#Linux & Open Source · 3 Min. Lesezeit · Tim Rinkel

ENDLICH! Proton Drive kommt nativ auf Linux — und wird gleich bis zu viermal schneller

ENDLICH! Proton Drive kommt nativ auf Linux — und wird gleich bis zu viermal schneller

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Linux-Nutzer kennen das Spiel: Neue Cloud-Dienste kommen für Windows, macOS und Mobile — und der Pinguin schaut zu. Bei Proton Drive ist damit bald Schluss. Der Schweizer Privacy-Anbieter hat bestätigt, dass ein nativer Linux-Client offiziell in Entwicklung ist. Und nicht nur das: Der ganze Dienst wurde gerade kräftig beschleunigt.

ENDLICH: Der Pinguin bekommt seinen Client

Bisher mussten Linux-Nutzer beim verschlüsselten Cloud-Speicher von Proton auf das Web-Interface oder inoffizielle Community-Clients ausweichen — funktional, aber weit weg vom Komfort eines echten Sync-Clients. Anfang des Jahres hatte Proton einen Linux-Client lediglich vage auf der Roadmap erwähnt. Jetzt ist klar: Er wird aktiv gebaut.

Technische Basis ist Protons neues Shared SDK — eine gemeinsame Codebasis, die bereits die offiziellen Apps für Windows, macOS, iOS, Android und das Web antreibt. Der Linux-Client entsteht auf diesem Fundament „from the ground up“, also von Grund auf neu statt als lieblos portierte Electron-Hülle.

TURBO inklusive: Bis zu 4x schnellere Verschlüsselung

Der SDK-Umbau bringt schon heute messbare Vorteile: Uploads laufen bis zu 3x schneller, Downloads bis zu 2x, und die Datei-Verschlüsselung legt sogar um das Vierfache zu. Gerade bei großen Foto- oder Backup-Ordnern macht das den Unterschied zwischen Kaffeepause und Feierabend.

WERMUTSTROPFEN: Noch kein Datum

Einen Release-Termin oder eine Beta-Phase nennt Proton noch nicht. Erfahrungsgemäß lässt sich der Anbieter bei nativen Clients Zeit, bis die Qualität stimmt — die WireGuard-basierte Linux-App von Proton VPN hat das vorgemacht. Wer das Proton-Ökosystem schon heute unter Linux nutzen will, kann mit CLI-Tools und dem Web-Client überbrücken.

Apropos Ökosystem: Wer seine Privatsphäre über den Cloud-Speicher hinaus absichern will, findet mit Proton VPN* einen nativen Linux-Client mit WireGuard-Unterstützung — vom selben Anbieter, mit derselben Verschlüsselungs-Philosophie.

FAZIT: Gute Nachrichten für Self-Hoster UND Bequeme

Klar — wer maximale Kontrolle will, hostet mit Nextcloud oder Immich selbst. Aber für alle, die Ende-zu-Ende-verschlüsselten Cloud-Speicher ohne eigenen Server wollen, war das Fehlen eines Linux-Clients bei Proton Drive der größte Minuspunkt. Dieser Makel fällt jetzt — und der Performance-Schub kommt für alle Plattformen obendrauf.

Häufige Fragen

Wann erscheint der Proton-Drive-Client für Linux?
Ein Release-Datum gibt es noch nicht. Proton hat lediglich bestätigt, dass der Client aktiv entwickelt wird — auf Basis des neuen Shared SDK, das bereits alle anderen offiziellen Apps antreibt. Auch eine Beta-Phase ist noch nicht terminiert.
Was kann ich bis dahin unter Linux nutzen?
Das Web-Interface von Proton Drive funktioniert in jedem Browser, zusätzlich gibt es ein offizielles CLI-Tool und inoffizielle Community-Clients. Vollwertige Ordner-Synchronisation wie unter Windows oder macOS bietet bisher keine dieser Lösungen.
Was bringt das neue Proton-SDK konkret?
Eine gemeinsame Codebasis für alle Plattformen — und deutlich mehr Tempo: Uploads sind bis zu 3x schneller, Downloads bis zu 2x und die Verschlüsselung bis zu 4x. Die Verbesserungen sind bereits für bestehende Apps und das Web aktiv.
Ist Proton Drive eine Alternative zu Nextcloud?
Es sind verschiedene Ansätze: Nextcloud läuft auf eigener Hardware und gehört komplett dir, Proton Drive ist ein gehosteter Dienst mit Ende-zu-Ende-Verschlüsselung. Wer keinen Server betreiben will, bekommt bei Proton viel Privatsphäre ohne Admin-Aufwand.

Quellen:

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