Das ist der Albtraum jedes Admins: Sicherheitsforscher haben einen riesigen Datensatz aufgedeckt, der die Admin-Zugangsdaten von rund 73.900 FortiGate-Firewalls rund um den Globus enthält. Der Name der Kampagne: FortiBleed. Wenn du eine Fortinet-Firewall betreibst, solltest du JETZT handeln.
SCHOCK: Was genau ist passiert?
Am 17. Juni 2026 machten der Sicherheitsforscher Volodymyr „Bob“ Diachenko und die Threat-Intelligence-Firma Hudson Rock die Sache öffentlich. Ihr Fund: ein Datensatz mit Login-Daten zu 73.932 Fortinet-Firewall- und SSL-VPN-Adressen aus 194 Ländern.
Der Trick der Angreifer ist hinterhältig: Sie ziehen die Konfigurationsdateien von Firewalls ab, die direkt aus dem Internet erreichbar sind, und knacken anschließend die darin gespeicherten Passwort-Hashes. Heraus kommen funktionierende Administrator-Logins — laut den Forschern für zwischen 30.000 und 75.000 Geräte.
GEFAHR: Wer steht auf der Liste?
Die Daten wirken brandaktuell. In dem Fund tauchen offenbar Zugänge von großen Namen auf — darunter Foxconn, Samsung, Comcast, Siemens, Lenovo, PwC, Accenture und Oracle — dazu zahlreiche Behörden und Betreiber kritischer Infrastruktur. Die Sicherheitsfirma Arctic Wolf spricht von einer aktiven FortiBleed-Kampagne, die sich über 194 Länder zieht.
Ein funktionierender Admin-Login auf der Firewall bedeutet im Klartext: direkter Zugang zum gesamten dahinterliegenden Netzwerk. Genau diese Tür wollen Angreifer.
ENTWARNUNG? Noch ist der Datensatz nicht im Verkauf
Eine kleine gute Nachricht gibt es: Nach Stand vom 18. Juni 2026 wurde der FortiBleed-Datensatz noch nicht in kriminellen Foren zum Verkauf angeboten oder offen geteilt. Das ist aber kein Grund zum Zurücklehnen — es ist das Zeitfenster, in dem du dein System absichern kannst, bevor die Daten breit zirkulieren.
So schützt du dich in 5 Minuten
1. Management offline nehmen: Die Web-Oberfläche und das SSL-VPN-Login deiner FortiGate gehören nicht offen ins Internet. Beschränke den Zugriff auf vertrauenswürdige IPs oder ein internes Netz.
2. Passwörter rotieren: Ändere ALLE Admin-Passwörter — und gehe davon aus, dass alte Zugangsdaten kompromittiert sind.
3. MFA erzwingen: Aktiviere die Zwei-Faktor-Authentifizierung für jeden Admin-Zugang.
4. Logs prüfen: Schau nach ungewöhnlichen Anmeldungen oder neuen Admin-Konten.
5. Firmware aktuell halten: Spiele die neuesten FortiOS-Updates ein.
FAZIT: FortiBleed ist kein klassischer Einzel-Bug, sondern ein massiver Zugangsdaten-Leak. Wer seine FortiGate aus dem Netz erreichbar hat, sollte jetzt nicht abwarten, sondern Passwörter tauschen und das Management abschotten.