Es trifft wieder ein beliebtes Formular-Plugin. Sicherheitsforscher schlagen Alarm: Eine kritische Lücke im WordPress-Plugin Everest Forms Pro lässt Angreifer komplett fremde Seiten übernehmen — ohne Login, ohne Passwort. Und das Schlimmste: Die Angriffe laufen bereits seit Wochen.
GEFAHR: Eine Eingabe reicht für die Übernahme
Die Schwachstelle trägt das Kürzel CVE-2026-3300 und einen der höchstmöglichen Brisanz-Werte überhaupt: CVSS 9.8 von 10. Schuld ist das sogenannte Calculation-Addon. Es baut Werte aus deinen Formularfeldern zu einem PHP-Befehl zusammen und führt ihn aus — ohne die Eingaben sauber zu entschärfen.
Im Klartext: Ein Angreifer tippt seinen Schadcode einfach in ein öffentliches Formular auf deiner Seite. Der Server führt ihn brav aus. So bekommt ein Fremder die Kontrolle über deine Webseite — Daten lesen, Dateien ablegen, Hintertüren einbauen. Alles möglich, ganz ohne Anmeldung.
SCHOCK: 29.000 Angriffe — und ein heimlicher Admin
Das ist keine Theorie. Laut den Sicherheitsforschern wird die Lücke seit dem 13. April aktiv ausgenutzt. Über 29.300 Angriffsversuche wurden bereits blockiert, allein 16 davon in den letzten 24 Stunden.
Besonders perfide: Die Angreifer versuchen, sich heimlich ein neues Administrator-Konto namens „diksimarina“ anzulegen. Wer das auf seiner Seite findet, ist mit hoher Wahrscheinlichkeit bereits gehackt worden. Das Plugin läuft auf rund 4.000 Seiten — jede davon ein potenzielles Ziel.
So rettest du deine Seite in 2 MINUTEN
Die gute Nachricht zuerst: Der Patch ist längst da. Version 1.9.13 schließt die Lücke und wurde bereits am 18. März veröffentlicht. Wer noch eine ältere Version fährt, steht offen wie ein Scheunentor.
Dein Notfallplan:
- Sofort aktualisieren: Im WordPress-Backend unter Plugins auf Everest Forms Pro 1.9.13 oder neuer gehen.
- Benutzerliste prüfen: Gibt es einen unbekannten Admin (Stichwort „diksimarina“)? Sofort löschen und alle Passwörter neu setzen.
- Logs checken: Auffällige PHP-Dateien im Upload-Ordner oder seltsame Cronjobs sind ein Warnsignal.
EXTRA-TIPP: Aktiviere automatische Updates für sicherheitskritische Plugins. Genau solche „Ich-update-später“-Lücken sind das Lieblingsziel von Angreifern.