#Hosting · 3 Min. Lesezeit · Tim Rinkel

WOOCOMMERCE-HORROR! Funnel-Builder-Lecke klaut JETZT Kreditkarten direkt im Checkout — 40.000 WordPress-Shops sind die Beute

WOOCOMMERCE-HORROR! Funnel-Builder-Lecke klaut JETZT Kreditkarten direkt im Checkout — 40.000 WordPress-Shops sind die Beute

WORDPRESS-HÄNDLER, ACHTUNG: Wenn DEIN WooCommerce-Store den Funnel Builder im Einsatz hat, klauen Hacker gerade in diesem Moment Kreditkartendaten aus deinen Checkout-Seiten. Eine kritische Lücke im populären Funnel-Builder-Plugin wird AKTIV exploitet — über 40.000 Stores im Netz, fertig zum Abgrasen.

SO LÄUFT DER ANGRIFF ab

Das Loch sitzt in der „External Scripts“-Funktion des Plugins. Diese sollte eigentlich nur eingeloggten Admins erlauben, Tracking-Snippets wie Google Tag Manager einzubinden. Doch der Bug erlaubt UNAUTHENTIFIZIERTEN Angreifern, beliebigen JavaScript-Code in JEDE Checkout-Seite des Stores einzuschleusen. Kein Login, kein Cookie, kein User-Account nötig.

FAKE Google-Tag-Manager als Trojaner

Die Angreifer tarnen ihre Skimmer raffiniert: Sie pflanzen einen fake „Google Tag Manager“-Loader ins Plugin-Setting. Der zieht JavaScript von einer Remote-Domain nach, öffnet eine WebSocket-Verbindung zum C2-Server des Angreifers und holt sich von dort einen auf den Store maßgeschneiderten Skimmer. Der greift im Checkout JEDES Zeichen ab, das ins Formular getippt wird: Kreditkartennummer, CVV, Rechnungsadresse, Name.

BETROFFENE Versionen + PATCH

Alle Versionen vor 3.15.0.3 sind angreifbar. Der Hersteller hat den Patch bereits ausgerollt. Wer auf 3.15.0.3 oder neuer ist, ist sauber. ABER: Das WordPress-Auto-Update muss aktiviert sein, sonst tut sich auf deiner Seite NICHTS. Im Admin-Backend unter Plugins → Installierte Plugins nachschauen — wenn da ein Update bereitsteht, JETZT klicken.

BEREITS infiziert? SO findest DU den Skimmer

Auch nach dem Update bleibt der bösartige Script-Eintrag in der Konfiguration stehen. Du musst MANUELL aufräumen:

  1. Im WP-Admin auf Settings → Checkout → External Scripts gehen.
  2. JEDEN Eintrag prüfen: Steht da irgendwas, das du NICHT selbst eingetragen hast?
  3. Verdächtige Snippets (insb. mit unbekannten Domains oder fetch()-Calls auf fremde URLs) sofort löschen.
  4. Den WooCommerce-Store-Code im Browser-Devtools-Network-Tab beobachten — gibt es ausgehende WebSocket-Verbindungen, die nicht zu dir gehören?

WAS WAR die Lücke technisch?

Eine fehlende Capability-Prüfung in der REST-Route, über die das Plugin die External-Scripts-Settings ändert. Klassischer Anfänger-Fehler: register_rest_route() ohne permission_callback bzw. mit return true. Damit kann JEDER Internet-User die Settings überschreiben — und das passierte hier zu Tausenden.

UNRUH bei deiner Karte? SO MELDEST du

Wenn du als Käufer verdächtige Abbuchungen siehst nach einem Einkauf in einem WooCommerce-Store: Karte sofort sperren und neue beantragen. Die Bank-Hotline reicht — die kennen das Procedere bei Card-Skimming. Plus: Schau dir die letzten 14 Tage Transaktionen GENAU an, Skimmer-Karten werden meist erst Wochen später systematisch geleert.

FAZIT: Patch + manueller Cleanup PFLICHT

Der Funnel Builder ist nicht das erste WooCommerce-Plugin mit Skimmer-Lücke, und garantiert nicht das letzte. Pflichtprogramm: Alle WooCommerce-Plugins auf dem neuesten Stand halten, External-Scripts-Settings regelmäßig prüfen, und einen Content-Security-Policy-Header setzen, der nur deine eigenen Script-Domains erlaubt. Das stoppt die Mehrheit dieser Angriffe in der ersten Sekunde.

Häufige Fragen

Welche Versionen sind betroffen?
Alle Funnel-Builder-Versionen vor 3.15.0.3. Die Lücke betrifft über 40.000 WooCommerce-Stores. Der Hersteller hat den Patch bereits veröffentlicht — sofort updaten.
Wie merke ich, ob mein Store schon infiziert ist?
Im WP-Admin unter Settings → Checkout → External Scripts nach unbekannten Einträgen suchen — insbesondere fake „Google Tag Manager“-Loader. Plus: im Browser-Devtools-Network-Tab prüfen, ob der Checkout WebSocket-Verbindungen zu unbekannten Domains aufbaut.
Reicht ein Plugin-Update aus?
Nein. Das Update schließt die Lücke, aber bereits eingeschleuste bösartige Script-Einträge bleiben in der Datenbank. Nach dem Update MUSS manuell in den External-Scripts-Settings nach Skimmern gesucht und gelöscht werden.
Wie schütze ich mich künftig?
Drei Maßnahmen: WordPress-Auto-Updates für Plugins aktivieren, External-Scripts-Settings nur per Whitelist ändern, und einen strikten Content-Security-Policy-Header setzen, der nur Scripts von deinen eigenen Domains lädt. Das blockt Skimmer aktiv im Browser.

Quellen:

Kommentar hinterlassen

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert