Jetzt ist es offiziell: Claude ist seit dem 29. Juni allgemein verfügbar (GA) in Microsoft Foundry — und läuft dabei direkt auf Microsofts eigener Azure-Infrastruktur. Für Unternehmen, die ihre KI sauber in die bestehende Cloud-Verwaltung einbinden wollen, ist das ein dicker Brocken.
GA: Schluss mit Vorschau-Status
Bisher war Claude in der Microsoft-Welt eher zum Ausprobieren da. Mit dem GA-Schritt wird daraus ein verlässliches Angebot für den Dauerbetrieb. Verfügbar sind Claude Opus 4.8 und Claude Haiku 4.5 über die Messages-API — inklusive Kern-Funktionen wie Prompt Caching und Extended Thinking. Damit deckst du alles ab, vom Coding über agentische Workflows bis zu kniffligem Reasoning.
Zwei Wege, Claude zu betreiben
Microsoft Foundry gibt dir die Wahl. Variante 1 — gehostet auf Azure: Claude läuft in deiner Azure-Umgebung, mit deiner gewohnten Authentifizierung, Abrechnung und Governance. Wer Datenresidenz braucht, kann eine US-Datenzone wählen. Variante 2 — gehostet bei Anthropic: für den Fall, dass du den vollen Funktionsumfang der API brauchst oder ein Modell, das auf Azure noch nicht liegt.
Unter der Haube: NVIDIA GB300 Blackwell
Spannend für Technik-Fans: Claude läuft in Foundry auf NVIDIA Blackwell Ultra (GB300), vernetzt über InfiniBand. Das ist rack-skalierte KI-Hardware, die für genau diese Art von Inferenz gebaut wurde — also schnelle, effiziente Antworten auch bei vielen parallelen Anfragen.
Lohnt sich das für dich?
Wenn dein Unternehmen ohnehin auf Azure setzt, ist die Antwort meist ja: Du bekommst Claude mit den Verwaltungs-Werkzeugen, die deine IT bereits kennt, ohne ein zweites Abrechnungs- und Rechte-System aufzumachen. Für reine Bastler im Homelab bleibt die direkte Anthropic-API natürlich der einfachere Einstieg.