Der Homelab-Schrank ruft nach Nachschub — und Minisforum liefert. Mit dem M2 hat der Hersteller einen neuen Mini-PC vorgestellt, der erstaunlich viel Technik in ein winziges Gehäuse quetscht. Auf gerade einmal 520 Gramm und Handflächengröße treffen ein moderner Intel-Prozessor, fette RAM-Optionen und gleich zwei schnelle Netzwerkports. Schauen wir uns an, ob der kleine Würfel ins Homelab gehört.
HAMMER: Intels Panther Lake im Mini-Gehäuse
Im Herzen steckt der Intel Core Ultra 7 356H auf Basis der neuen Panther-Lake-Architektur. Das ist ein 16-Kerner mit bis zu 4,7 GHz Turbo und 45 Watt TDP — also reichlich Dampf für einen so kompakten Rechner. Damit ist der M2 nicht nur für Office gedacht, sondern stemmt auch mehrere virtuelle Maschinen oder einen gut gefüllten Docker-Stack ohne zu schwitzen.
Speicher satt und schnelles Netz
Bei der Ausstattung wird es für Bastler richtig interessant:
- Bis zu 128 GB DDR5-5600 über zwei SO-DIMM-Slots — genug für viele parallele VMs.
- Zwei M.2-2280-Slots mit PCIe 4.0 x4, zusammen bis 8 TB Speicher. Damit lässt sich z. B. ein ZFS-Mirror oder eine flotte Storage-Schicht bauen.
- Zwei 2,5-Gigabit-LAN-Ports — der Schlüssel für den Einsatz als Soft-Router (etwa mit OPNsense), als NAS oder einfach für mehr Netzdurchsatz.
Gerade die Dual-2,5GbE-Ausstattung macht den M2 für Homelabber so reizvoll: Ein Port fürs WAN, einer fürs LAN — fertig ist die Basis für eine eigene Firewall oder ein schnelles kleines NAS.
EXTRA: 90 TOPS für lokale KI
Minisforum positioniert den M2 ausdrücklich auch als KI-Maschine. Die NPU (das ist eine spezielle Recheneinheit für KI-Aufgaben) liefert 50 TOPS, die integrierte GPU noch einmal 40 TOPS — zusammen also 90 TOPS. „TOPS“ steht für Billionen Rechenoperationen pro Sekunde und ist das gängige Maß für KI-Beschleuniger. Praktisch heißt das: Kleinere Sprachmodelle oder Bildanalyse (etwa für eine selbstgehostete Foto- oder Überwachungslösung) laufen lokal — ohne dass deine Daten in eine fremde Cloud wandern.
Kompakt, leicht, sparsam
Das Gehäuse misst nur 130 x 127 x 50 mm und wiegt 520 Gramm — es passt also locker hinter einen Monitor oder in die kleinste Schranklücke. Mitgeliefert wird ein 120-Watt-Netzteil. Für ein Gerät, das rund um die Uhr laufen soll, sind die kompakte Bauweise und die moderne, effiziente Plattform ein klarer Pluspunkt auf der Stromrechnung.
Was kostet der Spaß?
Minisforum bietet den M2 in mehreren Stufen an:
- Barebones (ohne RAM und SSD): ab 575 US-Dollar — für alle, die Speicher selbst beisteuern wollen.
- Vorkonfiguriert mit 32 GB RAM und 1 TB SSD: rund 1.039 US-Dollar.
Die Barebone-Variante ist für Homelabber meist die clevere Wahl: RAM und NVMe gibt’s separat oft günstiger, und du bestückst genau nach Bedarf. Beachte, dass es sich um US-Dollar-Preise handelt — in Europa kommen Steuern und je nach Händler ein Aufschlag dazu.
FAZIT: Ein starker Kandidat für den nächsten Lab-Knoten
Der Minisforum M2 bündelt genau die Zutaten, die ein moderner Homelab-Würfel braucht: viel CPU, fette RAM- und Storage-Optionen, zwei schnelle Netzwerkports und obendrein KI-Leistung für lokale Spielereien. Wer einen leisen, sparsamen Allrounder für Proxmox, Docker oder als Soft-Router sucht, sollte ihn auf die Liste setzen. Vergleich die Specs mit deinem Bedarf — und schlag zu, wenn der Preis passt.
Häufige Fragen
Wann ist der Minisforum M2 verfügbar und was kostet er?
Eignet sich der M2 für Proxmox, Docker oder als Soft-Router?
Was bringen die 90 TOPS KI-Leistung im Alltag?
Lohnt sich der M2 gegenüber günstigeren Mini-PCs?
Quellen:
Gizmochina ·
VideoCardz ·
Minisforum Store
Stand: 23.05.2026. Preise in US-Dollar, regionale Verfügbarkeit und Endpreise können abweichen.