#Hardware · 3 Min. Lesezeit · Tim Rinkel

RISC-V-HAMMER! SpacemiT K3 KNALLT JETZT mit 60 TOPS NPU und 10-GbE raus — DEIN Pi 5 muss zur Seite

RISC-V-HAMMER! SpacemiT K3 KNALLT JETZT mit 60 TOPS NPU und 10-GbE raus — DEIN Pi 5 muss zur Seite

SpacemiT hat im Mai 2026 das K3 Pico-ITX SBC und das passende K3-CoM260-Modul offiziell auf den Markt gebracht — und das ist die erste RISC-V-Hardware, bei der man ernsthaft mit dem Raspberry Pi 5 vergleichen kann. RVA23-konform, X100-Octa-Core, 60 TOPS AI-Performance, 10-GbE-SFP+-Cage: Das ist keine Bastel-Plattform mehr.

WAS macht das K3 anders?

Die Spec-Liste liest sich wie ein Edge-Computing-Wunschzettel:

  • SpacemiT X100 SoC — 8 RISC-V-Kerne nach RVA23-Profil (das aktuelle Standard-Profil für Application-RISC-V).
  • 60 TOPS AI-Beschleunigung direkt im SoC — das ist mehr als ein Hailo-8-Modul am Pi 5, ohne PCIe-Adapter.
  • Bis zu 32 GB RAM, 256 GB UFS — also UFS-Storage statt SD-Karte.
  • 10 GbE SFP+-Cage direkt onboard, plus Gigabit-RJ45, WiFi 6, Bluetooth 5.2.
  • Zwei USB-Type-C, vier USB 2.0, eDP-Connector, M.2-Key-B mit NanoSIM für 4G/5G.

Das verkauft sich bei mindestens drei Anbietern ab 299 USD (SBC) bzw. 309 USD (CoM-Modul).

UNGLAUBLICH: Single-Core liegt knapp unter Pi 5, Multi-Core auf RK3588-Niveau

Frühe Benchmarks zeigen das Bild, das man bei RISC-V-Hardware erwartet: Single-Core etwas langsamer als ein Pi 5, weil die ARM-Kerne im Cortex-A76 noch performance-optimierter sind. Multi-Core auf Rockchip-RK3588-Niveau, weil die acht Kerne kompensieren. Das macht das K3 zu einer ernsthaften Pi-5-Alternative für Workloads, die parallelisieren lassen.

WARUM RISC-V überhaupt?

Drei Gründe, in denen RISC-V 2026 erste echte Praxis-Vorteile hat:

  1. Lizenz-Freiheit — Keine ARM-Royalty-Diskussionen, kein x86-Lock-In. Hardware-Hersteller können Custom-Erweiterungen bauen, ohne Lizenzkosten an ARM oder Intel.
  2. Energie-Profil — RVA23-konforme SoCs sind sehr stromsparend, gut für Edge-Boxen ohne Lüfter.
  3. AI-Accelerator-Integration — SpacemiT hat NPU-Kerne direkt im SoC. Damit fällt die ganze PCIe-Adapter-Konstruktion weg, die ARM-SBCs für KI-Workloads brauchen.

SO PROBIERST du es im Lab

Drei Anbieter haben Listings online: Geniatech, Olimex und ein dritter spezialisierter Edge-Reseller. Lieferzeiten variieren — wer früh ordert, hat den Vorteil. Ubuntu-24.04-Image ist offiziell unterstützt, ebenso ein angepasstes Debian. Vorinstallierte AI-Frameworks (ONNX-Runtime, TensorFlow Lite) sind im SpacemiT-SDK enthalten.

EXTRA-TIPP: Pi 5 oder K3?

Wenn du Bastel-Projekte mit GPIO, Sense-Hat-ähnlichen Erweiterungen und stabiler ARM-Toolchain brauchst — bleib beim Pi 5. Wenn du Edge-AI-Workloads (Frigate, Immich-Faces, lokale LLM-Inference) auf ein Single-Board-Computer schieben willst, ist das K3 das deutlich stärkere Werkzeug — und mit dem integrierten 60-TOPS-NPU schlägst du zwei Hailo-8-Module auf einem Pi 5 deutlich.

FAZIT

RISC-V wird 2026 vom Marketing-Versprechen zur konkurrenzfähigen Hardware. Das K3 ist der erste Pi-5-Konkurrent, der nicht nur als „auch ein SBC“ antritt, sondern bei AI-Workloads ernsthaft die Nase vorn hat.

Quellen: CNX Software Mai 2026, Notebookcheck, Electronics-Lab, Hackster.io, EDN.

Häufige Fragen

Was kostet das K3-SBC und wo bekomme ich es?
Der K3-Pico-ITX-SBC startet bei 299 USD, das K3-CoM260-Modul (für eigene Carrier-Boards) bei 309 USD. Drei spezialisierte Reseller haben Listings online — Geniatech, Olimex und Edge-Computing-Boutiquen. EU-Lieferungen brauchen typischerweise 2-4 Wochen.
Funktioniert mein Raspberry-Pi-Image auf dem K3?
Nein. RISC-V hat eine andere Befehlssatz-Architektur als ARM. SpacemiT liefert ein Ubuntu-24.04-Image und ein angepasstes Debian, die für die RVA23-Plattform gebaut sind. Custom-Software muss meist für RISC-V neu kompiliert werden.
Reicht das K3 für lokales LLM-Inference?
Für kleine Modelle (3B-7B Parameter, Q4-quantisiert) ja, mit moderater Token-Rate. Für mittlere Modelle (13B+) wird die 60-TOPS-NPU zwar belastet, aber das fehlende VRAM eines GPU-Setups bleibt der Engpass. Für Frigate, Immich-Faces oder kleine Sprachmodelle ist die NPU aber sehr gut nutzbar.
Wie unterstützt mein Linux-Tool-Stack RISC-V?
Docker, systemd, alle gängigen CLI-Tools laufen problemlos. Bei spezialisierten Tools (etwa Closed-Source-Hardware-Treiber, ältere proprietäre Software) kann es Lücken geben. Open-Source-Projekte sind weitgehend RISC-V-fähig; Closed-Source-Treiber selten.

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