#Linux & Open Source · 3 Min. Lesezeit · Tim Rinkel

DESKTOP-HAMMER! KDE Plasma 6.7 bringt JETZT Desktops pro Bildschirm — und sagt X11 leise Servus

DESKTOP-HAMMER! KDE Plasma 6.7 bringt JETZT Desktops pro Bildschirm — und sagt X11 leise Servus

Die KDE-Macher legen nach: Plasma 6.7 steht in den Startlöchern und soll am 16. Juni als finale Version erscheinen. Die zweite Beta ist bereits durch — die Funktionsliste steht also fest. Und die hat es in sich, vor allem für alle, die mit mehreren Monitoren arbeiten.

Endlich: jeder Bildschirm sein eigener Desktop

Das vielleicht größte Feature sind virtuelle Desktops pro Bildschirm. Bisher schaltete Plasma immer alle Monitore gleichzeitig um, wenn du den virtuellen Desktop gewechselt hast. Künftig kannst du auf einem Monitor die Arbeitsfläche wechseln, während die anderen unverändert bleiben. Wer am großen Schreibtisch mit drei Displays sitzt, wird das sofort lieben.

Kleine Helfer, große Wirkung

Plasma 6.7 bringt außerdem einen Umschalter für Hell/Dunkel direkt in die Kontrollleiste — ein Klick, fertig, kein Tauchgang in die Einstellungen mehr. Dazu kommt ein globales Push-to-Talk: Du hältst eine Taste, redest, lässt los — praktisch für Videocalls und Gaming. Auch ein vollwertiger Druckwarteschlangen-Betrachter ist neu, und du kannst Zeichen tippen, die deine physische Tastatur gar nicht hat.

Unter der Haube: Tempo und HDR

Technisch hat das Team an vielen Stellen geschraubt: HDR-Verbesserungen, deutlich bessere CPU-basierte Render-Leistung (wichtig für Systeme ohne starke Grafik), Fixes für den NVIDIA-Treiber-Stack unter Wayland, Overlay-Planes für Intel-Grafik und besseres direktes Durchreichen für Vollbild-Spiele. Zurück ist außerdem Plasma Bigscreen — das Modul für Fernseher und Wohnzimmer-Setups, die du per Fernbedienung steuerst.

Das Ende einer Ära: X11

Eine wichtige Nachricht für Umsteiger: Plasma 6.7 ist die letzte Version mit X11-Sitzung. Die KDE-Entwickler konzentrieren sich künftig voll auf Wayland, den modernen Grafik-Unterbau. Wenn du aus Gewohnheit oder wegen alter Software noch unter X11 arbeitest, ist jetzt der richtige Moment, den Umzug auf Wayland zu testen — die meisten Stolpersteine der letzten Jahre sind inzwischen ausgeräumt.

Häufige Fragen

Wann erscheint KDE Plasma 6.7 final?
Der finale Release ist für den 16. Juni 2026 geplant. Zwei Betas (14. und 28. Mai) liegen bereits hinter dem Team, die Funktionsliste ist damit fix.
Was ist das wichtigste neue Feature?
Virtuelle Desktops pro Bildschirm: Du kannst die Arbeitsfläche auf einem Monitor wechseln, ohne dass sich die anderen mit umschalten — ein großer Gewinn an Mehrmonitor-Setups.
Was bedeutet das Aus für X11?
Plasma 6.7 ist die letzte Version, die eine klassische X11-Sitzung anbietet. Danach setzt KDE voll auf Wayland. X11-Nutzer sollten den Umstieg auf Wayland einplanen und vorab testen.
Wie bekomme ich das Update?
Über deine Linux-Distribution. Rolling-Release-Systeme und Fedora KDE erhalten Plasma 6.7 meist zuerst; bei festen Releases kann es etwas länger dauern, bis das Paket nachgeliefert wird.

Fazit

Plasma 6.7 ist kein lauter Knall, sondern ein durchdachtes Reifezeugnis: nützliche Komfort-Funktionen, spürbar mehr Tempo und ein sauberer Schnitt Richtung Wayland. Ein Update, auf das sich das Warten bis zum 16. Juni lohnt.

Quellen: KDE-Ankündigungen, Phoronix, 9to5Linux, GamingOnLinux.

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