#Netzwerk & Sicherheit · 3 Min. Lesezeit · Tim Rinkel

RANSOMWARE-SCHOCK! Ein Microsoft-signierter Treiber killt JETZT deinen Virenschutz — so wehrst du dich

RANSOMWARE-SCHOCK! Ein Microsoft-signierter Treiber killt JETZT deinen Virenschutz — so wehrst du dich

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SCHOCK: Ein Treiber mit Microsoft-Stempel killt deinen Virenschutz

Was da gerade in US-Firmennetzen passiert, ist ein Albtraum für jeden Admin. Die Ransomware-Bande „GodDamn“ (ein Rebrand der alten Beast-Familie) hat einen Kernel-Treiber namens PoisonX im Einsatz — und der trägt eine echte, gültige Microsoft-Signatur. Für Windows sieht er damit aus wie ein normaler, vertrauenswürdiger Systembaustein.

Das Perfide: PoisonX wurde nicht etwa geklaut oder gefälscht. Er hat Microsofts Signatur-Prüfung offenbar regulär durchlaufen. Sein einziger Zweck ist es, tief im System Schutzsoftware abzuschießen — leise, ohne Alarm.

GEFAHR: So läuft der Angriff ab

Die Angreifer kommen zuerst per Fernwartungs-Tool AnyDesk ins Netz, sammeln mit einem NirSoft-Baukasten Passwörter ein und laden dann PoisonX nach. Der Treiber killt auf Kernel-Ebene deine Endpoint-Security — er entfernt sogar die „Haken“, mit denen Schutzprogramme das System überwachen. In einem Fall Anfang Juni wurden so mindestens 10 Rechner in einer einzigen Firma blind geschaltet, bevor die Verschlüsselung losging.

Sicherheitsforscher ordnen die Bande dem Akteur „Hyadina“ zu, der seit rund vier Jahren aktiv ist. Diese „Bring Your Own Vulnerable Driver“-Masche (BYOVD) ist nicht neu — aber ein absichtlich bösartiger, offiziell signierter Treiber hebt die Sache auf ein neues Level.

So schützt du dich JETZT

Aktiviere Microsofts Vulnerable Driver Blocklist (unter Windows-Sicherheit → Gerätesicherheit → Kernisolierung). Beschränke, wer überhaupt Treiber laden darf, und überwache Fernwartungs-Tools wie AnyDesk streng. Das Wichtigste bleibt: Offline-Backups, die kein Angreifer aus dem laufenden System heraus löschen kann.

Ein sauberes Backup ist deine letzte Verteidigungslinie. Wer seine Sicherungen sauber trennt, kann eine Verschlüsselung aussitzen statt Lösegeld zu zahlen. Eine solide Backup-Software wie Acronis True Image* mit Ransomware-Schutz und Cloud-Kopie nimmt dir dabei viel Handarbeit ab.

Häufige Fragen

Wie kann ein bösartiger Treiber von Microsoft signiert sein?
PoisonX hat Microsofts Signatur-Programm offenbar regulär durchlaufen und dabei seinen wahren Zweck verschleiert. Windows behandelt signierte Treiber als vertrauenswürdig — genau das nutzen die Angreifer aus. Microsoft kann solche Signaturen nachträglich über die Sperrliste widerrufen.
Bin ich als Privatnutzer betroffen?
Bislang zielt GodDamn auf Firmen mit professioneller Sicherheitssoftware. Für Privatnutzer ist das Risiko geringer, aber die Grundregeln gelten trotzdem: aktuelle Updates, Vorsicht bei Fernwartungs-Tools und regelmäßige Offline-Backups.
Was ist ein BYOVD-Angriff?
„Bring Your Own Vulnerable Driver“ bedeutet: Angreifer bringen einen (angreifbaren oder bösartigen) Treiber selbst mit, um über die Kernel-Ebene Schutzmechanismen auszuhebeln. Da der Treiber signiert ist, schöpft das System keinen Verdacht.
Wie merke ich einen Angriff frühzeitig?
Warnsignale sind plötzlich deaktivierte Schutzsoftware, unerklärte AnyDesk-Sitzungen und neue, unbekannte Treiber. Ein Monitoring, das Treiber-Ladevorgänge protokolliert, hilft, den Angriff vor der Verschlüsselung zu erkennen.

Quellen:

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