#Homelab · 4 Min. Lesezeit · Tim Rinkel

ENDLICH AUFGERÄUMT! Dieser Selfhosting-Tracker merkt sich Filme, Serien, Bücher und Podcasts an EINEM Ort

ENDLICH AUFGERÄUMT! Dieser Selfhosting-Tracker merkt sich Filme, Serien, Bücher und Podcasts an EINEM Ort

Hinweis: Dieser Beitrag enthält Affiliate-Links (mit * gekennzeichnet). Kaufst du über einen dieser Links, erhalte ich eine kleine Provision — für dich ändert sich der Preis nicht.

Wer seine Mediensammlung ernsthaft verfolgt, hat meist drei Dienste offen: einen für Filme und Serien, einen für Bücher, einen für Spiele. Jeder mit eigenem Konto, eigenen Daten, eigener Datensammelei. Floppy will genau das zusammenführen — auf deiner eigenen Hardware.

Alles unter einem Dach — auch Musik und Podcasts

Floppy versteht sich als Alternative zu Trakt, Letterboxd und TV Time, deckt aber deutlich mehr ab. Verfolgt werden:

  • Filme, Serien und Anime
  • Bücher
  • Spiele
  • Musik und Podcasts

Bemerkenswert ist der letzte Punkt: Musik und Podcasts sind bei Floppy vollwertige Medientypen und keine nachträglich angeflanschte Notlösung. Genau daran scheitern die meisten Tracker.

Was das Projekt praktisch macht

Die Funktionen, die im Alltag zählen:

  • eine Fortschrittsansicht, die dir sagt, was als Nächstes dran ist
  • ein durchsuchbarer Gesamtverlauf statt getrennter Listen je Medientyp
  • Jahresrückblick-Statistiken und teilbare Listen
  • Verwaltung eigener Sammlungen — was du wirklich besitzt
  • Kalender und iCal-Feeds für kommende Veröffentlichungen
  • Benachrichtigungen über Apprise
  • Mehrbenutzer-Konten mit OIDC und Anmeldung über soziale Netzwerke

Der eigentliche Trumpf: Es redet mit deinem Medienserver

Floppy klinkt sich in die Wiedergabe von Jellyfin, Plex und Emby ein. Was du auf deinem eigenen Medienserver schaust, landet automatisch im Verlauf — kein manuelles Abhaken.

Genauso wichtig ist der Weg hinein: Importiert werden kann aus Trakt, Simkl, MyAnimeList, AniList, Kitsu, Steam, Goodreads, StoryGraph, Hardcover, IMDb, HowLongToBeat und Grouvee. Wer schon seit Jahren woanders sammelt, muss also nicht bei null anfangen — und genau daran scheitern Umzüge sonst.

Woher es kommt: eine Abspaltung mit Ansage

Floppy ist keine Neuentwicklung aus dem Nichts, sondern eine Abspaltung von Yamtrack, die inzwischen unter eigenem Namen als eigenständiges Projekt weiterläuft. Betreut wird sie von einem eigenen Maintainer, aufbauend auf der Vorarbeit des ursprünglichen Entwicklers.

Das ist ehrlich kommuniziert und praktisch relevant: Wer Yamtrack bereits betreibt, kennt den Aufbau und findet sich sofort zurecht.

So probierst du es aus

Floppy läuft in Docker und speichert alles auf deiner eigenen Hardware. Für Unraid gibt es einen Eintrag in den Community Apps, auf jedem anderen System reicht ein Container samt Datenverzeichnis.

Ressourcen braucht das Projekt kaum — es verwaltet Metadaten, es kodiert keine Videos um. Ein Raspberry Pi 5* neben dem eigentlichen Medienserver reicht dafür locker, wenn du deine Dienste sauber trennen willst.

Zwei Hinweise vorab: Lege das Datenverzeichnis von Anfang an in dein Backup, denn ein über Jahre gewachsener Medienverlauf ist praktisch nicht wiederherstellbar. Und stelle den Dienst nicht ohne Absicherung ins offene Internet — ein Reverse Proxy mit Zugangsschutz oder ein VPN sind hier Pflicht, wie bei jedem selbst gehosteten Dienst.

FAZIT: Für Sammler mit Ordnungssinn

Floppy löst kein dringendes Problem — aber ein hartnäckiges. Wer seine Mediengewohnheiten dokumentiert und keine Lust hat, das auf drei fremden Plattformen zu tun, bekommt hier ein erstaunlich vollständiges Werkzeug. Als junges Projekt gilt: erst mit Testdaten spielen, dann umziehen.

Häufige Fragen

Was genau ist Floppy?
Floppy ist ein selbst gehosteter Medientracker, der Filme, Serien, Anime, Bücher, Spiele, Musik und Podcasts an einem Ort verwaltet. Er versteht sich als Alternative zu Trakt, Letterboxd und TV Time, speichert die Daten aber auf deiner eigenen Hardware statt bei einem Anbieter.
Welche Medienserver werden unterstützt?
Floppy bindet die Wiedergabe von Jellyfin, Plex und Emby an. Was du dort abspielst, wird automatisch im Verlauf vermerkt. Zusätzlich lassen sich Bestände aus Trakt, Simkl, MyAnimeList, AniList, Kitsu, Steam, Goodreads, StoryGraph, Hardcover, IMDb, HowLongToBeat und Grouvee importieren.
Welche Hardware brauche ich dafür?
Sehr wenig. Floppy läuft in Docker und verwaltet lediglich Metadaten, es kodiert keine Videos um. Ein NAS, ein kleiner Homeserver oder ein Raspberry Pi genügen. Wichtig ist eher, dass das Datenverzeichnis regelmäßig gesichert wird.
Wie unterscheidet sich Floppy von Yamtrack?
Floppy ist eine Abspaltung von Yamtrack, die inzwischen unter eigenem Namen als eigenständiges Projekt mit eigenem Maintainer weiterentwickelt wird. Der Aufbau ist verwandt, die Weiterentwicklung läuft getrennt. Wer Yamtrack kennt, findet sich sofort zurecht.

Quellen

Kommentar hinterlassen

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert