Vorsicht beim nächsten Tabellen-Anhang: Sicherheitsforscher warnen aktuell breit vor einer Schwachstelle in Microsoft Office, bei der schon eine einzige präparierte Excel-Datei reicht, um fremden Code auf deinem PC auszuführen. Die Lücke trägt die Kennung CVE-2025-60727. Microsoft hat bereits einen Patch veröffentlicht — viele Systeme sind aber noch nicht aktualisiert.
GEFAHR: Eine Datei, volle Kontrolle
Technisch steckt dahinter ein sogenannter Out-of-Bounds-Read (CWE-125) in der Art, wie Excel Dateien einliest. Öffnest du eine Tabelle mit manipulierten Längen- und Offset-Werten, liest die Anwendung Speicher außerhalb des vorgesehenen Bereichs — und am Ende kann ein Angreifer Code mit deinen Rechten ausführen. Heißt: Was du darfst, darf dann auch der Schadcode.
Wer betroffen ist
Die Liste ist lang und trifft den Büro-Alltag mitten ins Herz: Microsoft 365 Apps (32- und 64-Bit), Excel 2016, Office 2019, Office LTSC 2021 und 2024 sowie der Office Online Server. Wer Office beruflich nutzt, ist mit hoher Wahrscheinlichkeit dabei.
So schützt du dich in 5 Minuten
Das Wichtigste zuerst: Installiere die aktuellen Office-Updates. Microsoft hat den Fehler bereits gestopft, der Patch muss nur ankommen. Zusätzlich härtest du dein Office so ab:
- Die Geschützte Ansicht für Dateien aus dem Internet und aus E-Mails aktiviert lassen.
- Makros und externe Inhalte per Gruppenrichtlinie blockieren.
- ASR-Regeln (Attack Surface Reduction) setzen, damit Office keine Kind-Prozesse starten darf.
- Anhänge aus unbekannten Quellen nicht ungeprüft öffnen — auch wenn der Absender bekannt wirkt.
FAZIT: Patchen, nicht abwarten
Office-Lücken über Dokumente sind ein Dauerbrenner, weil fast jeder täglich Tabellen öffnet. Die gute Nachricht: Hier gibt es bereits ein Update. Spiel es ein, dann ist diese Tür wieder zu.