#Netzwerk & Sicherheit · 3 Min. Lesezeit · Tim Rinkel

DEFENDER-ALARM! Eine neue Lücke kapert JETZT Windows aus der Ferne — und die CISA-Frist läuft ab

DEFENDER-ALARM! Eine neue Lücke kapert JETZT Windows aus der Ferne — und die CISA-Frist läuft ab

Dein Windows-Wächter braucht selbst einen Verband: Microsoft hat eine schwere Lücke in Microsoft Defender geschlossen. Unter der Kennung CVE-2026-45584 steckt ein Heap-Überlauf mit dem CVSS-Wert 8.1 — über den ein nicht autorisierter Angreifer im schlimmsten Fall Code aus der Ferne ausführen könnte. Repariert ist das Ganze in der Antimalware-Plattform-Version 1.1.26040.8.

Und die CISA-Uhr tickt

Es kommt noch dicker: Die US-Behörde CISA hat zwei weitere Defender-Schwachstellen auf ihre Liste der aktiv ausgenutzten Lücken (Known Exploited Vulnerabilities) gesetzt. Es geht um CVE-2026-41091 (CVSS 7.8, kann SYSTEM-Rechte verschaffen) und CVE-2026-45498 (ein Denial-of-Service mit CVSS 4.0). Für US-Bundesbehörden lief die Frist zum Einspielen der Fixes heute, am 3. Juni, ab. Wenn eine Lücke auf dieser Liste landet, heißt das: Sie wird in freier Wildbahn bereits ausgenutzt — Handeln ist Pflicht, nicht Kür.

Bist du verwundbar?

Die gute Nachricht zuerst: Defender aktualisiert seine Schutz-Engine normalerweise automatisch im Hintergrund. Die allermeisten Privat-PCs bekommen den Fix also ohne Zutun. Trotzdem solltest du nachsehen, ob deine Antimalware-Plattform mindestens Version 1.1.26040.8 ist — bei abgeschotteten oder lange ausgeschalteten Rechnern kann das Update hängen.

So prüfst du deine Defender-Version

Öffne die Windows-Sicherheit, gehe auf „Einstellungen“ und dann „Info“ — dort steht die Version der Antimalware-Client- und Plattform. Alternativ in der PowerShell der Befehl Get-MpComputerStatus: Das Feld AMServiceVersion bzw. AMEngineVersion zeigt dir den Stand. Liegt die Plattform unter 1.1.26040.8, stößt du das Update über die Windows-Sicherheit manuell an („Nach Updates suchen“).

Der Blick nach vorn

Der nächste reguläre Patchday von Microsoft ist der 9. Juni. Erfahrungsgemäß kommen dann weitere Korrekturen — ein guter Anlass, ohnehin alle ausstehenden Windows-Updates einzuspielen. Wer Systeme für andere betreut, sollte die drei Defender-CVEs jetzt auf die Liste setzen und die Versionsstände kontrollieren.

Häufige Fragen

Welche Versionen sind betroffen?
Betroffen sind Microsoft-Defender-Installationen vor der Antimalware-Plattform-Version 1.1.26040.8. Der RCE-Fix für CVE-2026-45584 steckt in genau dieser Version.
Wie merke ich, ob mein System verwundbar ist?
Prüfe in der Windows-Sicherheit unter ‚Info‘ die Version der Antimalware-Plattform, oder nutze in der PowerShell den Befehl Get-MpComputerStatus. Liegt die Plattform unter 1.1.26040.8, fehlt der Fix.
Wie behebe ich das Problem konkret?
In der Regel gar nicht aktiv — Defender aktualisiert sich automatisch. Zur Sicherheit in der Windows-Sicherheit manuell nach Updates suchen und die Plattform-Version kontrollieren.
Gab es schon aktive Angriffe?
Für die zwei von der CISA gelisteten Lücken (CVE-2026-41091 und CVE-2026-45498) gilt: Sie stehen auf der Liste aktiv ausgenutzter Schwachstellen, werden also bereits angegriffen. Für CVE-2026-45584 nennt Microsoft den Fix als vorbeugende Maßnahme.

Fazit

Eine Schutzsoftware, die selbst zum Einfallstor wird, ist der Albtraum jedes Admins. Die Lage ist hier zwar entschärft — der Fix ist da und kommt meist automatisch. Aber ein kurzer Blick auf die Defender-Version schadet nie, gerade auf Rechnern, die selten online sind.

Quellen: Microsoft Security Update Guide, CISA Known Exploited Vulnerabilities Catalog, The Hacker News.

Sicherheitsthema: Prüfe Versionsangaben immer gegen die offiziellen Microsoft- und CISA-Quellen, bevor du in produktiven Umgebungen handelst.

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