#Homelab · 3 Min. Lesezeit · Tim Rinkel

DAS USB-STICK-ZEITALTER ENDET! Unraid 7.3 bootet JETZT von NVMe — und bindet deine Lizenz ans Mainboard

DAS USB-STICK-ZEITALTER ENDET! Unraid 7.3 bootet JETZT von NVMe — und bindet deine Lizenz ans Mainboard

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Zwei Jahrzehnte lang war es DAS Markenzeichen von Unraid: Das ganze System bootet von einem USB-Stick, auf dem auch die Lizenz klebt. Genau diese Tradition bricht jetzt — mit Unraid 7.3.0, das als stabile Version verfügbar ist. Das Release bringt Internal Boot (Start von internen Laufwerken) und TPM-basierte Lizenzierung. Für viele Homelabber ist das das wichtigste Unraid-Update seit Jahren.

SCHLUSS mit dem wackeligen USB-Stick

Der USB-Stick war praktisch — aber auch eine Schwachstelle: Sticks sterben, fallen raus, korrumpieren. Mit Internal Boot kannst du Unraid jetzt direkt von NVMe, SSD, eMMC oder einem vorhandenen Laufwerk installieren und starten. Das bringt schnellere Boot-Zeiten und ein robusteres System.

Wer es ganz sicher will: Internal Boot unterstützt einen gespiegelten Boot-Pool aus zwei Geräten im ZFS-Mirror. Fällt eines aus, läuft Unraid weiter — das defekte Gerät tauschst du über den normalen Zuweisungs-Dialog aus und stellst die Spiegelung wieder her.

TPM-LIZENZ: Endlich vom Stick gelöst

Die zweite große Neuerung betrifft die Lizenz. Bei Internal Boot + TPM-Lizenzierung wird deine Lizenz an das Mainboard gebunden — über den TPM-2.0-Chip, den fast jedes Board ab Baujahr 2019 hat. Heißt: Du kannst den USB-Stick komplett rausziehen, die Lizenz bleibt. Wer das nicht will, fährt mit Internal Boot + Flash-Lizenzierung: intern booten, den lizenzierten Stick aber als Anker stecken lassen — schneller Boot, vertraute Lizenz-Logik.

EXTRA: Setup-Assistent und Security-Fixes

Neueinsteiger empfängt ein komplett überarbeiteter Onboarding-Assistent, der den Server in rund drei Minuten einrichtet: Name, Zeitzone, Sprache, SSH, Theme, Boot-Methode und Plugins. Dazu kommen kritische Security-Updates, Härtung der WebGUI, Docker-v29-Anpassungen sowie ZFS- und Storage-Fixes. Schon allein wegen der Sicherheits-Patches lohnt das Update.

SOLLTEST du sofort updaten?

Wegen der Security-Fixes: ja, zeitnah. Aber wie immer gilt — erst Backup der Konfiguration ziehen, dann Release-Notes lesen. Internal Boot und TPM-Lizenz sind optionale Wege: Wer beim bewährten USB-Stick bleiben will, kann das tun. Wer mit Unraid neu startet oder ein neues NAS plant, sollte die internen Boot-Optionen von Anfang an einplanen. Eine Unraid-Lizenz* deckt die neuen Funktionen ohne Aufpreis ab.

FAZIT: Unraid wird erwachsen

Mit 7.3 verliert Unraid seine letzte große Eigenheit — und gewinnt dabei an Zuverlässigkeit. Der USB-Stick darf bleiben, muss aber nicht mehr. Ein rundes, überfälliges Update.

Häufige Fragen

Was ist neu in Unraid 7.3?
Die Highlights sind Internal Boot (Start von NVMe, SSD, eMMC statt USB-Stick), TPM-basierte Lizenzierung (Lizenz ans Mainboard gebunden), ein neuer Onboarding-Assistent sowie kritische Security-Updates, WebGUI-Härtung, Docker-v29-Anpassungen und ZFS-/Storage-Fixes.
Lohnt sich das Update sofort oder kann ich warten?
Wegen der enthaltenen Security-Updates ist ein zeitnahes Update sinnvoll. Die neuen Boot- und Lizenz-Funktionen sind optional — du musst nichts umstellen. Ziehe vorher ein Backup deiner Flash-Konfiguration und lies die Release-Notes.
Muss ich jetzt den USB-Stick aufgeben?
Nein. Der bewährte USB-Stick-Boot funktioniert weiterhin. Internal Boot und TPM-Lizenz sind zusätzliche Optionen. Du kannst auch intern booten und den Stick weiter als Lizenz-Anker stecken lassen (Flash-Lizenzierung).
Was brauche ich für die TPM-Lizenzierung?
Ein Mainboard mit TPM 2.0 — das haben die meisten Systeme ab Baujahr 2019. Damit wird die Lizenz ans Board gebunden, und du kannst den USB-Stick komplett entfernen. Ohne passendes TPM bleibt die Flash-basierte Lizenzierung der Weg.

Quellen: Unraid 7.3.0 Stable (Blog) · Release Notes 7.3.0 · Internal-Boot-FAQ

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