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Wenn du in den letzten zwei Jahren nach einem Google-Fotos-Ersatz gesucht hast, bist du an einem Namen nicht vorbeigekommen: Immich. Jetzt hat das Team einen Rückblick veröffentlicht — „FUTO, 2 years later“ — und der liest sich wie das Drehbuch einer Open-Source-Erfolgsgeschichte. 2024 schlüpfte das Projekt unter das Dach der FUTO-Organisation, die quelloffene Software finanziert, ohne sie zu vereinnahmen. Zeit für eine Bilanz.
UNGLAUBLICH: Vom Feierabend-Projekt zum Vollzeit-Team
Der wichtigste Effekt der FUTO-Übernahme: Aus einem Hobby wurde ein bezahltes Vollzeit-Team. Gründer Alex Tran und mehrere Kern-Entwickler arbeiten seit zwei Jahren hauptberuflich an Immich — ohne Venture Capital, ohne Werbe-Deals, ohne Premium-Abo. FUTO finanziert das Projekt, die Software bleibt komplett kostenlos und quelloffen.
Das Ergebnis kann sich sehen lassen: Immich hat in dieser Zeit den Sprung zur stabilen Release-Politik geschafft, die gefürchteten Breaking Changes bei Updates sind selten geworden, und mit Version 1.142 wurde zuletzt die neue Timeline zum Standard. Funktionen wie automatisches Handy-Backup, Gesichtserkennung, Kartenansicht und geteilte Alben machen den Abstand zu Google Fotos immer kleiner.
DARUM ist das Modell so besonders
Open-Source-Projekte sterben selten am Code — sie sterben an Burnout und Geldmangel. Das FUTO-Modell zeigt einen dritten Weg zwischen „Hobby bis zum Umfallen“ und „Exit an einen Konzern“: Finanzierung ohne Kontrollübernahme. Gerade in einer Woche, in der die Community über Maintainer-Burnout und KI-Fluten in Open-Source-Projekten diskutiert, ist das ein bemerkenswertes Gegenbeispiel.
SO startest du mit Immich
Immich läuft als Docker-Compose-Stack auf praktisch allem: Mini-PC, ausrangierter Büro-Rechner oder NAS. Wichtig sind genug Speicherplatz für die Foto-Bibliothek und idealerweise eine kleine GPU oder moderne CPU für die Bilderkennung. Ein 2-Bay-NAS wie die Synology DS224+* reicht für die meisten Familien-Bibliotheken locker — Immich läuft dort im Container, die Fotos liegen redundant auf zwei Platten.
FAZIT: Der Google-Fotos-Ersatz ist erwachsen geworden
Zwei Jahre FUTO haben Immich von einem vielversprechenden Experiment zu DER Standard-Empfehlung für selbst gehostete Fotos gemacht. Wer den Absprung von Google plant, findet aktuell kaum ein besseres Gesamtpaket.
Häufige Fragen
Was ist FUTO überhaupt?
Ist Immich wirklich ein vollwertiger Google-Fotos-Ersatz?
Welche Hardware brauche ich für Immich?
Ist Immich nach zwei Jahren FUTO sicher vor dem Aus?
Quellen: Immich-Blog: FUTO — 2 years later · Self-Host Weekly (5. Juni 2026)