#Hardware · 4 Min. Lesezeit · Tim Rinkel

PREIS-HAMMER! Ubiquiti kassiert jetzt RAM-Zuschlag auf UniFi-Hardware — bis zu 5,8 Prozent drauf

PREIS-HAMMER! Ubiquiti kassiert jetzt RAM-Zuschlag auf UniFi-Hardware — bis zu 5,8 Prozent drauf

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Die Speicherkrise frisst sich weiter durchs Homelab: Nach Raspberry Pi und RAM-Kits trifft es jetzt dein Netzwerk-Rack. Ubiquiti hat einen sogenannten Memory-Zuschlag eingeführt — einen Aufpreis, der beim Kauf ausgewählter UniFi-Produkte zusätzlich fällig wird. Im offiziellen Store sind es je nach Gerät bis zu 5,8 Prozent obendrauf.

DARUM kommt der Aufschlag

Ubiquiti begründet den Schritt gegenüber Distributoren mit der Volatilität an den globalen Speicher- und Storage-Märkten: DRAM- und NAND-Preise sind explodiert, weil Samsung, SK Hynix und Micron ihre Kapazitäten massiv in Richtung KI-Rechenzentren verschieben. Marktbeobachter meldeten zuletzt DRAM-Aufschläge von 13 bis 18 Prozent pro Quartal — und Prognosen sehen für DDR5-Module weitere Sprünge. Die Folgen kennst du: Erst diese Woche haben wir gezeigt, dass ein Raspberry-Pi-Kit inzwischen so viel kostet wie ein Mini-PC.

Statt die Listenpreise pauschal anzuheben, packt Ubiquiti den Aufpreis als separaten Posten auf betroffene Artikel — offiziell, um ihn später ebenso gezielt wieder senken zu können, wenn sich der Markt beruhigt.

ÄRGER in der Community: „Versteckte Preiserhöhung“

Genau dieses Vorgehen sorgt für Diskussionen: In Foren und Tech-Medien ist von einer „RAM-Steuer an der Kasse“ die Rede — der Zuschlag taucht erst im Checkout auf und macht Preisvergleiche mühsamer. Befürworter halten dagegen: Ein transparent ausgewiesener, reversibler Zuschlag sei ehrlicher als eine stillschweigende Listenpreis-Erhöhung, die nie wieder zurückgenommen wird. Fakt ist: Ubiquiti ist der erste große Netzwerk-Hersteller, der diesen Weg geht — Nachahmer sind wahrscheinlich.

Das heißt es für DEINE Kaufplanung

  • Endpreis checken: Vergleiche nicht den Listenpreis, sondern den Preis im Warenkorb — inklusive Zuschlag. Bei Händlern kann der Aufpreis bereits eingerechnet sein.
  • Speicherlastige Geräte zuerst: Je mehr RAM und Flash ein Gerät hat (Gateways, NVRs, NAS), desto wahrscheinlicher und höher der Zuschlag. Einfache Switches und APs trifft es weniger.
  • Nicht in Panik kaufen: 5,8 Prozent sind ärgerlich, aber kein Grund für Hamsterkäufe. Wer ohnehin einen Ausbau plant, kann Preise beobachten — kurzfristige Entspannung erwarten Analysten allerdings nicht vor 2027.

Wenn du gerade ein UniFi-Setup planst: Das kompakte UniFi Cloud Gateway Ultra* und der U6+ Access Point* gehören zu den preisstabileren Einstiegs-Komponenten — Preise trotzdem tagesaktuell vergleichen.

FAZIT

Der Memory-Zuschlag ist das ehrlichste Symptom der Speicherkrise: Hersteller können die explodierenden Chip-Kosten nicht mehr schlucken. Rechne bei Netzwerk-Hardware in den nächsten Monaten grundsätzlich mit Aufpreisen — egal, ob sie Zuschlag heißen oder einfach stillschweigend im Listenpreis landen.

Häufige Fragen

Wie hoch ist der Zuschlag genau?
Im offiziellen Ubiquiti-Online-Store beträgt der Memory-Zuschlag je nach Produkt bis zu 5,8 Prozent des Kaufpreises. Er gilt nur für ausgewählte Artikel, bei denen die Speicherkosten besonders durchschlagen — nicht pauschal für das gesamte Sortiment. Distributoren wurden gesondert informiert.
Welche Geräte sind betroffen?
Ubiquiti veröffentlicht keine vollständige Liste; betroffen sind ausgewählte SKUs mit hohem Speicheranteil — typischerweise Gateways, NVRs und NAS-Produkte. Ob ein Zuschlag anfällt, siehst du im offiziellen Store beim Checkout; bei Fachhändlern ist er meist bereits in den Endpreis eingerechnet.
Warum steigen die Speicherpreise so stark?
Die großen Hersteller Samsung, SK Hynix und Micron verlagern ihre Produktion massiv auf hochpreisigen Speicher für KI-Rechenzentren. Dadurch wird klassischer DRAM und NAND-Flash knapp, die Preise stiegen zuletzt zweistellig pro Quartal. Die Knappheit trifft vom Raspberry Pi bis zur Grafikkarte fast alle Hardware.
Lohnt es sich, jetzt noch schnell zu kaufen?
Nur, wenn du die Hardware ohnehin zeitnah brauchst. Panikkäufe verschärfen die Knappheit und 5,8 Prozent Aufschlag sind kein Drama. Analysten erwarten allerdings keine schnelle Entspannung am Speichermarkt — wer einen Ausbau für 2026 plant, sollte eher früher als später zuschlagen.

Quellen: Streakwave (Distributor-Notice), TechRadar, Tom’s Hardware

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