#Künstliche Intelligenz · 3 Min. Lesezeit · Tim Rinkel

FORSCHER-HAMMER! Claude wird JETZT zum Labor-Assistenten — und verschenkt 30.000 Dollar Rechenzeit

FORSCHER-HAMMER! Claude wird JETZT zum Labor-Assistenten — und verschenkt 30.000 Dollar Rechenzeit

Anthropic bringt Claude ins Labor: Am 30. Juni startete Claude Science — eine KI-Werkbank, die speziell für Forscher gebaut ist. Statt zwischen dutzenden Datenbanken, Dateiformaten und Skripten hin- und herzuspringen, sollen Wissenschaftler alles an einem Ort erledigen. Und das Beste: Jede Abbildung kommt mit ihrem eigenen „Kochrezept“.

Über 60 Datenbanken an EINEM Ort

Der Kern von Claude Science ist der Zugriff auf mehr als 60 wissenschaftliche Datenbanken — darunter Schwergewichte wie UniProt, PDB, Ensembl, Reactome, ClinVar, ChEMBL und GEO, dazu Fachjournale und Preprint-Server. Normalerweise hat jede dieser Quellen ihr eigenes Format und braucht eine eigene Daten-Pipeline. Claude Science fasst sie in einer Umgebung zusammen, in der Forscher alle Arbeitsschritte durchführen können.

Ergebnisse, die man WIRKLICH nachprüfen kann

Das vielleicht wichtigste Detail für die Wissenschaft: Reproduzierbarkeit. Erzeugt Claude Science eine Abbildung, liefert es den exakten Code, die genaue Rechenumgebung, eine Beschreibung in Alltagssprache und den vollständigen Nachrichtenverlauf gleich mit. So lässt sich Monate später nachvollziehen, wie ein Ergebnis zustande kam. Das Werkzeug rendert dabei sogar 3D-Proteinstrukturen, Genom-Tracks und chemische Strukturen direkt.

Rechenpower auf Zuruf — aber mit Bremse

Für schwere Analysen greift Claude Science auf externe Rechenressourcen zu: HPC-Cluster über SSH oder Modal-Konten für Rechenleistung nach Bedarf, skalierbar von einer einzelnen GPU bis zu hunderten. Wichtig für die Sicherheit: Das System fragt nach, bevor es neue Ressourcen anfasst, und Forscher können Entscheidungen prüfen oder zurücknehmen, bevor Rechenjobs abgeschickt werden.

30.000 Dollar Rechenzeit zu gewinnen

Anthropic will Forscher aktiv anlocken: Das Unternehmen vergibt bis zu 30.000 US-Dollar an Guthaben für bis zu 50 Forschungsprojekte. Die Bewerbungsfrist endet am 15. Juli 2026, die Gewinner werden bis zum 31. Juli benannt. Als frühe Kunden nennt Anthropic den Pharmakonzern Novo Nordisk und das Allen Institute — und macht damit klar, dass Claude Science auch eine neue Einnahmequelle vor dem geplanten Börsengang ist.

FAZIT: Mehr als ein Chat

Claude Science ist kein weiterer Chatbot, sondern eine spezialisierte Arbeitsumgebung. Der Fokus auf nachprüfbare, wiederholbare Ergebnisse trifft genau den wunden Punkt vieler Labore. Wer forscht — oder ein Homelab für Datenanalyse nutzt — sollte sich die Beta ansehen, solange der Grant noch läuft.

Häufige Fragen

Was ändert sich für mich als Nutzer?
Wenn du wissenschaftlich arbeitest, bündelt Claude Science Werkzeuge, die bisher über dutzende Datenbanken und Dateiformate verstreut waren, in einer einzigen Umgebung. Du kannst Daten abfragen, Analysen laufen lassen und Abbildungen erzeugen — inklusive dem exakten Code und der Umgebung, die das Ergebnis produziert haben.
Wann ist Claude Science verfügbar?
Ab sofort in der Beta. Anthropic hat das Werkzeug am 30. Juni 2026 vorgestellt. Es läuft lokal auf macOS oder Linux oder auf einer entfernten Maschine über SSH beziehungsweise einen HPC-Login-Knoten.
Was kostet es und was bringt der Grant?
Claude Science ist in der Beta für Claude Pro, Max, Team und Enterprise enthalten. Zusätzlich vergibt Anthropic bis zu 30.000 US-Dollar Rechen-Guthaben an bis zu 50 Forschungsprojekte. Die Bewerbung läuft bis zum 15. Juli 2026, die Auswahl wird bis 31. Juli bekanntgegeben.
Welche Konkurrenz-Produkte sind betroffen?
Claude Science tritt gegen allgemeine KI-Chats und spezialisierte Labor-Tools an — und positioniert sich als eigene Einnahmequelle für Anthropic vor dem geplanten Börsengang. Als Kundenbeispiele nennt das Unternehmen Novo Nordisk und das Allen Institute.

Quellen

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