#Hardware · 4 Min. Lesezeit · Tim Rinkel

BASTLER-HAMMER! Raspberry Pi bringt 10 Zoll Touch für 80 Dollar — zehn Finger gleichzeitig

Das neue 10-Zoll-Touchdisplay von Raspberry Pi bietet 1200 x 1920 Pixel und Zehn-Finger-Touch für 80 Dollar — aber nur am Pi 5 und an CM-Modulen.

BASTLER-HAMMER! Raspberry Pi bringt 10 Zoll Touch für 80 Dollar — zehn Finger gleichzeitig

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Wer schon einmal versucht hat, ein Smart-Home-Dashboard auf einem 7-Zoll-Display unterzubringen, kennt das Problem: Es passt einfach nicht genug drauf. Genau da setzt das neue Raspberry Pi Touch Display 2 mit 10 Zoll an, das die Stiftung am 22. Juli vorgestellt hat — für 80 US-Dollar.

DAS steckt im neuen Panel

Die Daten im Überblick:

  • 10 Zoll Diagonale mit 1200 x 1920 Pixel — deutlich schärfer als die kleineren Geschwister der Familie.
  • Zehn gleichzeitige Berührpunkte, während die kleineren Touch-Display-2-Modelle nur fünf erkennen.
  • 85 Grad Blickwinkel.
  • Preis 80 US-Dollar, erhältlich bei den bekannten Händlern wie Pimoroni, The Pi Hut oder Rapid Electronics.

Das hochkant orientierte Seitenverhältnis ist übrigens kein Fehler: Gedreht ergibt es ein sehr angenehmes Breitbild, aufrecht montiert einen fast perfekten Wand-Kalender.

ACHTUNG: Die Einschränkung, die viele überlesen

Das 10-Zoll-Modell arbeitet ausschließlich mit dem Raspberry Pi 5 oder mit Compute-Modulen zusammen. Wer noch einen Pi 4B oder älter in der Schublade hat, kann das Display nicht anschließen. Rechne diesen Punkt in den Preis ein, bevor du bestellst — mit einem Raspberry Pi 5* als Basis liegt das Gesamtpaket deutlich über den 80 Dollar für das Panel allein.

Dafür ist der große Bruder ideal

Der Größensprung verändert, was sinnvoll machbar ist:

  • Home-Assistant-Wandpanel. Auf 10 Zoll passen Heizung, Licht, Kameravorschau und Kalender gleichzeitig — ohne dass du dich durch Untermenüs tippen musst.
  • Server-Statusanzeige. Ein dauerhaft laufendes Dashboard mit Auslastung, Temperaturen und Backup-Status neben dem Rack ist ein enormer Komfortgewinn gegenüber dem Blick ins Handy.
  • Küchen- und Werkstatt-Terminal. Rezepte, Einkaufsliste, Musiksteuerung — bedienbar mit klebrigen Fingern, weil zehn Berührpunkte auch großzügiges Tippen verzeihen.
  • 3D-Drucker-Steuerung. Für Oberflächen wie den Klipper-Bildschirm ist die höhere Auflösung ein echter Fortschritt.

EXTRA-TIPP: Diese drei Dinge vergisst fast jeder

Erstens die Stromversorgung. Ein Pi 5 mit angeschlossenem Display zieht mehr als der nackte Rechner. Sparsame Handy-Netzteile führen hier zu genau den Abstürzen, die man später stundenlang falsch sucht. Nimm das offizielle Netzteil.

Zweitens die Montage. Für ein Panel dieser Größe brauchst du eine stabile Halterung oder ein Gehäuse. Bei einem selbst gedruckten Rahmen bitte Belüftungsschlitze einplanen — Display und Pi zusammen in einer geschlossenen Box werden warm.

Drittens der Dauerbetrieb. Ein Wandpanel läuft rund um die Uhr. Stelle die Bildschirmabschaltung oder eine Bewegungserkennung ein, statt dauerhaft mit voller Helligkeit zu leuchten: Das schont das Panel, spart Strom und blendet nachts niemanden.

FAZIT: Der Preis stimmt, die Voraussetzung nicht immer

80 Dollar für ein 10-Zoll-Touchpanel mit dieser Auflösung sind ein fairer Kurs — vergleichbare Bastel-Displays kosten oft mehr und bringen wackligere Treiber mit. Der Haken bleibt die Beschränkung auf Pi 5 und Compute-Module. Wer die Basis schon hat, bekommt hier das derzeit vernünftigste Wandpanel für sein Homelab.

Häufige Fragen

Wann ist das Display verfügbar?
Das 10-Zoll-Modell wurde am 22. Juli 2026 vorgestellt und ist bei den offiziellen Händlern wie Pimoroni, The Pi Hut und Rapid Electronics bestellbar. Wie bei Raspberry-Pi-Neuheiten üblich, können einzelne Händler zeitweise ausverkauft sein.
Was kostet es?
Der Listenpreis liegt bei 80 US-Dollar für das Panel. In Europa kommen Versand, Steuern und Händleraufschläge hinzu. Wichtig für die Kalkulation: Ein passender Raspberry Pi 5, Netzteil und eine Halterung sind nicht enthalten.
Läuft es an meinem Raspberry Pi 4?
Nein. Das 10-Zoll-Modell wird ausschließlich mit dem Raspberry Pi 5 und mit Compute-Modulen unterstützt. Für ältere Boards bleiben die kleineren Varianten der Touch-Display-Familie oder Displays von Drittherstellern die Alternative.
Lohnt es sich gegenüber dem kleineren Modell?
Wenn du ein Dashboard mit mehreren Bereichen gleichzeitig anzeigen willst, ja: Die höhere Auflösung und die doppelte Zahl an Berührpunkten machen die Bedienung deutlich angenehmer. Für einen einzelnen Statuswert oder ein kleines Bedienfeld genügt weiterhin das 7-Zoll-Modell.

Quellen

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