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HOBBY-HAMMER für alle Pi-Bastler: Die Raspberry Pi Foundation hat am 6. Mai 2026 drei spürbare Verbesserungen für Raspberry Pi Connect ausgerollt. Das ist Pis hauseigenes Remote-Zugriffs-Tool — und es wird jetzt deutlich erwachsener.
UNGLAUBLICH: Drei Verbesserungen auf einmal
Connect war beim Launch 2024 ein Tunnel-Service, mit dem du deinen Pi ohne Public-IP und ohne VPN von überall erreichen konntest. Schicke Idee, aber im Alltag manchmal ruckelig. Mit dem Mai-Update kommen die folgenden drei Brocken:
- Wiederherstellbare Sessions: Reißt die Verbindung zum Pi ab, kommt der Browser nach Reconnect genau dort weiter, wo du warst — inklusive offener Terminal-Sessions. Kein Re-Login, kein Re-Open. Mosh lässt grüßen.
- Geräte-Gruppen: In der Web-Console kannst du mehrere Pis zu Groups bündeln und mit einem Klick auf alle gleichzeitig zugreifen. Für Klassenraum-Setups oder Pi-Cluster im Homelab perfekt.
- Schnellerer Tunnel-Aufbau: Die Connect-Backend-Architektur wurde umgebaut, neue Sessions starten jetzt durchschnittlich 1,3 Sekunden statt 4,8 Sekunden. Macht den Daily Use deutlich weniger nervig.
SO holst du dir das Update
Wer Pi OS aktuell hält, bekommt das Update über die regulären Repos:
sudo apt update
sudo apt full-upgrade
sudo rpi-connect status
Der rpi-connect-Daemon zeigt nach dem Update eine Version 0.6 oder neuer. Reboot ist nicht zwingend nötig, ein systemctl-Restart genügt.
Wer noch keinen Pi der neuen Generation hat: Ein Raspberry Pi 5* mit 8 GB RAM und PCIe-Slot ist die zukunftssichere Wahl, der bewährte Raspberry Pi 4 Model B 8GB* reicht für Connect-Spielereien aber locker — beide laufen mit Pi OS Bookworm und sind sofort Connect-ready.
EXTRA-TIPP: Was Connect kann — und was nicht
- Webshell + VNC: Direkt aus dem Browser auf den Pi zugreifen, ohne SSH-Setup.
- File-Transfer: Drag&Drop auf der Konsole — Dateien wandern verschlüsselt durch den Tunnel.
- Multi-User: Auf einem Pi mehrere Benutzer parallel arbeiten lassen, Sessions sind isoliert.
- NICHT für Massen-Streaming oder Game-Server gedacht — der Tunnel hat ein Fair-Use-Limit pro Pi.
- NICHT ein VPN-Ersatz — Connect ist Punkt-zu-Punkt und reicht keine LAN-Routen weiter.
EXTRA-TIPP: Alternativen, falls Connect zu eng wird
- Tailscale: Volles Mesh-VPN mit Subnet-Routing, mehr Bandbreite, Headscale als Self-Hosted-Option. Siehe unseren Tailscale-Artikel.
- Cloudflare Tunnel: Für reines Webseiten-Hosting auf dem Pi unschlagbar — kostenloser Plan, keine Public-IP nötig.
- WireGuard pur: Wenn du beide Endpunkte selbst betreibst und maximale Performance willst.
FAZIT: Connect wird produktiv-tauglich
Mit dem Mai-Update verlässt Raspberry Pi Connect endgültig die Spielzeug-Ecke. Wer seinen Pi als Home-Server oder Klassenraum-Setup betreibt, hat jetzt ein Werkzeug, das mit kommerziellen Lösungen wie AnyDesk oder TeamViewer mithalten kann — kostenlos, ohne Account-Wirrwarr und mit klarem Bezug zur Hardware.
Häufige Fragen
Kostet Raspberry Pi Connect Geld?
Welche Pi-Modelle werden unterstützt?
Wie sicher ist der Tunnel?
Kann ich Connect headless einrichten?
Quellen: aktuelle Berichterstattung von Anbietern, Security-Researcher, Branchen-Magazinen und Fachpresse vom Mai 2026. Stand: 11. Mai 2026.