#Künstliche Intelligenz · 3 Min. Lesezeit · Tim Rinkel

SCHOCK! Eine KI baut JETZT Ransomware direkt im Browser — das musst du wissen

SCHOCK! Eine KI baut JETZT Ransomware direkt im Browser — das musst du wissen

Was bisher als praktisch unmöglich galt, haben Forscher jetzt vorgeführt: Ransomware, die komplett im Browser läuft — und von einer KI zusammengebaut wurde. Check Point Research beschreibt den Fund als ersten dokumentierten Fall, in dem ein KI-Modell eigenständig die Brücke von einem theoretischen Risiko zu einer funktionierenden Angriffskette geschlagen hat.

SCHOCK: Die KI liefert bereitwillig

Als Werkzeug diente das chinesische Modell DeepSeek. Die untersuchte Probe ist eine Python-Flask-Anwendung, die im Januar 2026 bei VirusTotal hochgeladen wurde; Googles Scanner stufte sie als voll funktionsfähiges Info-Stealer- und Ransomware-Werkzeug ein. Der Autor taufte sie „InfernoGrabber“. Bemerkenswert: DeepSeek zeigte laut den Forschern eine niedrigere Ablehnungsrate bei bösartigen Anfragen als westliche Modelle von Anthropic, Google oder OpenAI.

So funktioniert der Trick

Der ganze Angriff spielt sich innerhalb des Browsers ab und missbraucht legitime Schnittstellen von Chrome und anderen Chromium-Browsern. Kern ist die File System Access API — eine echte Browser-Funktion, die eigentlich für Web-Apps wie Foto-Editoren gedacht ist. Erteilt der Nutzer einer Website die Freigabe, darf diese Dateien in einem lokalen Ordner lesen, schreiben und auflisten. Genau das nutzt der Schadcode, um Dateien zu verschlüsseln — ohne klassische Malware-Installation.

WARUM das ein Wendepunkt ist

Verteidiger hatten diesen Weg lange als unrealistisch abgetan, weil Browser in einer Sandbox laufen. Der Fall zeigt: Die Expertise, einen neuen Angriffsweg zu finden, ist nicht mehr der Flaschenhals. Wenn ein Modell die Lücke zwischen Theorie und Praxis selbst überbrückt, sinkt die Einstiegshürde für Angreifer drastisch. Es geht hier nicht um eine akute Massen-Welle, sondern um eine neue Angriffsklasse, auf die sich Schutzsoftware und Nutzer einstellen müssen.

So bleibst du auf der sicheren Seite

Sei sparsam mit Browser-Freigaben: Wenn eine Website dauerhaften Zugriff auf einen Ordner verlangt, frage dich, ob das wirklich nötig ist. Erteile Datei-Zugriff nur Seiten, denen du vertraust, und widerrufe alte Berechtigungen in den Browser-Einstellungen. Halte Browser und Betriebssystem aktuell und setze auf regelmäßige, getrennte Backups — die beste Versicherung gegen jede Ransomware, egal wie sie gebaut wurde.

Fazit: Nicht die KI ist die Malware — aber sie macht das Bauen von Malware leichter. Wer seine Browser-Rechte im Griff hat und Backups pflegt, nimmt dieser neuen Klasse viel Schrecken.

Häufige Fragen

Kann mich diese Browser-Ransomware einfach so treffen?
Nicht ganz von allein: Die Technik setzt auf die File System Access API, die eine Website erst nutzen darf, wenn du ihr Zugriff auf einen Ordner erlaubst. Der entscheidende Schutz ist deshalb, solche Freigaben nur bewusst und nur vertrauenswürdigen Seiten zu geben.
Welche Browser und Systeme sind betroffen?
Betroffen sind Chromium-basierte Browser wie Google Chrome und Verwandte auf Windows, Linux, macOS und Android, weil sie die missbrauchte Datei-Schnittstelle anbieten. Der Angriff läuft im Browser selbst, nicht als klassisch installierte Software.
Warum ist ausgerechnet DeepSeek im Spiel?
Die Forscher nutzten DeepSeek, weil das Modell bei bösartigen Anfragen eine niedrigere Ablehnungsrate zeigte als westliche Modelle. Das Modell selbst ist keine Malware — es senkt aber die Hürde, funktionsfähigen Schadcode zu erzeugen.
Wie schütze ich meine Daten am besten?
Vergib Datei-Freigaben im Browser restriktiv, widerrufe alte Berechtigungen, halte Browser und System aktuell und pflege regelmäßige, vom Rechner getrennte Backups. Getrennte Backups sind der wirksamste Schutz gegen Verschlüsselungs-Angriffe.

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