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Da steht er also: ein großer, weißer Karton mit dem Versprechen „Full of productivity. Full of savings.“ Ich habe in den letzten Jahren genug Tintenpatronen-Drucker verschlissen, um bei diesem Satz erstmal die Augenbraue zu heben. Trotzdem ist der HP Smart Tank 7305 bei mir eingezogen — und ich habe das Auspacken Schritt für Schritt fotografiert. In diesem Beitrag nehme ich dich mit durch das Unboxing, die Einrichtung und vor allem die Frage, die am Ende wirklich zählt: Spart so ein Tankdrucker auf Dauer Geld, oder ist das nur ein cleverer Marketing-Spruch?
Erstmal ausgepackt: Was steckt im Karton?
Der erste Eindruck ist solide. Der Karton ist schwer — kein Wunder, denn anders als bei klassischen Patronen-Druckern liegt hier richtig viel Tinte bei.

Auf der Rückseite verrät HP die wichtigsten Eckdaten in der „At a glance“-Übersicht: Drucken, Scannen, Kopieren plus ein automatischer Dokumenteneinzug (ADF) für bis zu 35 Seiten. Genau die Art von Detail, die im Alltag den Unterschied macht — wer schon mal zehn Seiten einzeln auf das Scannerglas gelegt hat, weiß, was ich meine.

Im Inneren ist alles ordentlich in Styropor gebettet, oben drauf liegt der Setup Guide der 7300er-Serie. Hebt man den Drucker heraus, kommt der eigentliche Lieferumfang zum Vorschein:

- 3 Farb-Tintenflaschen (Cyan, Magenta, Gelb — HP 31, je 70 ml)
- 2 schwarze Tintenflaschen (HP 32XL, je 135 ml — ja, gleich zwei davon)
- 2 Druckköpfe (einer schwarz, einer dreifarbig)
- Netzkabel
- Setup Guide und die übliche Papierdokumentation

Diese Menge an Tinte ist der Grund, warum HP mit „bis zu 3 Jahre Tinte inklusive“ wirbt. Wir kommen gleich noch dazu, ob das realistisch ist — Spoiler: für die meisten Privathaushalte erstaunlicherweise schon.

Als echtes 3-in-1-Gerät bringt der 7305 auch einen vollwertigen Flachbettscanner mit. Der Deckel klappt großzügig auf, darunter wartet die Glasplatte für Vorlagen, die nicht durch den automatischen Einzug passen.

Die technischen Daten — und was sie im Alltag bedeuten
Zahlen auf einer Verpackung sind schnell beeindruckend. Wichtiger ist, was sie für dich am Schreibtisch heißen. Hier die Eckdaten im Klartext:
| Spezifikation | Wert | Was das heißt |
|---|---|---|
| Funktionen | Drucken, Scannen, Kopieren, 35-Seiten-ADF | Echtes 3-in-1 plus automatischer Einzug für Mehrseiter |
| Druckgeschwindigkeit | bis zu 15 Seiten/Min. (s/w), 9 Seiten/Min. (Farbe) | Für Homeoffice flott genug, kein Highspeed-Bürodrucker |
| Papierzufuhr | 250-Blatt-Fach, automatischer Duplex | Selten nachlegen, beidseitig drucken ohne Handgriffe |
| Konnektivität | Dual-Band-WLAN, Wi-Fi Direct, Ethernet, USB | Per Kabel oder Funk — auch fürs Homelab per LAN nutzbar |
| Reichweite Tinte | bis zu 6.000 Seiten s/w, 8.000 Seiten Farbe | Hält bei Normalnutzung Jahre |
| Original-Tinte | HP 31 (Farbe) + HP 32XL (Schwarz) | Günstig in 70-/135-ml-Flaschen nachkaufbar |
Besonders praktisch finde ich den eingebauten Ethernet-Anschluss. In meinem Homelab hängt der Drucker damit stabil am Switch, statt sich auf WLAN zu verlassen. Das „self-healing WLAN“ ist HPs Marketing-Wort dafür, dass sich der Drucker bei Verbindungsabbrüchen selbst neu verbindet — nett, aber Kabel bleibt Kabel.


Das Tank-System: Hier liegt der eigentliche Clou
Der entscheidende Unterschied zu einem normalen Drucker sitzt vorne rechts: drei durchsichtige Tintentanks für Gelb, Magenta und Cyan, deren Füllstand du jederzeit ablesen kannst. Kein Rätselraten mehr, ob die Patrone gleich leer ist.

Ein Tank (englisch tank = Behälter) ist im Grunde ein kleiner, fest verbauter Tintenbehälter, den du mit einer Flasche nachfüllst — statt jedes Mal eine komplette Plastikpatrone wegzuwerfen. Das ist günstiger und produziert deutlich weniger Müll.
Einrichtung: Tinte einfüllen und die HP-Smart-App-Hürde
Die Erstbefüllung ist erstaunlich sauber gelöst. Die Flaschen haben ein Anti-Tropf-System: Du setzt sie kopfüber auf die passende Öffnung, und die Tinte läuft erst, wenn die Flasche richtig sitzt. Vollgekleckerte Finger wie bei den alten Nachfüll-Sets von früher gibt es nicht mehr.


Achte beim Einfüllen genau auf die Farbcodierung (Y = Gelb, M = Magenta, C = Cyan). Die Öffnungen sind so geformt, dass eigentlich nichts schiefgehen kann — aber einmal die falsche Farbe in den falschen Tank, und du hast ein teures Problem.
Mein einziger echter Kritikpunkt bisher: Die HP-Smart-App möchte für die Einrichtung gern ein HP-Konto. Mehrere Tests bemängeln, dass selbst einfache Aktionen über die App und ein Konto laufen sollen. Drucken über die klassischen Treiber geht zwar weiterhin ohne — aber HP macht den App-Weg sehr prominent.
Was mir gefällt — und was nervt
- Sehr niedrige Seitenkosten dank Tanksystem
- Riesige Tintenmenge bereits im Karton
- Sauberes, tropffreies Nachfüllen
- Ethernet an Bord — top fürs Homelab
- Automatischer Duplexdruck + 35-Seiten-ADF
- Füllstände jederzeit sichtbar
- HP-Smart-App drängt zum HP-Konto
- Höherer Anschaffungspreis als Patronen-Drucker
- Kein Spitzen-Tempo für große Büros
- Recht groß und schwer — braucht festen Platz
Die Tintenkosten-Rechnung: Lohnt sich das?
Jetzt zum Kern. Ein Tankdrucker kostet in der Anschaffung mehr als ein 50-Euro-Patronengerät — der 7305 liegt aktuell bei rund 230 bis 250 €. Die Frage ist also: Holst du das über die Tinte wieder rein?
Rechnen wir es grob durch. Eine schwarze Patrone eines günstigen Druckers kostet schnell 20–30 € und schafft vielleicht 200 Seiten. Beim Smart Tank reicht eine 135-ml-Flasche 32XL für bis zu 6.000 Seiten. Anders gesagt:
| Klassischer Patronendrucker | HP Smart Tank 7305 | |
|---|---|---|
| Anschaffung | ca. 50–80 € | ca. 230–250 € |
| Kosten pro s/w-Seite | oft 8–12 Cent | Bruchteil eines Cents |
| Tinte im Karton | halbleere „Setup“-Patronen | bis zu 3 Jahre Vorrat |
| Lohnt sich ab | — | ca. 1.500–2.000 Seiten/Jahr |
Die Faustregel: Druckst du regelmäßig und auch in Farbe — Schulkram, Bastelvorlagen, Rechnungen, Homeoffice-Dokumente — rechnet sich der Aufpreis meist innerhalb von ein bis zwei Jahren. Druckst du nur drei Seiten im Monat, ist ein günstiger Patronendrucker oder gar ein Laserdrucker die ehrlichere Wahl.
Für wen lohnt sich der HP Smart Tank 7305?
Nach dem Auspacken und der Einrichtung ist mein Zwischenfazit klar: Der HP Smart Tank 7305 ist ein durchdachtes Gerät für alle, die viel und gern in Farbe drucken, ohne bei jeder leeren Patrone Magenschmerzen zu bekommen. Verarbeitung, Lieferumfang und das saubere Nachfüllsystem haben mich überzeugt. Den App-Zwang muss man wissen — er ist verkraftbar, aber ein vermeidbarer Wermutstropfen.
Wenn du den Drucker selbst ausprobieren willst, findest du ihn hier:
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Einen ausführlichen Langzeit-Test mit Druckqualität-Vergleich und echten Kosten nach einigen Monaten reiche ich nach — diesen Beitrag aktualisiere ich dann.