Kaum ist die eine PeopleSoft-Lücke gepatcht, reißt die nächste auf. Im Juli-2026-Critical-Patch-Update hat Oracle eine weitere 9,8er-Lücke in PeopleSoft geschlossen – und die wird bereits scharf ausgenutzt.
GEFAHR: Angriff ganz ohne Passwort
CVE-2026-35278 (CVSS 9.8) steckt in Oracle PeopleSoft PeopleTools. Ein Angreifer ohne jede Anmeldung kann über HTTP den Applikations-Server und den darunterliegenden Host komplett übernehmen. Das ist der Super-GAU für jedes HR- und Gehaltssystem.
ShinyHunters hängen die Lücken aneinander
Die Erpresser-Gruppe ShinyHunters kettet die neue Lücke mit der schon bekannten CVE-2026-35273 zusammen: erst Erstzugriff per Pre-Auth-RCE, dann Rechteausweitung, dann Abfluss sensibler HR-, Payroll- und Personendaten. Die Bande behauptet, bereits 300 Instanzen bei über 100 Organisationen kompromittiert zu haben – der Bildungssektor traf es besonders hart.
So rettest du deine Systeme
Spiel das Juli-2026-CPU von Oracle sofort ein – es behebt fünf kritische und über zwölf hochriskante Lücken quer durch WebLogic, PeopleSoft, WebCenter, Identity Manager und VirtualBox. Nimm PeopleSoft-Frontends nach Möglichkeit vom offenen Internet und prüfe Logs auf verdächtige Zugriffe. Bei dieser Bedrohungslage gilt: Notfall-Priorität.
Häufige Fragen
Welche Systeme sind betroffen?
Wie merke ich, ob ich verwundbar bin?
Wie behebe ich das Problem konkret?
Gab es schon aktive Angriffe?
Quellen: Threat-Modeling.com, Google Cloud Threat Intelligence.