#Künstliche Intelligenz · 3 Min. Lesezeit · Tim Rinkel

BLITZ-OFFENSIVE! Google knallt drei neue Gemini-Modelle raus — doch das Flaggschiff fehlt schon wieder

BLITZ-OFFENSIVE! Google knallt drei neue Gemini-Modelle raus — doch das Flaggschiff fehlt schon wieder

Google hat geliefert — nur anders als erhofft: Am 21. Juli schob DeepMind gleich drei neue Gemini-Modelle raus. Das große Gemini 3.5 Pro bleibt weiter aus, nachdem Google das fast fertige Modell Berichten zufolge eingestampft hat. Stattdessen gibt es Arbeitspferde: Gemini 3.6 Flash, 3.5 Flash-Lite und ein Spezialmodell namens 3.5 Flash Cyber.

DAS kann Gemini 3.6 Flash

Die Zahlen können sich sehen lassen:

  • Coding: Im DeepSWE-Benchmark springt das Modell von 37 auf 49 Prozent — ein ordentlicher Satz für ein Flash-Modell.
  • Computer Use: Auf OSWorld-Verified klettert es von 78,4 auf 83,0 Prozent — Gemini klickt sich also zuverlässiger selbst durch Oberflächen.
  • Effizienz: 3.6 Flash verbraucht 17 Prozent weniger Output-Tokens als der Vorgänger. Der Output-Preis sinkt von 9,00 auf 7,50 Dollar pro Million Tokens, Input bleibt bei 1,50 Dollar.
  • Wissen: Der Wissensstand rückt von Januar 2025 auf März 2026 vor.
  • Kontext: Eine Million Tokens Eingabe, bis zu 64.000 Tokens Ausgabe — beides auch beim kleinen Flash-Lite.

Verfügbar ist das Modell ab sofort über die Gemini-API und Gemini Enterprise — und seit demselben Tag auch in GitHub Copilot.

INTERESSANT: Ein eigenes Modell nur für Security

Aufhorchen lässt Gemini 3.5 Flash Cyber — ein auf Cybersecurity-Aufgaben zugeschnittenes Modell, etwa für Log-Analyse, Malware-Triage und Threat-Intelligence. Dass Google dem Thema ein eigenes Modell widmet, zeigt, wohin die Reise geht: KI-Assistenten werden fester Bestandteil im SOC.

Und wo bleibt das Flaggschiff?

Die Pro-Lücke bleibt Googles wunder Punkt. Nach dem geplatzten Start-Termin und dem eingestellten 3.5-Pro-Lauf richtet sich der Blick jetzt auf Gemini 4, das Google beim Release offen angeteasert hat. Bis dahin überbrückt der Konzern mit Flash-Modellen — solide, günstig, aber eben kein Konter gegen die Frontier-Konkurrenz von Anthropic und OpenAI.

FAZIT

Für Entwickler ist 3.6 Flash ein No-Brainer-Update: mehr Leistung, weniger Kosten, gleiche API. Für das große KI-Rennen gilt: Google spielt auf Zeit — und alle warten auf Gemini 4.

Häufige Fragen

Was ist neu in dieser Version?
Gemini 3.6 Flash rechnet sparsamer (17 Prozent weniger Output-Tokens), codiert deutlich besser (DeepSWE 49 statt 37 Prozent), bedient Computer-Oberflächen zuverlässiger und kennt Ereignisse bis März 2026. Dazu kommen 3.5 Flash-Lite als Budget-Option und 3.5 Flash Cyber für Security-Aufgaben.
Lohnt sich der Umstieg sofort oder kann ich warten?
Wenn du bereits 3.5 Flash über die API nutzt, lohnt der Umstieg sofort: Das neue Modell ist stärker und pro Ausgabe-Token günstiger (7,50 statt 9,00 Dollar pro Million). Breaking Changes sind keine bekannt — du wechselst im Wesentlichen den Modellnamen im API-Call.
Was kostet Gemini 3.6 Flash?
Input kostet unverändert 1,50 Dollar pro Million Tokens, Output sinkt auf 7,50 Dollar pro Million. Durch den geringeren Token-Verbrauch fallen reale Antworten zusätzlich günstiger aus. In GitHub Copilot ist das Modell im Rahmen des Abos wählbar.
Wann kommt Gemini 4?
Ein Datum nennt Google nicht — beim Release wurde Gemini 4 aber offiziell angeteasert. Nachdem das geplante Gemini 3.5 Pro Berichten zufolge eingestellt wurde, gilt Gemini 4 als Googles nächster großer Wurf. Bis dahin bleiben die Flash-Modelle die Speerspitze.

Quellen: Google, TechCrunch, 9to5Google, GitHub

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