#Künstliche Intelligenz · 4 Min. Lesezeit · Tim Rinkel

STAATS-DEAL? OpenAI bietet den USA JETZT 5 Prozent — und will, dass ALLE KI-Riesen mitziehen

STAATS-DEAL? OpenAI bietet den USA JETZT 5 Prozent — und will, dass ALLE KI-Riesen mitziehen

Das hat es so noch nicht gegeben: OpenAI bietet der US-Regierung freiwillig 5 Prozent des eigenen Unternehmens an. Bei der aktuellen Bewertung von rund 852 Milliarden Dollar wäre der Anteil etwa 42,6 MILLIARDEN Dollar schwer. Und der Vorschlag geht noch weiter: Auch die Konkurrenz soll mitziehen.

UNGLAUBLICH: Der Staat als Aktionär der KI-Riesen

Wie CNBC am 2. Juli berichtete, hat OpenAI-Chef Sam Altman die Idee bereits mit Präsident Trump, Handelsminister Howard Lutnick und Finanzminister Scott Bessent besprochen. Der Plan: Die Staatsanteile sollen in einen Staatsfonds fließen, der dem Alaska Permanent Fund nachempfunden ist — jenem Fonds, der Öl-Einnahmen in jährliche Dividenden für die Bürger verwandelt.

Altmans Botschaft dahinter: Alle Amerikaner sollen am KI-Boom mitverdienen, nicht nur Investoren im Silicon Valley. Der Zeitpunkt ist kein Zufall — OpenAI hat im Juni vertraulich seine Börsenpläne bei der US-Börsenaufsicht SEC eingereicht und steht politisch von allen Seiten unter Druck.

BRISANT: Auch Anthropic, Google und Meta sollen zahlen

Der explosivste Teil des Vorschlags: OpenAI will, dass alle führenden KI-Unternehmen denselben Deal eingehen. Anthropic, Google, Meta und xAI müssten demnach ebenfalls 5 Prozent an den Staatsfonds abtreten. Ob auch nur eines dieser Unternehmen dazu bereit wäre, ist völlig offen — angefragt wurden sie nach bisherigem Stand nicht.

Der Vorschlag ist Teil von OpenAIs Engagement rund um ein freiwilliges Regelwerk für sogenannte Frontier-Modelle — also die leistungsfähigsten KI-Systeme. Die US-Regierung arbeitet derzeit an Standards, wie solche Modelle sicher veröffentlicht werden sollen.

KRITIK: Kann ein Miteigentümer noch Schiedsrichter sein?

Fachleute schlagen bereits Alarm — und ihr Argument hat Gewicht: Ein Staat, der Milliarden an einer Firma verdient, kann diese Firma kaum noch unbefangen regulieren. Fällt die Aktie, leidet der Staatsfonds. Verschärft die Aufsicht die Regeln, schadet sie dem eigenen Investment. Kritiker sprechen von einem eingebauten Interessenkonflikt.

Dazu kommt die praktische Hürde: Nach übereinstimmenden Berichten wäre für eine solche Konstruktion wohl ein Gesetz des Kongresses nötig. Die Gespräche gelten bislang ausdrücklich als „konzeptionell“.

FAZIT: Clever verhandelt — aber noch lange nicht beschlossen

Für OpenAI wäre der Deal ein doppelter Gewinn: politischer Rückenwind vor dem Börsengang und ein Schutzschild gegen schärfere Regulierung. Für alle anderen wirft er unbequeme Fragen auf — von der Wettbewerbsverzerrung bis zur Unabhängigkeit der Aufsicht. Sicher ist bislang nur eines: Die Debatte über das Verhältnis von Staat und KI-Konzernen hat gerade erst begonnen.

Häufige Fragen

Was genau schlägt OpenAI vor?
OpenAI bietet an, der US-Regierung 5 Prozent des Unternehmens zu übertragen — bei der aktuellen Bewertung rund 42,6 Milliarden Dollar. Die Anteile sollen in einen Staatsfonds nach Vorbild des Alaska Permanent Fund fließen. Zusätzlich sollen andere KI-Konzerne wie Anthropic, Google und Meta gleichziehen.
Warum macht OpenAI das?
OpenAI steht politisch unter Druck und bereitet seinen Börsengang vor — die vertraulichen IPO-Unterlagen liegen seit Juni bei der SEC. Ein Staatsanteil könnte Wohlwollen in Washington sichern und schärfere Regulierung abfedern. Altman verkauft die Idee als Beteiligung aller Amerikaner am KI-Boom.
Was sagen die Kritiker?
Der zentrale Einwand: Eine Regierung, die an einem Unternehmen mitverdient, kann es nicht mehr unbefangen beaufsichtigen. Zudem würde der Vorschlag Konkurrenten in denselben Interessenkonflikt zwingen. Auch die Umsetzung ist unklar — vermutlich wäre ein Gesetz des US-Kongresses erforderlich.
Ist der Deal schon beschlossen?
Nein. Die Gespräche gelten als rein konzeptionell, keines der anderen genannten Unternehmen hat zugestimmt, und die rechtlichen Hürden sind hoch. Ob aus dem Vorschlag je Realität wird, ist offen — er zeigt aber, wie eng Politik und KI-Branche inzwischen verflochten sind.

Quellen: CNBC · CoinDesk · Open Data Science

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