
WAS SLSA v1 wirklich ändert
Docker Desktop hat einen Riesen-Schritt in Sachen Supply-Chain-Security gemacht: Das Mai-Release bringt SLSA-v1-Provenance-Support direkt in die Workstation. Heißt: Jeder Container, den du baust, bekommt ein KRYPTOGRAPHISCH SIGNIERTES Beweisstück mit, wer ihn wann auf welchem System gebaut hat. Endlich Schluss mit dem „Wer hat mir das Image untergeschoben?“-Drama!
Parallel dazu: Kubernetes 1.34.3 ist jetzt das Standard-K8s im Docker Desktop, der Linux-Kernel der eingebauten VM springt auf 6.12.72, und auch der Secrets-Engine wurde stabiler bei Load- und Startup-Operationen.
DAS sind die HEISSESTEN Fixes
- Data-Loss-Bug bei Restore: Es gab einen üblen Fall, bei dem ein fehlgeschlagener Restore-Vorgang Backup-Daten gelöscht hat — Datenverlust ohne Recovery-Pfad. JETZT GEFIXT.
- Privacy-Leak in Diagnose: Sign-in-Credentials konnten in Diagnose-Bundles auftauchen, wenn man Support-Logs an Docker geschickt hat. PEINLICH, aber jetzt behoben.
- Kubernetes-Startup-Race: Wenn während des K8s-Starts eine Registry-Access-Management-Policy geändert wurde, blieb der Start hängen.
- CVE-2026-33990: Docker Model Runner hatte eine RCE-Lücke — wer mit lokalen LLMs experimentiert, sollte das Update PRIORITÄT geben.
SLSA v1 — WAS ist DAS überhaupt?
SLSA (Supply-chain Levels for Software Artifacts, ausgesprochen „salsa“) ist ein Google-getriebenes Framework, das die Produktions-Kette von Software-Artefakten absichert. Level 1 (Provenance) heißt: Jeder Build hinterlässt einen nicht-veränderbaren Audit-Trail. Du kannst nachträglich beweisen, dass genau dieser Container genau aus diesem Git-Commit auf genau dieser Maschine entstanden ist.
Vorher musstest du dafür ein eigenes Tooling (in-toto, Witness, Sigstore Cosign) drumherum bauen — JETZT macht Docker Desktop das nativ. Klick, Build, signed!
EXTRA-TIPP für Solo-Entwickler
Auch wenn du KEIN Enterprise-Compliance-Mensch bist: SLSA-Provenance hilft DIR auf zwei Wegen. Erstens kannst du nachweisen, dass eine fremde Bibliothek deinen Build NICHT manipuliert hat. Zweitens — falls du je einen Open-Source-Container veröffentlichst — können DEINE Nutzer mit einem `cosign verify`-Befehl prüfen, dass das Image wirklich von dir kommt. SUPER PROFI-FAKTOR für die GitHub-Repos!
WAS du JETZT machen solltest
- Docker Desktop → Settings → Software Update → Check for updates.
- Update einspielen, Docker Desktop neu starten.
- Falls du Docker Model Runner nutzt: Modelle neu pullen, da CVE-2026-33990 die Runtime betraf.
- Optional: SLSA-Provenance in deinem Build-Workflow aktivieren — der neue Button heißt schlicht „Generate provenance“.
FAZIT: Container-Supply-Chain wird mainstream
Bisher war SLSA ein Spielzeug für Big-Tech und Sicherheits-Nerds. Mit Docker Desktops Mai-Release wandert die Funktion in die HAND jedes Hobby-Entwicklers. Update, klicken, geliefert. Die Konkurrenz (Podman, Rancher Desktop, Lima) wird nachziehen MÜSSEN — und das ist gut für die gesamte Container-Welt.
Häufige Fragen
Was ist neu in diesem Release?
Lohnt sich das Update sofort oder kann ich warten?
Bricht das Update bestehende Docker-Compose-Setups?
Wie aktiviere ich SLSA-Provenance in meinem Build?
Quellen: Docker Desktop Release Notes Mai 2026, Releasebot.io, InfoQ.