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Linux-Nutzer kennen das Spiel: Neue Cloud-Dienste kommen für Windows, macOS und Mobile — und der Pinguin schaut zu. Bei Proton Drive ist damit bald Schluss. Der Schweizer Privacy-Anbieter hat bestätigt, dass ein nativer Linux-Client offiziell in Entwicklung ist. Und nicht nur das: Der ganze Dienst wurde gerade kräftig beschleunigt.
ENDLICH: Der Pinguin bekommt seinen Client
Bisher mussten Linux-Nutzer beim verschlüsselten Cloud-Speicher von Proton auf das Web-Interface oder inoffizielle Community-Clients ausweichen — funktional, aber weit weg vom Komfort eines echten Sync-Clients. Anfang des Jahres hatte Proton einen Linux-Client lediglich vage auf der Roadmap erwähnt. Jetzt ist klar: Er wird aktiv gebaut.
Technische Basis ist Protons neues Shared SDK — eine gemeinsame Codebasis, die bereits die offiziellen Apps für Windows, macOS, iOS, Android und das Web antreibt. Der Linux-Client entsteht auf diesem Fundament „from the ground up“, also von Grund auf neu statt als lieblos portierte Electron-Hülle.
TURBO inklusive: Bis zu 4x schnellere Verschlüsselung
Der SDK-Umbau bringt schon heute messbare Vorteile: Uploads laufen bis zu 3x schneller, Downloads bis zu 2x, und die Datei-Verschlüsselung legt sogar um das Vierfache zu. Gerade bei großen Foto- oder Backup-Ordnern macht das den Unterschied zwischen Kaffeepause und Feierabend.
WERMUTSTROPFEN: Noch kein Datum
Einen Release-Termin oder eine Beta-Phase nennt Proton noch nicht. Erfahrungsgemäß lässt sich der Anbieter bei nativen Clients Zeit, bis die Qualität stimmt — die WireGuard-basierte Linux-App von Proton VPN hat das vorgemacht. Wer das Proton-Ökosystem schon heute unter Linux nutzen will, kann mit CLI-Tools und dem Web-Client überbrücken.
Apropos Ökosystem: Wer seine Privatsphäre über den Cloud-Speicher hinaus absichern will, findet mit Proton VPN* einen nativen Linux-Client mit WireGuard-Unterstützung — vom selben Anbieter, mit derselben Verschlüsselungs-Philosophie.
FAZIT: Gute Nachrichten für Self-Hoster UND Bequeme
Klar — wer maximale Kontrolle will, hostet mit Nextcloud oder Immich selbst. Aber für alle, die Ende-zu-Ende-verschlüsselten Cloud-Speicher ohne eigenen Server wollen, war das Fehlen eines Linux-Clients bei Proton Drive der größte Minuspunkt. Dieser Makel fällt jetzt — und der Performance-Schub kommt für alle Plattformen obendrauf.
Häufige Fragen
Wann erscheint der Proton-Drive-Client für Linux?
Was kann ich bis dahin unter Linux nutzen?
Was bringt das neue Proton-SDK konkret?
Ist Proton Drive eine Alternative zu Nextcloud?
Quellen: