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Wer schon einmal versucht hat, ein Smart-Home-Dashboard auf einem 7-Zoll-Display unterzubringen, kennt das Problem: Es passt einfach nicht genug drauf. Genau da setzt das neue Raspberry Pi Touch Display 2 mit 10 Zoll an, das die Stiftung am 22. Juli vorgestellt hat — für 80 US-Dollar.
DAS steckt im neuen Panel
Die Daten im Überblick:
- 10 Zoll Diagonale mit 1200 x 1920 Pixel — deutlich schärfer als die kleineren Geschwister der Familie.
- Zehn gleichzeitige Berührpunkte, während die kleineren Touch-Display-2-Modelle nur fünf erkennen.
- 85 Grad Blickwinkel.
- Preis 80 US-Dollar, erhältlich bei den bekannten Händlern wie Pimoroni, The Pi Hut oder Rapid Electronics.
Das hochkant orientierte Seitenverhältnis ist übrigens kein Fehler: Gedreht ergibt es ein sehr angenehmes Breitbild, aufrecht montiert einen fast perfekten Wand-Kalender.
ACHTUNG: Die Einschränkung, die viele überlesen
Das 10-Zoll-Modell arbeitet ausschließlich mit dem Raspberry Pi 5 oder mit Compute-Modulen zusammen. Wer noch einen Pi 4B oder älter in der Schublade hat, kann das Display nicht anschließen. Rechne diesen Punkt in den Preis ein, bevor du bestellst — mit einem Raspberry Pi 5* als Basis liegt das Gesamtpaket deutlich über den 80 Dollar für das Panel allein.
Dafür ist der große Bruder ideal
Der Größensprung verändert, was sinnvoll machbar ist:
- Home-Assistant-Wandpanel. Auf 10 Zoll passen Heizung, Licht, Kameravorschau und Kalender gleichzeitig — ohne dass du dich durch Untermenüs tippen musst.
- Server-Statusanzeige. Ein dauerhaft laufendes Dashboard mit Auslastung, Temperaturen und Backup-Status neben dem Rack ist ein enormer Komfortgewinn gegenüber dem Blick ins Handy.
- Küchen- und Werkstatt-Terminal. Rezepte, Einkaufsliste, Musiksteuerung — bedienbar mit klebrigen Fingern, weil zehn Berührpunkte auch großzügiges Tippen verzeihen.
- 3D-Drucker-Steuerung. Für Oberflächen wie den Klipper-Bildschirm ist die höhere Auflösung ein echter Fortschritt.
EXTRA-TIPP: Diese drei Dinge vergisst fast jeder
Erstens die Stromversorgung. Ein Pi 5 mit angeschlossenem Display zieht mehr als der nackte Rechner. Sparsame Handy-Netzteile führen hier zu genau den Abstürzen, die man später stundenlang falsch sucht. Nimm das offizielle Netzteil.
Zweitens die Montage. Für ein Panel dieser Größe brauchst du eine stabile Halterung oder ein Gehäuse. Bei einem selbst gedruckten Rahmen bitte Belüftungsschlitze einplanen — Display und Pi zusammen in einer geschlossenen Box werden warm.
Drittens der Dauerbetrieb. Ein Wandpanel läuft rund um die Uhr. Stelle die Bildschirmabschaltung oder eine Bewegungserkennung ein, statt dauerhaft mit voller Helligkeit zu leuchten: Das schont das Panel, spart Strom und blendet nachts niemanden.
FAZIT: Der Preis stimmt, die Voraussetzung nicht immer
80 Dollar für ein 10-Zoll-Touchpanel mit dieser Auflösung sind ein fairer Kurs — vergleichbare Bastel-Displays kosten oft mehr und bringen wackligere Treiber mit. Der Haken bleibt die Beschränkung auf Pi 5 und Compute-Module. Wer die Basis schon hat, bekommt hier das derzeit vernünftigste Wandpanel für sein Homelab.
Häufige Fragen
Wann ist das Display verfügbar?
Was kostet es?
Läuft es an meinem Raspberry Pi 4?
Lohnt es sich gegenüber dem kleineren Modell?
Quellen
- Raspberry Pi: A new 10-inch Raspberry Pi Touch Display 2, available now at $80
- Phoronix: Raspberry Pi Touch Display 2 10-Inch Model Launches
- LinuxGizmos: Raspberry Pi launches 10-inch Touch Display 2 with 1200 x 1920 resolution
- 9to5Linux: Raspberry Pi Launches 10-Inch Raspberry Pi Touch Display 2 at $80