#Homelab · 4 Min. Lesezeit · Tim Rinkel

UNRAID-HAMMER! 7.3.1 stopft JETZT Pool-Validation und ZFS-Bugs — DEIN Homelab muss am Wochenende noch updaten

UNRAID-HAMMER! 7.3.1 stopft JETZT Pool-Validation und ZFS-Bugs — DEIN Homelab muss am Wochenende noch updaten

EILMELDUNG aus dem Lime-Lager

Lime Technology hat am 27. Mai 2026 ohne grosses Trommeln Unraid 7.3.1 als stabiles Maintenance-Release geschoben. Knapp zwei Wochen nach 7.3.0 (12. Mai) räumen die Macher auf, was im ersten grossen Release noch geklemmt hat.

Klingt wie ein Mini-Update, ist aber für jeden NAS-Bauer Pflichtprogramm. Du bekommst gleich mehrere Sicherheits-Patches, neuen Linux-Kernel und endlich wieder einen Update-Hinweis, der nicht im Sand stecken bleibt.

SO WICHTIG sind die Pool-Fixes

In 7.3.0 hat Unraid bei bestimmten ZFS-Pool-Namen die Validierung verbogen — Pools mit Sonderzeichen oder Zahlen am Anfang flogen schlicht raus. Genau das ist jetzt korrigiert. Wer Pools mit Namen wie „archive2026“ oder „data-cold“ betreibt, kann den Patch bedenkenlos einspielen.

Zusätzlich kommt die Version-Check-Logik zurück: 7.3.0 hatte den Update-Notifier zerlegt, weshalb manche Server keine „Neue Version verfügbar“-Meldung mehr gezeigt haben. Das ist genau der Grund, warum DU das Update überhaupt nicht mitbekommen hast.

WAS sonst noch im Patch steckt

  • Security: Mehrere Distro-Pakete bekommen frische CVE-Patches — keine konkreten 9er-Lücken, aber wer Internet-exponierte Container fährt, sollte zeitnah einspielen.
  • Linux-Kernel: Bugfix-Bump auf die nächste 6.18-Punktversion, plus Treiber-Aktualisierung für aktuelle Realtek- und Intel-NICs.
  • Docker: Kleine Fixes für Netzwerk-Container, die nach einem Reboot manchmal nicht sauber starten wollten.
  • ZFS: Bleibt auf 2.4.1, aber mit Backport-Fixes für die „Corrupted Files in Pool Status“-Anzeige aus 7.3.0.
  • WebGUI: System-Checks zeigen Pool-Status präziser, weniger falsche „Degraded“-Warnungen.

SO updatest du SICHER

Wenn du noch auf 7.2.x bist, mach kein Sprung-Update direkt auf 7.3.1. Geh zuerst über 7.3.0, lass die Pool-Migration laufen, dann erst auf 7.3.1. Lime-Tech weist explizit darauf hin: Plugins wie Community Applications, Unassigned Devices und Dynamix File Manager müssen aktuell sein, sonst hängt der Restart.

Reihenfolge: VMs herunterfahren, Docker-Container stoppen, Settings → Disk Settings → Auto Start: No, dann über Tools → Update OS einspielen. Reboot, kontrollieren ob die Pools sauber wieder eingehängt sind. Erst danach Container und VMs starten.

UNRAID INTERNAL BOOT — kommt JETZT durch

Der Star-Feature aus 7.3.0 — Boot von interner SSD/NVMe statt USB-Stick — bleibt in 7.3.1 stabil. Wer den Schritt noch nicht gewagt hat: jetzt ist der richtige Moment. USB-Sticks waren bei Unraid jahrelang ein Single-Point-of-Failure, das ist endlich Geschichte.

TPM-basierte Lizenzierung läuft ebenfalls weiter — wer den Stick gegen eine NVMe getauscht hat, hat das Setup an die TPM gebunden und ist sauber durch.

FAZIT

Unraid 7.3.1 ist kein optionales Update. Pool-Validation, Update-Notifier und Kernel-Patches gehören auf jeden Homelab-Server, der 7.3 fährt. Wer noch nicht migriert ist, sollte das Wochenende nutzen.

Häufige Fragen

Lohnt sich das Sprung-Update von 7.2.7 auf 7.3.1 direkt?
Lime-Tech rät davon ab. Geh zuerst auf 7.3.0, lass die ZFS-Pool-Migration komplett durch, prüfe ob deine Pools sauber online sind und installiere danach 7.3.1. Das Risiko bei einem direkten Sprung liegt vor allem in der Pool-Validation: die hat sich zwischen 7.2 und 7.3 deutlich geändert. Plan etwa eine Stunde Downtime ein und mach VOR dem Update einen Snapshot der USB-Konfig (Tools → Backup/Restore Boot).
Bricht das Update meine Docker-Container?
In der Regel nicht. 7.3.1 enthält explizit Bugfixes für Netzwerk-Container, die nach einem Reboot manchmal nicht starteten. Wenn du Custom-Netzwerke (br0, ipvlan) nutzt, kontrolliere nach dem Update einmal die Container-Logs. Die offizielle Empfehlung: Plugins wie Community Applications und Unassigned Devices vorher aktualisieren, dann läuft der Container-Start sauber durch.
Muss ich was an meiner ZFS-Konfig anpassen?
Nein, an der Konfig nicht. 7.3.1 bringt Backport-Fixes für die ZFS-Status-Anzeige und korrekte Pool-Validation. Wenn du Pools mit Sonderzeichen oder Zahlen im Namen hattest und in 7.3.0 Probleme sahst, sollten die jetzt verschwunden sein. ZFS bleibt auf 2.4.1.
Was ist mit dem Boot von interner SSD — funktioniert das jetzt sauber?
Ja. 7.3.1 ändert daran nichts, aber das Feature aus 7.3.0 läuft stabil weiter. Wenn du noch USB nutzt, kannst du jetzt umziehen: Settings → Boot Manager → Internal Boot. Die TPM-Bindung sorgt dafür, dass deine Lizenz an die neue Hardware geht. Ein USB-Backup behältst du trotzdem.

Quellen: docs.unraid.net 7.3.1 · unraid.net Blog 7.3.0 · forums.unraid.net

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