#Hardware · 3 Min. Lesezeit · Tim Rinkel

GPU-HAMMER! Hetzner bringt JETZT seinen ERSTEN Server mit vier Blackwell-Grafikkarten

GPU-HAMMER! Hetzner bringt JETZT seinen ERSTEN Server mit vier Blackwell-Grafikkarten

Bislang war bei Hetzner nach einer GPU Schluss. Mit dem GEX430, vorgestellt am 21. Oktober 2026, ändert sich das: Es ist Hetzners erster Server mit gleich vier Grafikkarten im eigenen Portfolio.

DER NEUE PROTZ IM HETZNER-PORTFOLIO

Herzstück sind vier NVIDIA RTX PRO 6000 Blackwell Max-Q-GPUs. Jede davon bringt 96 GB GDDR7-ECC-Speicher mit — zusammen kommt der GEX430 auf 384 GB Grafikspeicher. Zum Vergleich: Der bisherige Platzhirsch im Hetzner-Lineup, der GEX63, kam mit einer einzelnen Karte und 96 GB aus. Der GEX430 ist also kein Nachfolger, sondern eine komplett neue Gewichtsklasse.

384 GIGABYTE — WAS DAS IN DER PRAXIS BEDEUTET

Großer VRAM-Pool heißt: größere Modelle passen komplett ins GPU-Gedächtnis, statt ständig mit dem langsameren System-RAM auszutauschen. Für eigene Open-Weight-Modelle im hohen zweistelligen oder dreistelligen Milliarden-Parameter-Bereich — ohne starke Quantisierung — ist das genau die Größenordnung, die lokal sonst kaum realistisch zu betreiben ist.

DER REST DER AUSSTATTUNG

Um die GPUs herum stehen ordentliche, aber bewusst nicht überdimensionierte Server-Komponenten:

  • CPU: Intel Xeon Gold 5412U mit 24 Kernen und 48 Threads
  • Arbeitsspeicher: 128 GB DDR5 ECC registered memory
  • Storage: zwei NVMe-SSDs mit je 1,92 TB (Gen4, Datacenter Edition)

Die Botschaft dahinter: CPU und RAM sollen die GPUs nicht ausbremsen, aber auch nicht den Löwenanteil der Kosten tragen. Der Server ist klar als GPU-first-Maschine konzipiert.

WAS DAS KOSTET

Der GEX430 kostet 3.599 Euro im Monat (bzw. 4.199 US-Dollar), dazu kommt eine einmalige Einrichtungsgebühr in gleicher Höhe. Verglichen mit dem Kauf vergleichbarer Hardware — vier Blackwell-Karten allein liegen im Einkauf deutlich über dem, was ein Jahr Mietbetrieb kostet — ist das vor allem für zeitlich begrenzte Projekte interessant, nicht für den Dauerbetrieb über mehrere Jahre.

FÜR WEN SICH DAS LOHNT UND FÜR WEN NICHT

Für die klassische Homelab-Anwendung — ein eigenes kleineres Sprachmodell, Bildgenerierung, Heimautomation mit KI-Unterstützung — ist der GEX430 schlicht überdimensioniert. Interessant wird er für kleine Teams oder Firmen, die ein großes Open-Weight-Modell fein-tunen oder im Eigenbetrieb bedienen wollen, ohne gleich eigene Hardware zu kaufen und zu warten. Wer nur ausprobieren will, fährt mit kleineren Hetzner-GPU-Servern oder stundenweise gemieteter Cloud-GPU günstiger.

FAZIT: Ein echter Meilenstein, kein Alltagsprodukt

Der GEX430 zeigt, dass europäisches Hosting bei der GPU-Leistung für eigene KI-Projekte mitzieht — mit einem Produkt, das erstmals mehrere High-End-Karten in einer Maschine bündelt. Für die breite Selfhosting-Community bleibt er eher Zuschauersport; für alle, die ernsthaft eigene große Modelle betreiben wollen, ist er eine der konkretesten Alternativen zu US-Cloud-Anbietern.

Häufige Fragen

Was ist am GEX430 besonders?
Er ist der erste Server in Hetzners Portfolio mit gleich vier dedizierten GPUs. Verbaut sind vier NVIDIA RTX PRO 6000 Blackwell Max-Q mit je 96 GB GDDR7-ECC-Speicher, was in Summe 384 GB Grafikspeicher ergibt — deutlich mehr als jeder bisherige Einzel-GPU-Server von Hetzner.
Was kostet der Hetzner GEX430?
Die Miete liegt bei 3.599 Euro im Monat, dazu kommt eine einmalige Einrichtungsgebühr in derselben Höhe. Das macht den Server vor allem für zeitlich begrenzte Projekte wie Fine-Tuning oder Testphasen attraktiv, weniger für den jahrelangen Dauerbetrieb.
Brauche ich einen solchen Server für mein Homelab?
In den allermeisten Fällen nicht. Für kleinere eigene Modelle, Bildgenerierung oder KI-gestützte Heimautomation reicht ein deutlich kleinerer und günstigerer GPU-Server oder eine einzelne Consumer-Grafikkarte völlig aus. Der GEX430 zielt auf große Open-Weight-Modelle und professionelle Anwendungsfälle.
Welche CPU und wie viel Arbeitsspeicher hat der GEX430?
Verbaut ist ein Intel Xeon Gold 5412U mit 24 Kernen und 48 Threads, dazu 128 GB DDR5-ECC-Arbeitsspeicher und zwei NVMe-SSDs mit je 1,92 TB. Die restliche Ausstattung ist bewusst solide, aber nicht überdimensioniert gegenüber den vier GPUs ausgelegt.

Quellen

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