#Linux & Open Source · 2 Min. Lesezeit · Tim Rinkel

WINDOWS-HAMMER! Microsoft startet JETZT Linux-Container ohne Docker — so testest du sie

WINDOWS-HAMMER! Microsoft startet JETZT Linux-Container ohne Docker — so testest du sie

Container unter Windows — und das ohne Docker Desktop? Microsoft macht ernst: Mit WSL Containers laufen Linux-Container jetzt direkt im Windows-Subsystem für Linux. Die öffentliche Vorschau ist da.

Ein neuer Befehl namens wslc

Angekündigt auf der Microsoft Build 2026, bringt die Neuerung zwei Dinge mit: eine eingebaute Linux-Container-Kommandozeile und eine API, mit der Windows-Programme Linux-Container als Teil ihrer eigenen Logik starten können. Nach dem Update findest du ein neues Werkzeug im Pfad: wslc.exe. Damit kannst du Container starten, debuggen und testen — der komplette Entwicklungs-Workflow, ganz ohne separate Container-Software.

So probierst du es aus

Die Vorschau steckt in der neuesten Pre-Release-Version von WSL. Ein einziger Befehl genügt: wsl --update --pre-release. Alternativ kannst du das Paket direkt von GitHub laden. Danach steht wslc bereit.

Was Microsoft im Hintergrund schraubt

Parallel arbeitet Microsoft an einem neuen Standard-Dateisystem namens virtiofs, das die Übertragung zwischen Windows und Linux beschleunigen soll. Außerdem gibt es einen experimentellen Netzwerk-Modus namens consomme, der bekannte Probleme mit Firmen-VPNs beheben soll — ein häufiger Stolperstein in Unternehmensumgebungen.

Lohnt sich der Umstieg?

Für alle, die bislang mit Docker Desktop unter Windows gekämpft haben, ist das ein spannender Ausblick. WSL Containers ist tief ins System integriert und verspricht einen schlankeren Weg. Aber Achtung: Es ist eine Vorschau. Die allgemeine Verfügbarkeit plant Microsoft erst für den Herbst 2026. Für Produktivsysteme also noch abwarten — zum Ausprobieren im Homelab aber ideal.

Häufige Fragen

Was ist neu an WSL Containers?
WSL Containers bringt eine eingebaute Linux-Container-Kommandozeile (wslc) und eine API mit, über die Windows-Programme Linux-Container starten können — alles direkt im Windows-Subsystem für Linux, ohne separate Container-Software wie Docker Desktop.
Wie führe ich die Vorschau aus?
Aktualisiere WSL mit dem Befehl wsl --update --pre-release oder lade das Paket direkt von GitHub. Danach steht dir das Werkzeug wslc.exe für den kompletten Container-Workflow zur Verfügung.
Lohnt sich der Umstieg sofort?
Zum Ausprobieren im Homelab: ja. Für Produktivsysteme eher noch nicht, denn WSL Containers befindet sich in der öffentlichen Vorschau. Die allgemeine Verfügbarkeit plant Microsoft für den Herbst 2026.
Brauche ich weiterhin Docker Desktop?
Für viele Entwicklungs-Workflows nicht mehr, da WSL Containers das Ausführen, Debuggen und Testen von Linux-Containern selbst übernimmt. Als Vorschau ersetzt es etablierte Werkzeuge aber noch nicht vollständig — teste es zunächst parallel.

Quellen: Windows Command Line Blog, Neowin, Phoronix.

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