Das hat es so noch nicht gegeben: OpenAI bietet der US-Regierung freiwillig 5 Prozent des eigenen Unternehmens an. Bei der aktuellen Bewertung von rund 852 Milliarden Dollar wäre der Anteil etwa 42,6 MILLIARDEN Dollar schwer. Und der Vorschlag geht noch weiter: Auch die Konkurrenz soll mitziehen.
UNGLAUBLICH: Der Staat als Aktionär der KI-Riesen
Wie CNBC am 2. Juli berichtete, hat OpenAI-Chef Sam Altman die Idee bereits mit Präsident Trump, Handelsminister Howard Lutnick und Finanzminister Scott Bessent besprochen. Der Plan: Die Staatsanteile sollen in einen Staatsfonds fließen, der dem Alaska Permanent Fund nachempfunden ist — jenem Fonds, der Öl-Einnahmen in jährliche Dividenden für die Bürger verwandelt.
Altmans Botschaft dahinter: Alle Amerikaner sollen am KI-Boom mitverdienen, nicht nur Investoren im Silicon Valley. Der Zeitpunkt ist kein Zufall — OpenAI hat im Juni vertraulich seine Börsenpläne bei der US-Börsenaufsicht SEC eingereicht und steht politisch von allen Seiten unter Druck.
BRISANT: Auch Anthropic, Google und Meta sollen zahlen
Der explosivste Teil des Vorschlags: OpenAI will, dass alle führenden KI-Unternehmen denselben Deal eingehen. Anthropic, Google, Meta und xAI müssten demnach ebenfalls 5 Prozent an den Staatsfonds abtreten. Ob auch nur eines dieser Unternehmen dazu bereit wäre, ist völlig offen — angefragt wurden sie nach bisherigem Stand nicht.
Der Vorschlag ist Teil von OpenAIs Engagement rund um ein freiwilliges Regelwerk für sogenannte Frontier-Modelle — also die leistungsfähigsten KI-Systeme. Die US-Regierung arbeitet derzeit an Standards, wie solche Modelle sicher veröffentlicht werden sollen.
KRITIK: Kann ein Miteigentümer noch Schiedsrichter sein?
Fachleute schlagen bereits Alarm — und ihr Argument hat Gewicht: Ein Staat, der Milliarden an einer Firma verdient, kann diese Firma kaum noch unbefangen regulieren. Fällt die Aktie, leidet der Staatsfonds. Verschärft die Aufsicht die Regeln, schadet sie dem eigenen Investment. Kritiker sprechen von einem eingebauten Interessenkonflikt.
Dazu kommt die praktische Hürde: Nach übereinstimmenden Berichten wäre für eine solche Konstruktion wohl ein Gesetz des Kongresses nötig. Die Gespräche gelten bislang ausdrücklich als „konzeptionell“.
FAZIT: Clever verhandelt — aber noch lange nicht beschlossen
Für OpenAI wäre der Deal ein doppelter Gewinn: politischer Rückenwind vor dem Börsengang und ein Schutzschild gegen schärfere Regulierung. Für alle anderen wirft er unbequeme Fragen auf — von der Wettbewerbsverzerrung bis zur Unabhängigkeit der Aufsicht. Sicher ist bislang nur eines: Die Debatte über das Verhältnis von Staat und KI-Konzernen hat gerade erst begonnen.
Häufige Fragen
Was genau schlägt OpenAI vor?
Warum macht OpenAI das?
Was sagen die Kritiker?
Ist der Deal schon beschlossen?
Quellen: CNBC · CoinDesk · Open Data Science