#Hardware · 7 Min. Lesezeit · Tim Rinkel

HP Smart Tank 7305 im Test: Auspacken, Einrichten und die ehrliche Tintenkosten-Rechnung

Unboxing, Einrichtung und die ehrliche Tintenkosten-Rechnung zum HP Smart Tank 7305 — mit echten Fotos, Specs-Tabelle und Pro-Contra.

HP Smart Tank 7305 im Test: Auspacken, Einrichten und die ehrliche Tintenkosten-Rechnung

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Da steht er also: ein großer, weißer Karton mit dem Versprechen „Full of productivity. Full of savings.“ Ich habe in den letzten Jahren genug Tintenpatronen-Drucker verschlissen, um bei diesem Satz erstmal die Augenbraue zu heben. Trotzdem ist der HP Smart Tank 7305 bei mir eingezogen — und ich habe das Auspacken Schritt für Schritt fotografiert. In diesem Beitrag nehme ich dich mit durch das Unboxing, die Einrichtung und vor allem die Frage, die am Ende wirklich zählt: Spart so ein Tankdrucker auf Dauer Geld, oder ist das nur ein cleverer Marketing-Spruch?

Erstmal ausgepackt: Was steckt im Karton?

Der erste Eindruck ist solide. Der Karton ist schwer — kein Wunder, denn anders als bei klassischen Patronen-Druckern liegt hier richtig viel Tinte bei.

HP Smart Tank 7305 Karton von vorne mit dem Slogan Full of productivity
Der Karton verspricht bis zu drei Jahre Tinte im Lieferumfang.

Auf der Rückseite verrät HP die wichtigsten Eckdaten in der „At a glance“-Übersicht: Drucken, Scannen, Kopieren plus ein automatischer Dokumenteneinzug (ADF) für bis zu 35 Seiten. Genau die Art von Detail, die im Alltag den Unterschied macht — wer schon mal zehn Seiten einzeln auf das Scannerglas gelegt hat, weiß, was ich meine.

Rückseite des HP Smart Tank 7305 Kartons mit Spezifikationsübersicht
Die Rückseite listet alle technischen Eckdaten übersichtlich auf.

Im Inneren ist alles ordentlich in Styropor gebettet, oben drauf liegt der Setup Guide der 7300er-Serie. Hebt man den Drucker heraus, kommt der eigentliche Lieferumfang zum Vorschein:

HP Smart Tank 7305 verpackt im Karton mit Setup Guide
Gut gepolstert: der Drucker mit Schnellstartanleitung obenauf.
  • 3 Farb-Tintenflaschen (Cyan, Magenta, Gelb — HP 31, je 70 ml)
  • 2 schwarze Tintenflaschen (HP 32XL, je 135 ml — ja, gleich zwei davon)
  • 2 Druckköpfe (einer schwarz, einer dreifarbig)
  • Netzkabel
  • Setup Guide und die übliche Papierdokumentation
Lieferumfang des HP Smart Tank 7305 mit fünf Tintenflaschen, Netzkabel und Druckköpfen
Der komplette Lieferumfang: fünf Tintenflaschen, Netzkabel und beide Druckköpfe.

Diese Menge an Tinte ist der Grund, warum HP mit „bis zu 3 Jahre Tinte inklusive“ wirbt. Wir kommen gleich noch dazu, ob das realistisch ist — Spoiler: für die meisten Privathaushalte erstaunlicherweise schon.

HP Smart Tank 7305 von oben mit blauem Transport-Klebeband und Tintenflaschen
Vor der Einrichtung: erst die blauen Transportsicherungen entfernen.

Als echtes 3-in-1-Gerät bringt der 7305 auch einen vollwertigen Flachbettscanner mit. Der Deckel klappt großzügig auf, darunter wartet die Glasplatte für Vorlagen, die nicht durch den automatischen Einzug passen.

Geöffneter Flachbettscanner des HP Smart Tank 7305 mit ausgezogenem Papierfach
Der Flachbettscanner mit dem ausgezogenen Ausgabefach.

Die technischen Daten — und was sie im Alltag bedeuten

Zahlen auf einer Verpackung sind schnell beeindruckend. Wichtiger ist, was sie für dich am Schreibtisch heißen. Hier die Eckdaten im Klartext:

Spezifikation Wert Was das heißt
Funktionen Drucken, Scannen, Kopieren, 35-Seiten-ADF Echtes 3-in-1 plus automatischer Einzug für Mehrseiter
Druckgeschwindigkeit bis zu 15 Seiten/Min. (s/w), 9 Seiten/Min. (Farbe) Für Homeoffice flott genug, kein Highspeed-Bürodrucker
Papierzufuhr 250-Blatt-Fach, automatischer Duplex Selten nachlegen, beidseitig drucken ohne Handgriffe
Konnektivität Dual-Band-WLAN, Wi-Fi Direct, Ethernet, USB Per Kabel oder Funk — auch fürs Homelab per LAN nutzbar
Reichweite Tinte bis zu 6.000 Seiten s/w, 8.000 Seiten Farbe Hält bei Normalnutzung Jahre
Original-Tinte HP 31 (Farbe) + HP 32XL (Schwarz) Günstig in 70-/135-ml-Flaschen nachkaufbar

Besonders praktisch finde ich den eingebauten Ethernet-Anschluss. In meinem Homelab hängt der Drucker damit stabil am Switch, statt sich auf WLAN zu verlassen. Das „self-healing WLAN“ ist HPs Marketing-Wort dafür, dass sich der Drucker bei Verbindungsabbrüchen selbst neu verbindet — nett, aber Kabel bleibt Kabel.

Rückseite des HP Smart Tank 7305 mit Anschlüssen und Duplex-Einheit
Die Rückseite mit der herausnehmbaren Duplex-Einheit für beidseitigen Druck.
Nahaufnahme der Anschlüsse und des Typenschilds auf der Rückseite
Stromanschluss, Ethernet-Port und Typenschild mit 100–240 Volt.

Das Tank-System: Hier liegt der eigentliche Clou

Der entscheidende Unterschied zu einem normalen Drucker sitzt vorne rechts: drei durchsichtige Tintentanks für Gelb, Magenta und Cyan, deren Füllstand du jederzeit ablesen kannst. Kein Rätselraten mehr, ob die Patrone gleich leer ist.

Seitliche Tintenstandsanzeige des HP Smart Tank 7305 mit gelber Nachfüllflasche
Durch die Sichtfenster liest du den Füllstand jederzeit ab.

Ein Tank (englisch tank = Behälter) ist im Grunde ein kleiner, fest verbauter Tintenbehälter, den du mit einer Flasche nachfüllst — statt jedes Mal eine komplette Plastikpatrone wegzuwerfen. Das ist günstiger und produziert deutlich weniger Müll.

Einrichtung: Tinte einfüllen und die HP-Smart-App-Hürde

Die Erstbefüllung ist erstaunlich sauber gelöst. Die Flaschen haben ein Anti-Tropf-System: Du setzt sie kopfüber auf die passende Öffnung, und die Tinte läuft erst, wenn die Flasche richtig sitzt. Vollgekleckerte Finger wie bei den alten Nachfüll-Sets von früher gibt es nicht mehr.

Schwarze HP 32XL Tintenflasche wird in den geöffneten Tank des Smart Tank 7305 eingesetzt
Die schwarze 32XL-Flasche steckt tropffrei im offenen Tank.
Magenta Tintenflasche von oben beim tropffreien Nachfüllen
Das Anti-Tropf-System aus der Vogelperspektive.

Achte beim Einfüllen genau auf die Farbcodierung (Y = Gelb, M = Magenta, C = Cyan). Die Öffnungen sind so geformt, dass eigentlich nichts schiefgehen kann — aber einmal die falsche Farbe in den falschen Tank, und du hast ein teures Problem.

Mein einziger echter Kritikpunkt bisher: Die HP-Smart-App möchte für die Einrichtung gern ein HP-Konto. Mehrere Tests bemängeln, dass selbst einfache Aktionen über die App und ein Konto laufen sollen. Drucken über die klassischen Treiber geht zwar weiterhin ohne — aber HP macht den App-Weg sehr prominent.

Was mir gefällt — und was nervt

👍 Pro

  • Sehr niedrige Seitenkosten dank Tanksystem
  • Riesige Tintenmenge bereits im Karton
  • Sauberes, tropffreies Nachfüllen
  • Ethernet an Bord — top fürs Homelab
  • Automatischer Duplexdruck + 35-Seiten-ADF
  • Füllstände jederzeit sichtbar
👎 Contra

  • HP-Smart-App drängt zum HP-Konto
  • Höherer Anschaffungspreis als Patronen-Drucker
  • Kein Spitzen-Tempo für große Büros
  • Recht groß und schwer — braucht festen Platz

Die Tintenkosten-Rechnung: Lohnt sich das?

Jetzt zum Kern. Ein Tankdrucker kostet in der Anschaffung mehr als ein 50-Euro-Patronengerät — der 7305 liegt aktuell bei rund 230 bis 250 €. Die Frage ist also: Holst du das über die Tinte wieder rein?

Rechnen wir es grob durch. Eine schwarze Patrone eines günstigen Druckers kostet schnell 20–30 € und schafft vielleicht 200 Seiten. Beim Smart Tank reicht eine 135-ml-Flasche 32XL für bis zu 6.000 Seiten. Anders gesagt:

Klassischer Patronendrucker HP Smart Tank 7305
Anschaffung ca. 50–80 € ca. 230–250 €
Kosten pro s/w-Seite oft 8–12 Cent Bruchteil eines Cents
Tinte im Karton halbleere „Setup“-Patronen bis zu 3 Jahre Vorrat
Lohnt sich ab ca. 1.500–2.000 Seiten/Jahr

Die Faustregel: Druckst du regelmäßig und auch in Farbe — Schulkram, Bastelvorlagen, Rechnungen, Homeoffice-Dokumente — rechnet sich der Aufpreis meist innerhalb von ein bis zwei Jahren. Druckst du nur drei Seiten im Monat, ist ein günstiger Patronendrucker oder gar ein Laserdrucker die ehrlichere Wahl.

Für wen lohnt sich der HP Smart Tank 7305?

Nach dem Auspacken und der Einrichtung ist mein Zwischenfazit klar: Der HP Smart Tank 7305 ist ein durchdachtes Gerät für alle, die viel und gern in Farbe drucken, ohne bei jeder leeren Patrone Magenschmerzen zu bekommen. Verarbeitung, Lieferumfang und das saubere Nachfüllsystem haben mich überzeugt. Den App-Zwang muss man wissen — er ist verkraftbar, aber ein vermeidbarer Wermutstropfen.

Wenn du den Drucker selbst ausprobieren willst, findest du ihn hier:

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Einen ausführlichen Langzeit-Test mit Druckqualität-Vergleich und echten Kosten nach einigen Monaten reiche ich nach — diesen Beitrag aktualisiere ich dann.

Häufige Fragen

Was kostet der HP Smart Tank 7305?
Der Drucker liegt aktuell bei rund 230 bis 250 Euro. Das klingt nach viel für einen Heimdrucker, beinhaltet aber bereits Tinte für bis zu drei Jahre Normalnutzung. Die hohen Anschaffungskosten gleichen sich durch die extrem niedrigen Seitenkosten über die Zeit wieder aus.
Lohnt sich der Tankdrucker gegenüber einem Patronendrucker?
Für Vieldrucker ja. Wer pro Jahr deutlich über 1.500 Seiten druckt — gerne auch in Farbe — spart mit dem Tanksystem schnell mehr, als der höhere Kaufpreis ausmacht. Wer nur selten ein paar Seiten druckt, fährt mit einem günstigen Patronen- oder Laserdrucker meist besser.
Brauche ich zwingend ein HP-Konto und die HP-Smart-App?
Für die volle Funktionsvielfalt drängt HP stark zur Smart-App und einem Konto. Drucken über die klassischen Druckertreiber am PC funktioniert weiterhin auch ohne Konto. Die App ist bequem für Scans und mobiles Drucken, aber kein absolutes Muss für den Basisbetrieb.
Kann ich den Drucker per LAN-Kabel ins Netzwerk hängen?
Ja. Der Smart Tank 7305 hat einen eingebauten Ethernet-Anschluss. Gerade im Homelab oder kleinen Büro ist das praktisch, weil die Verbindung stabiler ist als WLAN. Alternativ stehen Dual-Band-WLAN und Wi-Fi Direct bereit, falls kein Kabel verlegt werden soll.

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