Wer für sein Team eine Wissensdatenbank sucht, landet schnell bei Notion oder Confluence — und damit bei monatlichen Gebühren und Daten in fremder Cloud. Genau hier setzt Docmost an. Mit Version 0.90 (aktuell 0.90.1 vom 28. Mai 2026) macht das Open-Source-Wiki einen weiteren Schritt zur ernsthaften Alternative — komplett auf deinem eigenen Server.
WAS IST DOCMOST? Dein eigenes Notion
Docmost ist ein kollaboratives Wiki und eine Dokumentations-Plattform. Du schreibst in einem modernen Editor mit Tabellen, Mathe-Formeln (LaTeX) und Info-Boxen, und mehrere Leute können gleichzeitig in Echtzeit an derselben Seite arbeiten — so, wie du es von Notion kennst. Der Clou: Es läuft auf deiner Hardware, deine Daten bleiben bei dir.
Organisiert wird alles in Spaces: getrennte Bereiche pro Team, Projekt oder Abteilung, jeweils mit eigenen Rechten. Seiten lassen sich beliebig verschachteln, sodass aus einzelnen Notizen schnell ein echtes Handbuch wird.
STARKE FEATURES: Das steckt drin
SSO für Profis: Docmost unterstützt Single Sign-On über SAML 2.0, OpenID Connect und LDAP plus eingebaute Zwei-Faktor-Authentifizierung. Damit ist es auch für Firmen interessant, die zentrale Logins brauchen.
Volltextsuche, die wirklich sucht: Die Suche findet Inhalte sogar in Anhängen — Text in PDF- und DOCX-Dateien wird mit durchsucht. Wer schon mal verzweifelt eine Info in einem alten Anhang gesucht hat, weiß, wie viel das wert ist.
Confluence-Import: Du kommst von Atlassian? Der eingebaute Importer übernimmt Spaces, Seitenhierarchie, Anhänge und Formatierung. Der Umzug wird damit deutlich entspannter.
KI an Bord: Docmost bringt KI-Chat, KI-gestütztes Schreiben und KI-Suche mit — und unterstützt sogar das MCP-Protokoll, um die Inhalte an KI-Tools anzubinden.
EXTRA: Läuft sogar offline im Air-Gap
Docmost ist vollständig selbst gehostet und kann in komplett abgeschotteten Umgebungen ohne Internet laufen. Für sensible Doku — Heimnetz-Geheimnisse, Konfigurationen, interne Runbooks — ist das ein echtes Argument.
SO STARTEST DU: In wenigen Minuten
Der Standardweg führt über Docker Compose. Du brauchst Docmost selbst plus eine PostgreSQL-Datenbank und Redis — alles in einer Compose-Datei zusammengefasst. Auf einem kleinen Mini-PC oder einem 5-Euro-VPS läuft das problemlos. Nach dem ersten Start legst du deinen Admin-Account an, erstellst einen Space und lädst dein Team ein. Fertig ist dein privates Wiki.
FAZIT: Reif fürs Homelab und kleine Teams
Docmost 0.90 ist kein Spielzeug mehr, sondern eine erwachsene Notion- und Confluence-Alternative. Echtzeit-Editor, SSO, Confluence-Import und eine Suche, die auch in Anhängen fündig wird — das deckt den Großteil dessen ab, wofür Teams sonst zahlen. Wenn du Wert auf Datenhoheit legst und ohnehin ein Homelab betreibst, ist diese Version der ideale Moment für einen Test.
Häufige Fragen
Was ist der Unterschied zwischen Docmost und Notion?
Kann ich meine Confluence-Inhalte übernehmen?
Welche Voraussetzungen brauche ich zum Selbsthosten?
Ist Docmost für Firmen mit zentralem Login geeignet?
Quellen: