Dein Raspberry Pi ist das Schweizer Taschenmesser unter den Bastel-Rechnern — und jetzt bekommt sein Betriebssystem ordentlich frische Power. Das Juni-Update für Raspberry Pi OS (Stand 18. Juni 2026) bringt einen großen Kernel-Sprung, einen runderen Desktop und neue Treiber. Hier liest du, was wirklich drinsteckt und wie du das Update gefahrlos einspielst.
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HAMMER: Der Sprung auf Kernel 6.18 LTS
Die größte Neuerung steckt unter der Haube: Raspberry Pi OS wechselt vom bisherigen Linux 6.12 LTS auf den brandneuen 6.18.34 LTS. Das ist kein Schönheits-Update, sondern bringt handfeste Vorteile — aggressivere ARM-Optimierungen, eine flüssigere Systemreaktion, bessere Netzwerk-Leistung und jede Menge neue Treiber, die im letzten Jahr in den Kernel geflossen sind.
Spürbar wird das vor allem auf den schnellen Modellen. Wer einen Raspberry Pi 5 als kleinen Homeserver, Mediencenter oder Docker-Host laufen lässt, profitiert von der besseren Hardware-Unterstützung am deutlichsten. Wenn du noch überlegst, dir einen aktuellen Pi zuzulegen: Der Raspberry Pi 5* ist genau die Klasse, die vom neuen Kernel am meisten herausholt.
NEU: Frischer Desktop mit LabWC 0.9.7
Auch optisch tut sich was. Der Wayland-Compositor LabWC springt auf Version 0.9.7 und macht den Desktop ein Stück runder. Dazu kommen neue Symbole in der Werkzeugleiste von Programmen wie LibreOffice, Geany, Xarchiver und Eye of MATE — und auch die App „Recommended Software“ bekommt ein neues Icon.
EXTRA-TIPP für Touch-Nutzer: Du kannst jetzt größere Symbole im lxpanel einstellen, und es gibt neue Standardeinstellungen für Touchscreens. Wer seinen Pi an einem kleinen Display betreibt, dürfte sich über die verbesserte Touch-Bedienung freuen.
UNGLAUBLICH praktisch: Schluss mit Doppelstarts
Ein kleines, aber feines Detail: Mehrere Pi-Bordwerkzeuge nutzen jetzt DBus, um zu verhindern, dass du sie versehentlich mehrfach öffnest. Betroffen sind unter anderem pishutdown, rpcc, agnostics, bookshelf, gui-runcmd, rp-prefapps und das Klon-Werkzeug piclone. Außerdem ist die neueste Geräte-Firmware mit an Bord.
So spielst du das Update in 3 Schritten ein
Das Update kommt ganz normal über die Paketverwaltung. Öffne ein Terminal und tippe:
sudo apt update
sudo apt full-upgrade
Danach startest du den Pi neu, damit der neue Kernel geladen wird:
sudo reboot
WICHTIG: Mach vorher ein Backup deiner SD-Karte oder SSD — gerade bei einem Kernel-Wechsel ist eine Sicherung Gold wert. Wer produktive Dienste auf dem Pi laufen hat, wartet am besten ein paar Tage und liest die Foren, ob es mit speziellen HATs oder Kameramodulen Stolpersteine gibt.
FAZIT: Lohnt sich, aber mit Bedacht
Der Sprung auf Kernel 6.18 LTS ist ein schönes Rundum-Update: mehr Tempo, neue Treiber, ein aufgeräumterer Desktop. Für Bastel- und Homelab-Pis ein klares „mitnehmen“. Auf Geräten, die rund um die Uhr wichtige Dienste stemmen, gilt das alte Homelab-Gesetz: erst Backup, dann updaten — und im Zweifel kurz abwarten.
Häufige Fragen
Was ist neu in diesem Update?
Lohnt sich das Update sofort oder kann ich warten?
Bricht das Update meine bestehende Konfiguration?
Wie spiele ich das Update ein?
sudo apt update und sudo apt full-upgrade aus. Danach startest du den Pi mit sudo reboot neu, damit der neue Kernel geladen wird. Mach vorher unbedingt ein Backup deines Speichermediums.Quellen: Phoronix, Linuxiac, 9to5Linux (Raspberry Pi OS 2026-06-18, Juni 2026).