#Hardware · 4 Min. Lesezeit · Tim Rinkel

RAM-SCHOCK! Speicher kostet jetzt das VIERFACHE — und ein Ende kommt erst 2028

RAM-SCHOCK! Speicher kostet jetzt das VIERFACHE — und ein Ende kommt erst 2028

Wer in den letzten Monaten den Preis für einen RAM-Riegel oder eine SSD gecheckt hat, dürfte sich verschluckt haben. Die Zahlen sind heftig: DRAM-Vertragspreise haben sich in neun Monaten vervierfacht, NAND-Flash zieht um 70 bis 90 Prozent pro Quartal an. Wir erklären dir, was dahintersteckt — und wann es wieder besser wird.

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Wie schlimm ist es wirklich?

Richtig schlimm. Allein im ersten Quartal 2026 sind die Preise für Consumer-RAM um bis zu 110 Prozent gestiegen, SSDs sogar um rund 147 Prozent. Über mehrere Quartale summieren sich die Aufschläge: Bei DRAM ist von einer Vervierfachung bis Vervierfeinhalbfachung in neun Monaten die Rede, je nach Produktkategorie. Ein 32-GB-Kit, das gestern noch ein Schnäppchen war, kostet heute spürbar mehr.

Warum passiert das?

Ein Wort: KI. Der Ausbau der KI-Infrastruktur frisst Speicher in nie gesehenem Tempo. Die Hersteller schichten ihre Produktion auf das um, was die Rechenzentren brauchen — High-Bandwidth-Memory (HBM) und hochkapazitive DDR5-Module. Das Ergebnis: Für ganz normale Speicherriegel, wie du sie in PC oder NAS steckst, bleibt weniger Fertigungskapazität übrig. Weniger Angebot, gleiche oder höhere Nachfrage — die Preise explodieren.

Das trifft nicht nur Bastler

Selbst die Großen ächzen. Der Finanzchef von HP hat öffentlich gemacht, dass Speicher und Storage von 15 bis 18 Prozent auf rund 35 Prozent der Materialkosten eines PCs gestiegen sind. Wenn ein Weltkonzern mit seinen Einkaufsvolumen so etwas spürt, kannst du dir vorstellen, wie es kleine Hoster und Homelabber trifft. Genau deshalb erhöhen gerade reihenweise Anbieter ihre Preise.

Wann wird es wieder billiger?

Das ist die unbequeme Nachricht: So schnell nicht. Analysten rechnen frühestens 2028 mit echter Entspannung. Neue Fertigungskapazitäten brauchen Jahre, bis sie ans Netz gehen — und solange die KI-Nachfrage so hoch bleibt, bleibt der Speicher knapp. Wer auf den großen Preissturz wartet, wartet vermutlich lange.

Was heißt das für deinen nächsten Kauf?

Bleib pragmatisch. Kauf, was du wirklich brauchst — nicht auf Vorrat, aber auch nicht ewig aufschieben, wenn ein Projekt ansteht. Wer jetzt ein Homelab oder einen Arbeitsrechner aufrüstet, vergleicht am besten tagesaktuell die Preise, denn sie schwanken stark. Ein solides DDR5-Kit wie das Crucial Pro DDR5 32GB* ist eine vernünftige Basis. Und wer Speicher auslagern will, fährt mit einer robusten externen SSD wie der Samsung Portable SSD T7 Shield* flexibler, als gleich die teure interne Bestückung aufzustocken.

Unterm Strich: Die Speicher-Krise ist real, sie ist KI-getrieben, und sie bleibt uns noch eine Weile erhalten. Mit einem kühlen Kopf und gezielten Käufen kommst du am besten durch.

Häufige Fragen

Warum sind RAM und SSD 2026 so teuer geworden?
Weil KI-Rechenzentren die Speicher-Produktion aufsaugen. Hersteller priorisieren High-Bandwidth-Memory und hochkapazitive DDR5-Module für KI-Server, sodass für normale Consumer-Module weniger Fertigung übrig bleibt. Das Ergebnis sind drastische Preissprünge bei DRAM und NAND-Flash.
Um wie viel sind die Preise gestiegen?
Im ersten Quartal 2026 stieg Consumer-RAM um bis zu 110 Prozent, SSDs um rund 147 Prozent. Über neun Monate haben sich DRAM-Vertragspreise je nach Kategorie etwa vervierfacht, NAND legt um 70 bis 90 Prozent pro Quartal zu.
Soll ich jetzt kaufen oder warten?
Warten lohnt sich kaum, denn Analysten erwarten erst ab 2028 echte Entspannung. Kauf gezielt das, was du für ein konkretes Projekt brauchst, und vergleiche tagesaktuell die Preise — sie schwanken derzeit stark.
Betrifft das auch fertige PCs und NAS?
Ja. Speicher macht inzwischen einen viel größeren Anteil der Gerätekosten aus — bei HP rund 35 Prozent statt früher 15 bis 18 Prozent. Deshalb werden auch Komplettgeräte, NAS-Systeme und Server spürbar teurer.

Quellen

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