UGREEN setzt nach. Der chinesische Hardware-Hersteller, der mit der NASync-Reihe seit 2024 Synology und QNAP Marktanteile abjagt, schiebt am 22. Mai 2026 sein neues Flaggschiff DXP6800 Pro in den Versand. Sechs Bays, 10-Gigabit-LAN, Intel-Core-Ultra-Prozessor — und ein Betriebssystem (UGOS), das mittlerweile mit den großen Konkurrenten mithalten kann.
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HAMMER: Was die DXP6800 Pro bringt
Die wichtigsten Specs nach UGREEN-Angaben:
- 6 SATA-Bays für klassische 2,5″/3,5″-HDDs und SSDs
- 2 NVMe-Slots für Cache oder dedizierte SSD-Pools
- Intel Core Ultra (Generationsbezeichnung noch nicht final)
- 10 GbE LAN plus 2,5 GbE als Backup
- Thunderbolt 4 für Direct-Attach-Workflows
- Bis zu 64 GB DDR5 RAM
- UGOS 1.4 mit Container-Parität zu Synology DSM
Damit positioniert sich UGREEN klar im Prosumer- und Small-Business-Segment: deutlich teurer als die Einstiegs-NASync-Modelle, aber merklich günstiger als die vergleichbare Synology-DS1825+ oder QNAP-TS-h686-Klasse.
Wer auf den 22. Mai nicht warten will und den UGREEN-Stack heute schon ins Haus holen möchte, fährt mit der kleineren UGREEN NASync DXP4800 Plus* gut — vier Bays statt sechs, identisches UGOS, deutlich günstiger.
UNGLAUBLICH: UGOS hat aufgeschlossen
Was UGREEN von Anfang an dem Vorwurf aussetzte, bei den Großen nicht mitzuhalten, war das Betriebssystem UGOS. Das hat sich 2026 fundamental geändert. Mit Version 1.4 liegt UGOS funktional auf Augenhöhe mit Synology DSM 8 und QNAP QTS für die meisten Heim- und Kleinbüro-Anwendungsfälle:
- Container-App-Center mit Docker und Podman
- Plex, Jellyfin, Immich, Nextcloud als One-Click-Installs
- Home Assistant Add-on für direkte Smart-Home-Integration
- Lokale AI-Features wie Bilderkennung über die Intel-NPU
- Snapshots und ZFS-ähnliches Pool-Management
Was noch fehlt: Synologys ausgereifte BTRFS-Snapshots für Mehrsite-Backup und QNAPs Hyper-V-Klasse-Virtualisierung. Für die meisten Self-Hoster reicht UGOS 1.4 trotzdem.
SCHOCK für Synology: Preisdruck wird brutal
Synology hat im 2024er Refresh die Preise für die DS-Plus-Reihe spürbar erhöht und gleichzeitig Drittanbieter-Festplatten zur HCL-Pflicht erklärt. Beides hat im Self-Hosting-Lager für viel Frust gesorgt — und einen direkten Wechsel-Schub Richtung UGREEN ausgelöst.
Die DXP6800 Pro setzt diesen Trend fort: vergleichbare Hardware, kein Festplatten-Lock-In, klare Roadmap. Für Hardware-affine Kunden ein attraktives Paket.
EXTRA-TIPP: Was du vor dem Kauf prüfst
- Backup-Strategie. UGOS 1.4 unterstützt rsync und Sync-Tools, aber kein vollwertiges Hyper-Backup wie Synology. Wer Off-Site-Sync zu B2 oder Wasabi will, sollte das vor dem Kauf testen.
- HDD-Bestand. Welche Platten hast du noch? UGREEN ist hier offen, Compatibility-List nur als Empfehlung.
- 10-GbE-Setup. Brauchst du Switch und Patchkabel? Mehrkosten oft 200-400 Euro.
- Apps und Plugins. Welche Tools nutzt du heute? Alle in UGOS 1.4 verfügbar?
FAZIT: Prosumer-Schlachtschiff zum richtigen Zeitpunkt
Die DXP6800 Pro ist UGREENs ambitionierteste Wette auf den NAS-Markt der Großen. Wenn die Liefer-ETA am 22. Mai hält und die Preisgestaltung wettbewerbsfähig ausfällt, dürfte das Modell zu einer ernsthaften Synology- und QNAP-Alternative werden.
Häufige Fragen
Wann ist das Produkt verfügbar?
Was kostet die DXP6800 Pro?
Lohnt sie sich gegenüber Synology DS1825+ und QNAP TS-h686?
Welche Anwendungsfälle deckt sie ab?
Quellen: UGREEN NASync, iFeeltech UGREEN Vergleich, NAS Compares