Es ist der Albtraum jedes Admins: Eine Lücke direkt im VPN-Tor deiner Firewall – und Angreifer sind schon drin. Genau das passiert gerade bei Palo Alto Networks. Die Schwachstelle CVE-2026-0257 in PAN-OS und Prisma Access wird aktiv ausgenutzt. Und die US-Cybersicherheitsbehörde CISA hat Behörden eine Frist gesetzt, die heute, am 1. Juni, abläuft.
GEFAHR: Hacker schlüpfen am Login vorbei
Die Lücke ist ein sogenannter Authentication Bypass. Im Klartext: Angreifer können sich an der Anmeldung vorbeimogeln. Laut Palo Alto lässt sich über GlobalProtect-Portal und -Gateway eine unautorisierte VPN-Verbindung aufbauen – ganz ohne gültige Zugangsdaten.
Wer so eine Verbindung herstellt, sitzt plötzlich mitten in deinem Netzwerk. Von dort aus ist der Weg zu Servern, Backups und sensiblen Daten kurz.
Warum die CISA-Frist so wichtig ist
Die CISA hat CVE-2026-0257 in ihren Known-Exploited-Vulnerabilities-Katalog (KEV) aufgenommen. Dieser Katalog ist quasi die Fahndungsliste für Lücken, die nachweislich angegriffen werden. US-Behörden müssen solche Lücken bis zu einem Stichtag schließen – hier ist der Stichtag der 1. Juni 2026.
Für dich als privaten oder Firmen-Admin gilt: Wenn selbst Behörden zur Eile gezwungen werden, solltest du nicht warten.
So schützt du dich in 5 Minuten
1. Update einspielen: Installiere den von Palo Alto bereitgestellten PAN-OS-Hotfix für deine Version. Die fehlerbereinigten Releases stehen im Support-Portal bereit.
2. Logs prüfen: Schau in den GlobalProtect-Verbindungsprotokollen nach Sitzungen, die du nicht zuordnen kannst.
3. Exposition senken: Schränke ein, von welchen IP-Bereichen das Portal überhaupt erreichbar ist – das verkleinert die Angriffsfläche sofort.
Häufige Fragen
Welche Produkte sind betroffen?
Wie merke ich, ob ich schon angegriffen wurde?
Reicht eine Firewall-Regel als Schutz?
Gab es schon echte Angriffe?
Quellen: The Hacker News – Vulnerability News · CISA Known Exploited Vulnerabilities Catalog · Threat-Modeling.com – Vulnerability Intelligence Report 31.05.2026