#Homelab · 3 Min. Lesezeit · Tim Rinkel

CEPH-HAMMER! Tentacle 20.2.1 macht JETZT DEN sicheren Stop auf der neuen Storage-Schiene

CEPH-HAMMER! Tentacle 20.2.1 macht JETZT DEN sicheren Stop auf der neuen Storage-Schiene

Storage-Admins, kurz auf den Ceph-Status schauen! Am 6. April 2026 ist Ceph v20.2.1 Tentacle erschienen — die erste Minor-Release der neuen Tentacle-Serie. Dazu kommt eine Erweiterung der Ceph Foundation. Beides sind kleine Schritte, aber für die Open-Source-Storage-Welt strategisch wichtig.

HAMMER: Erste Minor auf Tentacle-Schiene

Squid (v19) ist im Mainstream, Tentacle (v20) ist die nächste Ausbau-Phase. v20.2.1 ist ein klassisches Maintenance-Release — Bug-Fixes, kleinere Performance-Verbesserungen, Backports aus der Master-Branch. Wer auf Tentacle migriert, bekommt eine sichere Zwischen-Stop. Wer noch auf Squid sitzt: kein Stress, das ist Vorbereitung, nicht Pflicht.

UNGLAUBLICH: Ceph Foundation wächst

Am 6. Mai 2026 hat die Ceph Foundation einen weiteren Member-Eintritt offiziell verkündet. Die Foundation hat in den letzten Jahren kontinuierlich diversifiziert — neben IBM (dem größten Sponsor seit dem Red-Hat-Deal) gehören jetzt zahlreiche Cloud-Provider, Hardware-Hersteller und Storage-Vendor zum Kreis. Das ist die Versicherung, dass Ceph als frei verfügbare Storage-Plattform für die nächsten zehn Jahre bestehen bleibt.

SCHOCK: Proxmox 9.1 bündelt noch Squid

Wer Proxmox VE 9.1 fährt, kennt es: Die aktuelle Distribution liefert Ceph Squid 19.2.3 aus. Heißt: Tentacle ist für Proxmox-User noch Zukunfts-Musik — die Bündelung kommt erst, wenn Tentacle Long-Term-Stable ist. Eigenständige Ceph-Cluster (Standalone, Kubernetes-Rook) können dagegen heute schon migrieren, mit dem üblichen Test-Cycle.

So updatest du deinen Cluster sauber

  1. Cluster-Status prüfen: ceph -s, ceph health detail. Alles HEALTH_OK? Wenn nicht: erst aufräumen.
  2. Monitors rolling: Einen Mon nach dem anderen stoppen, Package updaten, starten. Auf Quorum warten.
  3. OSDs in Gruppen: Eine Rack- oder Host-Gruppe gleichzeitig — ceph osd set noout vorher setzen.
  4. MDS und RGW: Diese am Ende, weil sie weniger sensibel für rolling Restarts sind.
  5. Verifikation: ceph versions zeigt nach dem Upgrade konsistente Versionen, keine Mischwesen.

EXTRA-TIPP: BlueStore-Compactor checken

Bei jedem Major-Upgrade lohnt sich ein Blick auf den BlueStore-Compactor — die Tentacle-Pipeline tunet manche Defaults anders als Squid. ceph daemon osd.X bluestore_compact auf einem Test-OSD zeigt, ob die Compaction sauber durchläuft.

FAZIT: Tentacle setzt sich

v20.2.1 ist kein Spektakel, aber genau die Art von Quiet Release, die Storage-Admins lieben. Die Tentacle-Serie wird in den nächsten Monaten der neue Mainstream, und der Foundation-Ausbau zeigt: Ceph bleibt das offene Backbone für Petabyte-Scale-Storage. Wer Storage-Themen vertiefen will, findet Tutorials in unserem Linux/Open-Source-Archiv.

Häufige Fragen

Was ist neu in v20.2.1?
Tentacle ist die nächste Ceph-Serie nach Squid (v19). v20.2.1 ist die erste Minor-Release auf dieser Schiene — typische Sammlung an Bug-Fixes, kleinen Performance-Verbesserungen und Backports. Ceph nennt das pragmatisch maintenance release. Wer auf Squid bleibt, kann das ignorieren — wer auf Tentacle migriert, sollte sich diese Release als sichere Sprungschicht ansehen.
Wann sollte ich upgraden?
Bei Storage-Clustern gilt: Nicht hektisch. Wer einen produktiven Cluster fährt, wartet auf den x.2.2- oder x.2.3-Sprung als Long-Term-Stable. Wer einen Test-Cluster hat: ab heute installieren, eigene Workloads gegen die neue Version laufen lassen. Proxmox-PVE-9.1-User können warten — Proxmox bündelt Ceph erst, wenn die Stable-Schiene durch ist.
Was passiert mit der Ceph Foundation?
Am 6. Mai 2026 hat die Foundation einen neuen Member-Eintritt verkündet — Ceph wächst weiter im Open-Source-Storage-Lager. Das ist langfristig wichtig: Mehr Member heißt mehr Maintainer, mehr CI-Ressourcen, schnellere Release-Zyklen. IBM bleibt der größte Sponsor, aber die Diversifizierung sorgt für Resilienz.
Wie führe ich das Update durch?
Klassischer rolling-upgrade-Path: Monitors zuerst (einer nach dem anderen, jeweils auf quorum warten), dann OSDs (eine Rack-/Host-Gruppe gleichzeitig), dann RGW und MDS. Bei Proxmox: pveceph stop && apt update && apt full-upgrade auf einem Node, dann den Cluster-Status mit ceph -s prüfen, bevor du den nächsten anpackst.

Quellen

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