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Nextcloud hat einen Termin gesetzt: Am 15. September 2026 erscheint Version 35, im Marketing Hub 26 Summer genannt. Einen Tag später, am 16. September um 15 Uhr, führt das Team die Neuerungen in einem öffentlichen Livestream vor.
Angekündigt sind Verbesserungen in vier Bereichen: Automatisierung, KI-Funktionen, Office und Verwaltung. Details nennt Nextcloud vor dem Stichtag traditionell nicht — was drinsteckt, weiß man erst am 15.
Warum das trotzdem eine Nachricht ist
Weil ein Hauptversionssprung bei Nextcloud nichts ist, was man nebenbei am Freitagabend macht. Nextcloud pflegt drei Versionsstände gleichzeitig, und jeder Sprung setzt voraus, dass die installierten Apps für die neue Version freigegeben sind. Ist eine App noch nicht so weit, schaltet Nextcloud sie beim Update ab — und wenn das ausgerechnet die Kalender- oder Kontakte-App trifft, ist die Freude überschaubar.
Der zweite Punkt: Nextcloud erlaubt keine Sprünge über mehrere Hauptversionen. Wer noch auf 33 sitzt, muss erst auf 34 und dann auf 35. Das ist genau der Moment, in dem eine geplante Stunde zu einem verlorenen Nachmittag wird.
Was du in den nächsten Tagen tun solltest
1. Apps durchgehen. Im Adminbereich unter Apps listet Nextcloud, welche Erweiterungen du aktiv hast. Bei allem, was nicht aus dem Kernbestand kommt — Deck, Notes, Collectives, External Storage, Talk-Erweiterungen — lohnt der Blick in den App-Store, ob es bereits eine für 35 freigegebene Fassung gibt.
2. Aktuellen Stand prüfen. Läuft bei dir noch 33, dann ist jetzt der richtige Zeitpunkt für den Zwischenschritt auf 34 — in Ruhe und nicht unter Zeitdruck.
3. Backup, das den Namen verdient. Datenverzeichnis, Datenbank und das Konfigurationsfile config/config.php. Wer Nextcloud in einem Container oder einer VM betreibt, nimmt einfach einen Snapshot — das ist die schnellste Rückfahrkarte.
4. PHP-Version im Blick behalten. Hauptversionen heben regelmäßig die Mindestanforderung an PHP an. Wenn dein Server noch auf einer älteren Version läuft, klärt sich am 15. September, ob du vorher aktualisieren musst.
Nicht am ersten Tag updaten
Eine unbeliebte, aber bewährte Empfehlung: Warte auf 35.0.1. Die erste Punktversion erscheint bei Nextcloud üblicherweise innerhalb weniger Wochen und räumt die Kanten weg, die im Alltag auffallen. Für einen Server, auf dem deine Fotos, Kalender und Dokumente liegen, ist das die deutlich entspanntere Variante.
Wer die Neuerungen trotzdem früh sehen will, macht es richtig herum: eine zweite Instanz aufsetzen, dort 35 installieren, in Ruhe anschauen. Ein kleiner Cloud-Server bei Hetzner Cloud* reicht dafür völlig und kostet weniger als ein Mittagessen im Monat.
Der Rhythmus dahinter
Nextcloud liefert seit Jahren zwei große Ausgaben pro Jahr, jeweils im Frühjahr und im Spätsommer. Hub 26 Spring lief im Frühjahr, Hub 26 Summer folgt jetzt. Wer den Zyklus kennt, kann sein Wartungsfenster darauf legen — statt jedes Mal überrascht zu werden.