 7.3.0 · forums.unraid.net