#Hosting · 3 Min. Lesezeit · Tim Rinkel

PEINLICH für Microsoft! GitHub holt sich JETZT Hilfe ausgerechnet beim Erzrivalen Amazon

PEINLICH für Microsoft! GitHub holt sich JETZT Hilfe ausgerechnet beim Erzrivalen Amazon

Das muss man sich auf der Zunge zergehen lassen: Microsoft — Eigentümer von GitHub und Betreiber der eigenen Cloud Azure — holt sich ausgerechnet beim Erzrivalen Amazon Web Services zusätzliche Rechenkapazität. Der Grund: Der KI-Coding-Boom hat GitHub an die Belastungsgrenze gebracht.

DER AUSLÖSER: GitHub wackelt unter der KI-Last

GitHub hat in den letzten Monaten mit Ausfällen und Zuverlässigkeitsproblemen gekämpft. Laut Berichten gab es allein im Mai 2026 neun Störungen. Der GitHub-CTO räumte ein, dass die Plattform ihr „Drei-Neunen“-Versprechen (99,9 % Verfügbarkeit) gegenüber Enterprise-Kunden im Februar und März 2026 gerissen hat. Microsoft hat daraufhin zusätzliche AWS-Kapazität bereitgestellt.

UNGLAUBLICHE ZAHLEN: So heftig wächst die KI-Entwicklung

Die Dimension ist atemberaubend. GitHub-COO Kyle Daigle nannte im April 2026 275 Millionen Commits pro Woche — auf Kurs für 14 Milliarden im Jahr 2026, nach rund 1 Milliarde im gesamten Jahr 2025. Besonders die KI-Agenten treiben das an: Von ihnen geöffnete Pull Requests sprangen von rund 4 Millionen im September 2025 auf über 17 Millionen im März 2026.

VERPLANT: Aus 10-fach wurde 30-fach

GitHub hatte ursprünglich geplant, die Kapazität im Oktober 2025 um das Zehnfache zu erhöhen. Doch bis Februar 2026 wurde klar: Es braucht das Dreißigfache. Diese Lücke zeigt, wie unerwartet schnell die KI-getriebene Nachfrage explodiert ist — schneller, als selbst ein Tech-Riese nachbauen kann.

WAS HEISST DAS LANGFRISTIG?

Die AWS-Anmietung ist eine Brücke, kein Strategiewechsel: Azure bleibt das langfristige Ziel, eine vollständige Migration peilt Microsoft für 2027 an. Bis dahin kauft man sich Stabilität — notfalls beim Wettbewerber. Für dich als Nutzer heißt das vor allem: Plane kritische Pipelines mit Puffer und verlasse dich nicht blind auf 100 % Verfügbarkeit.

FAZIT: Dass Microsoft bei Amazon anklopft, ist mehr als eine Randnotiz — es ist ein Symbol dafür, wie sehr KI gerade die gesamte Software-Infrastruktur umpflügt.

Häufige Fragen

Ist GitHub jetzt unzuverlässig?
GitHub hatte zuletzt spürbar mit Störungen zu kämpfen und riss zeitweise sein 99,9-%-Verfügbarkeitsversprechen. Mit der zusätzlichen AWS-Kapazität will Microsoft genau das stabilisieren. Für kritische Arbeitsabläufe ist es trotzdem klug, Puffer und Wiederholungslogik in CI/CD-Pipelines einzuplanen.
Warum nutzt Microsoft nicht einfach Azure?
Azure bleibt das langfristige Ziel, doch der KI-getriebene Last-Anstieg kam schneller als geplant. Die AWS-Kapazität ist eine Überbrückung, um GitHub sofort zu entlasten. Eine vollständige Migration auf Azure peilt Microsoft für 2027 an.
Was treibt diese enorme Last?
Vor allem KI-gestützte Entwicklung. Von KI-Agenten geöffnete Pull Requests stiegen von rund 4 Millionen (September 2025) auf über 17 Millionen (März 2026). Insgesamt verarbeitet GitHub rund 275 Millionen Commits pro Woche — Tendenz stark steigend.
Muss ich als Hobby-Entwickler etwas tun?
Akut nichts. Für produktive oder geschäftskritische Projekte lohnt es sich aber, Ausfälle einzukalkulieren: Pipelines idempotent gestalten, Wiederholungen einbauen und wichtige Repos zusätzlich sichern. So bist du gegen einzelne Störungen abgesichert.

Quellen:

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