Am 19. Mai 2026 stand AMDs CEO Dr. Lisa Su auf dem AMD AI Developer Day in Shanghai persoenlich am Stand von GMKtec — und signierte zwei Geraete: den EVO-X2 und den noch frischeren EVO-X3. Beide laufen mit demselben Chip, der die Mini-PC-Welt gerade aufrueht: dem AMD Ryzen AI Max+ 395, Codename Strix Halo.
UNTER DER HAUBE: 16 Zen-5-Kerne plus dicke iGPU
Der EVO-X3 packt den vollen Ryzen AI Max+ 395 mit 16 Kernen und 32 Threads auf Zen-5-Basis. Dazu kommen bis zu 128 GB LPDDR5X-8000 Unified Memory — wovon sich bis zu 96 GB dynamisch als VRAM fuer die integrierte Radeon 8060S reservieren lassen. Damit knackt der EVO-X3 die Schwelle, ab der lokal-gehostete Modelle wie Llama 4 Maverick oder Qwen 3.6 27B in voller Praezision tanzen.
GAMECHANGER: OCuLink fuer externe Grafikkarten
Der entscheidende Unterschied zum Beelink GTR9 Pro liegt aber im OCuLink-Port. Damit kannst du eine externe Workstation- oder Gaming-GPU direkt anschliessen — ohne Thunderbolt-Bandbreiten-Falle. Wer den EVO-X3 abends als LLM-Server laufen laesst und am Wochenende mit RTX 5090 zocken will, hat hier ein einzigartiges Verkaufsargument.
Dazu gesellen sich zwei PCIe-4.0-NVMe-Slots, WiFi 7 und USB4. Die Frontblende zeigt — wie bei GMKtec ueblich — einen kleinen OLED-Bildschirm fuer Temperaturen und Lastwerte.
SHANGHAI-MOMENT: Lisa Su gibt den Ritterschlag
Dass die AMD-Chefin persoenlich am Stand signierte, ist ein klares Signal: Strix Halo ist kein Nebenprodukt, sondern AMDs strategischer Vorstoss in die KI-Workstation-Klasse. Hersteller wie GMKtec, Beelink und Framework duerfen die Plattform offen vermarkten — Apple-aehnliche Kontrolle ueber die Liefermenge ist nicht vorgesehen.
EXTRA-TIPP: Auf Linux-Treiber achten
Vor dem Kauf solltest DU einen Blick auf den ROCm- und Mesa-Status fuer Strix Halo werfen. Linux-Kernel 7.0 unterstuetzt die Plattform bereits, aber Treiberreife schwankt zwischen Ubuntu 26.04, Fedora 43 und CachyOS noch deutlich. Wer einfach Docker mit dem AMD-GPU-Plugin laufen lassen will, kommt unter Linux meist schon klar — feinere Stacks wie vLLM oder TensorRT-LLM brauchen noch Geduld.
FAZIT: Wer Erweiterbarkeit will, schaut auf EVO-X3
Ein offizieller globaler Launchtermin steht noch aus, der EVO-X3 ist zunaechst fuer den chinesischen Markt angekuendigt. Wer aber heute schon weiss, dass er in 12 Monaten eine externe GPU dazustecken moechte, sollte den GMKtec im Auge behalten. Andernfalls bleibt der Beelink GTR9 Pro die schneller lieferbare Alternative.
Haeufige Fragen
Was unterscheidet den EVO-X3 vom EVO-X2?
Wann ist der EVO-X3 in Europa verfuegbar?
Wozu brauche ich OCuLink im Mini-PC?
Welche Anwendungsfaelle deckt der EVO-X3 ab?
Quellen: gmktec.com (EVO-X3 Pressemitteilung), nascompares.com (Coverage AMD Dev Day Shanghai), techradar.com (GMKtec Mini PC News).