Kaum eine Woche nach 1.1 legt System76 nach: COSMIC Desktop 1.2 ist da. Die noch junge, komplett in Rust geschriebene Linux-Oberfläche wird mit diesem Update spürbar runder — vor allem, wenn dich zuletzt Flackern und kleine Abstürze genervt haben.
SCHLUSS MIT DEM FLACKERN
Der wichtigste Fix steckt im Compositor: Das Flackern beim Öffnen der Arbeitsflächen-Übersicht ist behoben. Zusätzlich hat System76 eine Eigenheit neuerer Intel-Grafik entschärft — auf Systemen mit Meteor Lake, Arrow Lake und Lunar Lake verzichtet COSMIC nun auf problematische Direktkopien zwischen Intel-iGPU und einer AMD- oder NVIDIA-Grafikkarte. Auch der COSMIC-Launcher flackert beim Öffnen nicht mehr.
DATEI-MANAGER WIRD ERWACHSENER
Die Dateien-App bekommt gleich mehrere Verbesserungen: Ein Absturz beim Entpacken von Archiven ist gefixt, in den Eigenschaften lassen sich jetzt Prüfsummen anzeigen, und du kannst den Inhalt eines Ordners ansehen, während er im Papierkorb liegt. Kleine Details, die im Alltag den Unterschied machen. Der Hintergrund-Dienst unterstützt außerdem das AVIF-Bildformat.
VIELE KLEINE POLITUR-ARBEITEN
Beim Feinschliff hat sich einiges getan: Das VPN-Applet fragt jetzt korrekt nach dem Passwort, Netzwerk- und Bluetooth-Applet zeigen beim Verbinden einen Spinner, und das Akku-Applet blendet ein Stecker-Symbol ein, wenn kein Akku vorhanden ist. Dazu kommen bessere Prüfungen für ungültige MAC-Adressen und ein Einstellungs-Dienst, der die PipeWire-Verbindung nach einem Fehler erneut versucht. FAZIT: Kein Feature-Feuerwerk, aber genau die Art Wartungs-Release, die eine junge Desktop-Umgebung alltagstauglich macht.